The Disaster Artist

   Kinostart: 01.02.2018

The Disaster Artist: In der Komödie über die Entstehung des schlechtesten Filmes aller Zeiten „The Room“ schlüpft James Franco in die Rolle des erfolglosen Filmemachers Tommy Wiseau

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Filmhandlung und Hintergrund

In der Komödie über die Entstehung des schlechtesten Filmes aller Zeiten „The Room“ schlüpft James Franco in die Rolle des erfolglosen Filmemachers Tommy Wiseau

Die Tragödie „The Room“ gilt gemeinhin als der schlechteste Film aller Zeiten. Doch wie ist es überhaupt zu der Produktion gekommen? Hinter „The Room“ steht der ebenso passionierte wie rätselhafte Schauspieler und Filmemacher Tommy Wiseau (James Franco). Obwohl Wiseau eine Abfuhr nach der anderen bekommt, hält er an seinem Traum fest, in Hollywood Karriere zu machen. Als Wiseau im Jahr 1998 an der Schauspielschule den jungen Greg Sestero (Dave Franco) kennenlernt, werden die beiden Außenseiter schnell Freunde — und beschließen, einen Film gemeinsam zu drehen.

James Franco als selbsternannter Superstar Tommy Wiseau in „The Disaster Artist“ © Warner Bros © Warner Bros
James Franco als selbsternannter Superstar Tommy Wiseau in „The Disaster Artist“ © Warner Bros
Mit den beginnenden Dreharbeiten scheint sich Wiseau zu verändern. Obwohl er offensichtlich keine Erfahrung im Filmemachen hat, versucht er als Autor, Regisseur und Produzent seine Vorstellung zu realisieren. Das Projekt gleitet jedoch immer weiter ab. Wiseau stellt sonderbare Forderungen an Schauspieler und entfremdet sich auch von Sestero. Vor allem missfällt ihm, dass Sestero einen Flirt mit der schönen Barkeeperin Amber (Alison Brie) beginnt. „The Room“ wird zum Projekt, das zum Scheitern verdammt ist.

Wovon handelt „The Room“?

Die Komödie „The Disaster Artist“ dreht sich um die katastrophalen Dreharbeiten zum Trashfilm-Klassiker „The Room“. Doch worum geht es in dem Film überhaut. In „The Room“ Tommy Wiseau den erfolgreichen Banker Johnny, der von seiner langjährigen Freundin Lisa (Juliette Danielle) betrogen wird. Johnny ahnt nichts und will Lisa heiraten. Die jedoch lebt ihre Affäre mit Johnnys Freund Mark (Greg Sestero) immer hemmungsloser aus.

Von dieser einfachen Dreieckskonstellation geht „The Room“ aus, um sich in immer sinnloseren Nebengeschichten zu verschachteln. Einige davon werden bloß angerissen und im Lauf des Filmes wieder vergessen. Inhaltlich Stringenz ist nicht die Stärke von „The Room“. So wird im Film an einer Stelle behauptet, Johnny und Lisa seinen seit fünf Jahren zusammen. Einige Szenen später heißt es, sie wären schon seit sieben Jahren ein Paar.

The Disaster Artist — Hintergründe

Bereits das Szenario der Komödie „The Disaster Artist“ ist ziemlich skurril: Der Film dreht sich um die Produktion des realen Filmes „The Room“ von Tommy Wiseau. James Franco („Why Him?“, „The Safe Niemand wird verschont“), der dabei die Hauptrolle spielt und Regie geführt hat, baut dabei vor allem auf das „The Disaster Artist: My Life Inside The Room“, das Greg Sestero geschrieben hatte, um Einsichten in die chaotische Produktion von „The Room“ zu bieten. Denn vom schlechtesten Film aller Zeiten hatte sich „The Room“ über die Jahre zum heimlichen Kult entwickelt.

Greg Sestero behandelt in seinem Buch allerdings nicht nur die Dreharbeiten. Darüber gibt er auch einige Details über den rätselhaften Filmemacher Tommy Wiseau preis. Über Wiseau ist nur wenig bekannt, einige seiner Geschichten widersprechen sich sogar. Auch Greg Sestero, der einige Zeit mit Wiseau zusammenwohnte, tappt zum Beispiel über die Herkunft des Filmemachers im Dunkeln. In der Komödie „The Disaster Artist“ wird Greg Sestero von James Francos Bruder Dave Franco („Nerve“, „Bad Neighbours 2“) gespielt — es ist die erste Leinwand-Kooperation der beiden.

Ein echtes Familientreffen ist „The Disaster Artist“ übrigens in vielerlei Hinsicht. Immerhin wird die Kellnerin Amber von Alison Brie („Die Verlegerin“, „How to Be Single“) gespielt, die seit März 2017 mit Dave Franco verheiratet ist. Ein alter Bekannter ist auch Seth Rogen als Produzent der durchgedrehten Biopic-Komödie. Gemeinsam mit Seth Rogen stand James Franco bereits für Filme wie „The Interview“ oder „Das ist das Ende“ vor der Kamera.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • „Wertvoll”

      Hinreißend gespielte und vielschichtig inszenierte Komödie von und mit James Franco über einen der besten schlechtesten Filme aller Zeiten - und den Mann, der die Vision dazu hatte.

      Greg träumt davon, Schauspieler zu werden. Seine Schauspiellehrerin ist jedoch der Meinung, ihm fehle Talent. Er selbst denkt, ihm fehlen nur die richtigen Kontakte. Dies ändert sich, als Greg auf Tommy Wiseau trifft. Tommy ist definitiv etwas Besonderes. Er ist exzentrisch, spricht seltsam, hat große Visionen - und sieht in Greg enormes schauspielerisches Potenzial. So reisen die Beiden zusammen nach Los Angeles, wo Tommy beschließt, dass seine große Vision nun auch endlich auf die große Leinwand gehört. Also schreibt er ein Drehbuch. Für sich und Greg. Um es zu verfilmen, kauft er das komplette Filmequipment, einschließlich Set und Crew. Woher Tommy das Geld dafür hat, erfährt keiner, ebenso wenig wie alt er ist oder woher er eigentlich kommt. Schon bald gerät der Dreh zur absoluten Katastrophe. Doch Tommy geht unbeirrt seinen Weg. Denn am Ende zählt ja sowieso nur eines: die Vision. Im Jahr 2003 feierte Tommy Wiseaus Film „The Room“ seine Premiere und nahm am ersten Startwochenende unter 2000 Dollar ein. Für Filmkritiker gilt der Film als einer der schlechtesten Filme aller Zeiten - und doch rangiert „The Room“ heute als Kultfilm dicht hinter „The Rocky Horror Picture Show“. THE DISASTER ARTIST von Regisseur und Hauptdarsteller James Franco ist gleichzeitig eine Hommage an Tommy Wiseau, seine exzentrischen Spleens und natürlich an sein Werk. Doch es ist auch eine inspiriert geschriebene und mit pointiertem Timing inszenierte Komödie über Hollywood selbst. James Franco nimmt Tommy stets ernst und gibt die Figur, die er zum Verwechseln genau auf den Punkt darstellt, nie der Lächerlichkeit preis. Denn hinter der unbekümmerten Fassade blitzt auch immer ein Gefühl des Missverstandenseins hervor, welches Tommy an den Rand der Gesellschaft stellt und der Figur neben all den komischen Momenten auch eine tragisch-ernsthafte Tiefe verleiht. James Franco zur Seite steht ein phänomenaler Cast, allen voran Dave Franco als enthusiastischer und aufstrebender Schauspieler, der immer wieder in Konflikt gerät zwischen seiner Loyalität zu Tommy und der Erkenntnis, dass Tommy nicht nur eine große Vision, sondern auch eine große Selbstüberschätzung sein eigen nennt. Und wenn die Beiden am Ende bei der Premiere nebeneinander im Publikum sitzen, dann hat der Film nicht nur die Geschichte eines genial gescheiterten Films erzählt, sondern auch die berührend-inspirierende Geschichte einer tiefen Freundschaft.

      Jurybegründung:

      THE DISASTER ARTIST ist ein sehr guter Film über einen sehr schlechten Film. THE ROOM von Tommy Wiseau gilt als einer der schlechtesten Filme aller Zeiten und James Franco ist es gelungen, die Geschichte seiner Entstehung ohne jede Häme zu erzählen. Er zeigt, wie inkompetent Wieseau als Regisseur, