Bridget Jones - Am Rande des Wahnsinns (2004)

Originaltitel: Bridget Jones: The Edge of Reason
Bridget Jones - Am Rande des Wahnsinns Poster

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Filmhandlung und Hintergrund

Bridget Jones - Am Rande des Wahnsinns: Weitere Beziehungsabenteuer des populären Pummelchens, das im Liebesrausch mit Traummann Darcy von einer Rivalin gestört wird.

Kaum glücklich vereint, trüben schon erste Schatten die gerade einen Monat währende Beziehung von Bridget Jones (Renee Zellweger) und Lover Marc (Colin Firth): Während in ihrer Arbeit ein neuer Chef für Stress sorgt, scheint er sich blendend wohl zu fühlen an der Seite seiner neuen, knackigen Assistentin. Ein Urlaub in Thailand soll die nötige Entspannung und Ablenkung bringen, doch da macht Bridget die Rechnung ohne die Tücken des Objekts und einen alten Liebhaber (Hugh Grant).

Das erprobte Triumvirat ist wieder zur Stelle im zweiten Teil der erfolgreichen Beziehungskomödie um die amourösen Abenteuer der pfundigen Blondine.

Sechs Wochen führen Bridget und Darcy nun schon eine richtige Beziehung. Das Glück scheint grenzenlos, bis Bridget in Darcys neuer Kollegin eine Rivalin wittert. Ihre Eifersucht, aber auch seine Unfähigkeit, Gefühle zu zeigen, sich zur Liebe bekennen zu können, bringen die Beziehung fast zum Scheitern und Bridgets Ex-Lover Cleaver auf die Idee, wieder auch in ihrem Bett auf die Jagd zu gehen.

Rund? Na und? Das denkt sich die Titelheldin mittlerweile und sonnt sich in ihrem Liebesglück mit Darcy. Doch Liebeslust liegt nah bei Liebesfrust und so bröckelt die Idylle rapide, als eine grazile, langbeinige australische Arbeitskollegin ihrem Darcy gefährlich nahe kommt. Natürlich riecht Bridgets Ex-Lover Cleaver den Braten und setzt angesichts der Beziehungskrise des Pummelchens alles daran, bei ihr noch einmal unters Laken zu schlüpfen. Und die stolpert bei so viel Interesse von einem Fettnapf in den nächsten.

Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • „Bridget Jones: Am Rande des Wahnsinns“ schließt nahtlos an seinen Vorgänger an, zumindest was die Geschichte angeht. War Bridget Jones im ersten Teil eine „durchschnittliche“ Frau in den Dreißigern, die, umringt von Pärchen, verzweifelt nach einem Mann suchte, während sie nebenbei auch noch ihr Berufsleben, ihre Eltern und ihr Gewicht unter Kontrolle zu bringen versuchte, hat sie in der Fortsetzung weitaus weniger Probleme zu bewältigen. Und das ist auch die größte Schwäche des Films. Er hat nicht wirklich eine Geschichte zu erzählen. Die Eltern vertragen sich wieder und heiraten ein zweites Mal, der Traummann ist und bleibt ein Traummann und der miese kleine Verführer bleibt ein verführerischer kleiner Mieser. Das Ende ist vorauszusehen und die Handlung selbst kommt einem zuweilen stark bekannt vor. Es scheint, als kopiere der Film seinen eigenen Vorgänger. Da sieht man dann wieder Bridgets ausladenden Hintern in Großaufnahme über Fernsehbildschirme flimmern und Mark und Daniel prügeln sich um die Gunst der holden Angebeteten.

    Der Film erzählt von einer Frau, deren Wünsche in nahezu perfekter Weise erfüllt wurden und die sich – jetzt wo sie keine Probleme mehr hat – selbst welche erschafft. Denn schließlich ist Bridget Jones immer noch Bridget Jones. Sie leidet unter ihren Selbstzweifeln, trinkt, raucht und redet, wie ihr der Schnabel gewachsen ist, ohne Rücksicht auf Verluste. Hemmungslos ehrlich bringt sie dabei nicht nur sich selbst in peinliche Situationen. Auch der stets edelmütige und wohlerzogene Mark Darcy scheint unter derlei Taktlosigkeiten zu leiden, die meiste Zeit aber blickt er, verwirrt von Bridgets seltsamen Anwandlungen, in der Gegend umher.

    Wie schon im ersten Teil macht sich Bridget in jeder Situation so lächerlich wie möglich. Und genau das macht ihren Charme und auch den Erfolg ihrer Figur aus. Es ist nämlich durchaus reizend, wenn sie zerzaust wie ein gerupftes Huhn mit Sonnenbrand und viel zu engem Goldkleidchen in eine Gruppe Besserverdiener stolpert und dabei von einer Peinlichkeit in die nächste schlingert. Da kuschelt man sich doch gerne in der Dunkelheit des Kinos in den Sitz und freut sich, daß einem selbst solche Fettnäpfchen erspart bleiben.

    Was die Handlung aufgrund mangelnder Originalität nicht mehr hergibt, versucht Renee Zellweger mit ausladenden Slapstick-Einlagen zu retten. Und so stolpert,fällt und rutscht sie durch den Film oder läuft plötzlich wie ein Frosch auf Landgang. Unschlagbar ist Hugh Grant als windiger Schürzenjäger. Sein gewissenloser Charme ist in der Tat umwerfend. Viel mehr hat seine Rolle dann aber leider nicht zu bieten.Bridgets Eltern und ihre Freunde, die im Vorgänger-Film noch unterhaltsame Nebenfiguren waren, kommen hier viel zu kurz. Sie alle tauchen nur noch am Rande auf. Der Vater sendet bloß ein paar klägliche Grimassen gen Himmel, die Mutter ist zahm geworden und die Freunde mischen sich kaum noch ein.

