Planet der Affen Poster
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Filmhandlung und Hintergrund

Planet der Affen: Tim Burtons bildgewaltige, spannende "Re-Interpretation" vom Freiheitskampf der Menschen auf dem Planeten der Affen.

Auf dem Planet der Affen regieren die Affen mit aller Härte. Menschen sind für sie nur Jagdbeute und Sklaven. Der Astronaut Leo Davidson landet auf dieser ihm fremden Welt und lehnt sich gegen die bestehenden Verhältnisse auf. Bald bekommt der wackere Revolutionär Unterstützung von mutigen Menschen und der Affenintelligenz im Kampf gegen General Thade und seine Horden.

Im Jahr 2029 gerät der Astronaut Leo Davidson bei einem Routineeinsatz im Weltall in ein Wurmloch und findet sich auf einem erd-ähnlichen Planeten wieder, wo Menschen auf der Entwicklungsstufe wilder Tiere leben und statt dessen Affen eine autoritär ausgerichtete Gesellschaftsstruktur entwickelten. Mit einer Gruppe humanoider Leidensgenossen flieht Davidson der Gefangenschaft und zettelt eine Rebellion an. In der pazifistisch orientierten Jungäffin Ari findet er Hilfe, in dem Gorilla-General Thade einen leidenschaftlichen Feind.

Mark Wahlberg fällt unter autoritäre Herrenaffen im actiongeladenen Klassiker-Remake von Fantasy-Wizard Tim Burton.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • 33 Jahre nach Franklin J. Schaffners Original von 1968, dessen Status als (filmisches) Denkmal weitaus besser intakt ist als die Freiheitsstatue am legendären Ende des Films, ist Fox nach mehreren Versuchen endlich das Remake geglückt. Oder besser gesagt: eine, wie von den Machern immer wieder betont, „Re-Imagination“, in der das clever variierte Handlungsgrundgerüst von damals als Spielwiese für ein ebenso triviales wie effektives Shakespeare-Schlachtengemälde mit bereits viel diskutiertem Schlussgag dient. Die ernsthafte Diskussion des Originals über Evolution, Zivilisation und Überlegenheitsanspruch des Menschen musste allerdings launigen Onelinern weichen. Dass „Planet der Affen“ mit Mark Wahlberg als funktionalem Charlton-Heston-Ersatz dennoch weit aus dem Gros des US-Sommerangebots herausragt, ist vor allem Verdienst des visuellen Zaubers von Tim Burton und des bahnbrechenden Affen-Makeups von Rick Baker.

    Affenstark oder einfach nur affig – das ist die Frage, die sich einer weltweiten Fangemeinde stellt, für die „Planet der Affen“ (und seine vier zunehmend absurder werdenden Fortsetzungen) als Teil des heiligen Science-Fiction-Dreigestirns (neben „Krieg der Sterne“ und „Star Trek“) sakrosankt ist. Dankenswerter Weise schert sich Tim Burton in seinem pompösen Affentheater um Denkmalspflege so wenig, wie in seinen anderen Arbeiten um konventionelle Spannungsbögen. Sein filmischer Ansatz ist nicht philosophisch, sondern stets emotional-sensibel: In seinen Welten soll man nicht diskutieren, sondern sich in ihnen verlieren. Deshalb funktioniert sein „Planet der Affen“ wunderbar sowohl als eigenständiger Sommer-Actionfilm, aber auch als spannende Variation des Originals, als schrulliger Kommentar, der in seiner Struktur nach Fußnotenprinzip funktioniert und immer wieder die Stützpfeiler des Heston-Films bemüht, um ganz neue Ergebnisse und Entwicklungen folgen zu lassen. Dass sich trotz unverkennbarem Burton-Look die typisch traumhafte Atmosphäre seiner anderen Filme nicht einstellt, mag daran liegen, dass Produzent Richard D. Zanuck die Zügel in der Hand hielt und Burton spät als Auftragsregisseur an Bord kam. Aber gerade, wie es dem Regisseur von „Sleepy Hollow“ und „Batman“ gelingt, in dem sehr stringent erzählten und von seinem Hauscutter Chris Lebenzon (der auch die großen Jerry-Bruckheimer-Filme schneidet) obendrein mit einem Affenzahn versehenen Krieg der Welten Burtoneske Schrullen und Fetische unterzubringen, macht mehr Freude, als wenn der Regisseur sich nach eigenem Gusto in dem auf den Kopf gestellten Machtverhältnis Mensch/Affe ausgebreitet hätte.

    Nach einer herrlichen Titelsequenz, in der die Kamera verliebt um die Verzierungen einer Gorilla-Rüstung fährt, setzt die Handlung im Jahr 2029 auf einer Raumstation ein, in der Wissenschaftler die Intelligenz von Affen mit gezielten Trainingsmaßnahmen steigern. Als der Lieblingsschimpanse von Captain Leo Davidson in einem Winzigraumschiff in einem schwarzen Loch verschwindet, jagt der ungestüme Mann ihm hinterher und stürzt in einer Bruchlandung auf einen ihm unbekannten Planeten. Während im Original Charlton Heston und zwei weitere Kollegen sich erst einmal den Weg über unwirtliche Landschaften bahnen mussten und in ihren Gesprächen die Grundlagen für die politischen und gesellschaftlichen Topoi gelegt wurden, hält sich Burton – etwas überhastet – nicht mit Exposition auf, sondern schickt seine Hauptfigur sogleich mitten hinein in die Jagd der Affen auf die als Wilde im Urwald hausenden Menschen.

    In der Affenstadt, wohin die Gefangenen gebracht werden, findet Burton, was ihn tatsächlich interessiert. Unendlich mehr Faszination als die faden Menschenfiguren (verschenkt: Kris Kristofferson und Ex-Olympia-Nixe Estella Warren, die wenigstens einmal kurz ihre Schwimmkünste zur Schau stellen darf) üben auf ihn natürlich Figuren wie der martialische Schimpansen-General Thade (Tim Roth gibt dem Affen als ständig wutschnaubender Inbegriff purer Aggression Zucker), die aufgeweckte Senatorentochter Ari (Helena Bonham Carter mit der differenziertesten Performance des Films) oder der verschlagene Orang-Utan (Mann fürs Komische: Paul Giamatti). Hier bringt der Regisseur alle Figuren in Stellung, legt den Grundstein für seinen fulminanten Showdown in der Einöde des Planeten, der alles bietet, was Actionfans das Herz übergehen lässt. Erfreuen kann man sich überdies an einem leise angedeuteten Eifersuchtssubplot, in dem Menschenmädchen und Affendame um den Helden buhlen, einem bizarren Auftritt der Burton-Regulars Lisa Marie und Glenn Shadix sowie einer Cameoszene von Charlton Heston als Vater von Thade, in der eine starke Anti-Waffen-Botschaft transportiert wird. Vor allem aber ist „Planet der Affen“ der Triumph von Rick Baker: Seine Affenmasken sind absolut atemberaubend und gestatten den Darstellern vorzügliche Leistungen. Dass das Original nicht übertroffen wird, spielt keine Rolle: „Planet der Affen“ ist kompetent, versponnen und spektakulär genug, eine Affenregentschaft auch auf Erden zu gewährleisten. ts.

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