Deshalb sagte Hugh Grant „Nein“ zu „Two and a Half Men“

Alexander Jodl |

Hugh Grant Poster

Wie ersetzt man einen unersetzlichen Star? Mit dem Gegenteil, fanden die Macher von „Two and a Half Men“. Doch das Gegenteil wollte nicht.

Das Ende von Charlie Sheen in „Two and a Half Men“ kam schnell und unrühmlich. Der Star mit dem Hang zu Exzessen in jeglicher Form hatte es einfach überzogen: utopische Gagenforderungen, verbale Komplettausfälle – Serienmacher Chuck Lorre hatte irgendwann genug und ließ (unter anderem) ein Klavier auf Sheens Charakter Charlie Harper fallen.

Allerdings hatte die Erfolgsserie ab dann ein dickes Problem: Sie lebte letztlich von ihrem Hauptdarsteller, der in puncto Publikumsgunst unerreicht an der Spitze stand. Also suchte man fieberhaft nach Ersatz – und klingelte auch bei Hugh Grant. Der sollte als distinguierter Brite quasi einen Gegenpol zum Lebemann-Vorgänger darstellen.

So weit so gut. Nur außer der groben Grundidee hatten die Vertreter der Serie offenbar nichts anzubieten: „Sie haben mit mir darüber geredet. Aber das Problem war: Eigentlich hatten sie kein Script oder einen neuen Charakter“, erläuterte Grant jetzt Moderator Howard Stern. „Sie sagten nur: ‚Vertrau uns. Wir schaffen schon einen.’“

Aber mit dem Vertrauen ist es in Hollywood so eine Sache. Vor allem, wenn es um das Unterzeichnen von langfristigen Verträgen und viel Geld geht. „Also sagte ich: ‚Tja – es ist für mich sehr schwer sowas ohne Script in Erwägung zu ziehen. Ihr seid offensichtlich unglaublich talentiert.‘ Denn ich mochte die Show. Die machen wirklich brillante TV-Shows, ganz ehrlich. Aber letztlich sagte ich: ‚Ohne Script habe ich Angst zu unterzeichnen.’“

Bilderstrecke starten(13 Bilder)
Hinter Gittern: 12 Hollywood-Stars, die im Gefängnis saßen

Sein amerikanischer Kollege Ashton Kutcher hatte diese Angst nicht – und wurde wenig später zum Nachfolger von Charly Sheen ernannt. Letztlich allerdings mit wenig Erfolg: Zwar schleppte sich die Serie noch vier weitere Staffeln dahin, aber das Interesse des Publikums schwand rapide. „Es war immer noch eine sehr gute Show. Aber was sie aus Ashton Kutcher gemacht haben war etwas völlig anderes, als das, was sie aus mit gemacht hätten.“

Am Geld scheiterte es übrigens nicht – auch nicht bei Hugh Grant: „Es war überirdisch. Ich hatte keine Ahnung, wie viel TV in Amerika wert ist.“ Ashton Kutcher  erhielt für seine Rolle in der Serie satte 24 Millionen Dollar – nur für ein Jahr wohlgemerkt. Ein Deal der ihn damals zum bestbezahlten Serien-Darsteller der Welt machte.

Der Trailer zu „Two and a Half Men“

Hat dir dieser Artikel gefallen? Dann hinterlasse uns einen Kommentar auf dieser Seite und diskutiere mit uns über aktuelle Kinostarts, deine Lieblingsserien und Filme, auf die du sehnlichst wartest. Wir freuen uns auf deine Meinung.

Zu den Kommentaren

News und Stories

Kommentare

  1. Startseite
  2. News
  3. Star-News
  4. Hugh Grant
  5. Deshalb sagte Hugh Grant „Nein“ zu „Two and a Half Men“