    „Bridget Jones: Am Rande des Wahnsinns“ ist ein konventioneller Film über eine zuweilen recht unkonventionelle Frau. Eine romantische Komödie, in der es einzig um die große Liebe, ums Heiraten und ums Aussehen geht. Peinliche Situationen, Mißgeschicke und witzige Dialoge werden aneinandergereiht, ohne wirklich in einem näheren Zusammenhang zu stehen, was den Film etwas ziellos erscheinen läßt. Leichte Unterhaltung für diejenigen, die die Figur der Bridget Jones in ihr Herz geschlossen haben. Ernst nehmen kann man diesen Film nicht. Aber lachen kann man drüber.

    Fazit: Romantische Komödie mit ähnlichem Unterhaltungsfaktor wie sein Vorgänger.
  • Die Frau mit dem Herzen und der Unterwäsche im XXL-Format bringt Millionen von Fans erneut zum Lachen und einige Ausreißer, die sich mit Helen Fieldings Chaoskönigin nicht solidarisieren können, wohl an den Rand des Wahnsinns. Viele peinliche Situationen muss der von Renée Zellweger wieder mit putzigem Tweety-Charme gespielte Sympathieträger in der Fortsetzung überwinden, bevor alle Selbstzweifel Bridgets wieder auf Eis gelegt sind. Dabei sind Minderwertigkeitsgefühle zumindest kommerziell nicht nötig, wenn weltweit über 280 Mio. Dollar an den Kassen eingenommen und diese allein in Deutschland von etwa 4,2 Mio. Zuschauern gestürmt wurden. Die Prognose lautet also: Pummelchen macht wieder richtig Profit.

    Im Unterschied zum Vorgänger sind Kalorien bei Zellweger zwar wieder in verschiedenen Körperdepots in Brennstoffreserven umgewandelt, aber kein therapeutisch signifikantes Thema mehr. Die neue Bridget ist nicht mehr im Diätwahn, ruht in ihren Formen, dient aber für den Zuschauer unverändert als Lachsack, wenn sie, in ein enges gelbes Dinnerkleid gepresst, aussieht wie eine Biene nach einer Tagestour im Pollensammeln. Viel mehr als körperliche Unsicherheiten sind in der Fortsetzung Verhaltensunfälle relevant, wenn Bridget mehrfach mit Intimverlautbarungen in Darcys Konferenzen stolpert oder sich auf ungewohntem Terrain zurechtfinden muss. Die Drehbuchautoren, darunter mit Andrew Davies, Richard Curtis und Helen Fielding drei Veteranen des Originals, ersparen Bridget dabei nichts, zwingen sie zum Fallschirmsprung mit Finallandung unter Schweinen und zur Skiabfahrt im Bonbondress, bei der Bridget mit urbaner Grazie einen Parallelslalom zur Triple-Competition erweitert. Diese Slapstickmomente sind sichere Unterhaltungsgaranten beim breiten Publikum und werden auch dieses Mal ihre Wirkung nicht verfehlen, während Wortwitz, der im Vergleich zum Vorgänger etwas reduziert wirkt, im Kino traditionell weniger honoriert wird. In diesem von Beeban Kidron (“Too Wong Foo, Thanks For Everything! Julie Newmar”) inszeniertem Nachfolger lebt humorvolle Rhetorik fast exklusiv im Sprachzentrum von Hugh Grants Frauenheld Cleaver, der in Helen Fieldings Bestseller fast vom Blatt verschwindet, hier aber ein ausgedehnteres Comeback erlebt. Grants exzentrische Touristikreportagen für Bridgets TV-Sender sind ein Highlight, wie auch sein unbeirrbares Zwangsverhalten, jeden Slip dieser Welt von seiner Trägerin zu befreien. Bridget selbst ist im Szenario dieser Fortsetzung lange Zeit nicht im Visier dieses Trophäenjägers. Mit omnipräsenter Erzählerstimme sonnt sie sich im Alltag einer glücklichen Frau, die regelmäßig guten Sex hat und morgens ihren schlafenden Anwaltsfreund Darcy (Colin Firth) hypnotisch bestaunt, wie andere ihr Aquarium. Als aber Darcys neue Kollegin (Australiens Newcomerin Jacinda Barrett) mit unpassenden Vertraulichkeiten und Permanentpräsenz in Bridgets Revier eindringt, brechen alte Unsicherheiten wieder aus, beginnt Bridget Darcys Liebe, aber auch ihre eigenen Qualitäten zu hinterfragen. Das mit Einfällen nicht gerade wuchernde Drehbuch verfolgt die Eifersuchtsthematik allerdings nur halbherzig, lässt Bridget nicht komisch auf Konfrontation gehen, sondern weist ihr die Opferrolle zu. Was Bridget blamiert, das amüsiert – so lautet das Rezept, das sich bereits beim Vorgänger als tauglich erwiesen hat. Ein Abstecher nach Thailand, wo Bridget Cleaver bei einer TV-Reportage unterstützen soll, lässt Bridget in einer “Brokedown-Palace”-Parodie im Thai-Frauenknast landen, in dem schließlich gemeinsam “Like A Virgin” eingesungen wird. Das schwankt zwischen schwarzem Brit-Humor à la Monty Python und peinlichem Unbehagen, wenn das Land auf das Prostitutionsparadies reduziert wird und die Thai-Frauen in Wonderbras und einer Tafel Schokolade ihr persönliches Glück finden. Zurück in London spielen die Autoren mit den Klischees der romantischen Komödie, von Umziehmontagen bis zu öffentlichen Liebesgeständnissen, bis auch dieses Märchen sein Happy End findet. Und wer wird zweifeln, dass sich dies auch kommerziell wiederholen wird. kob.

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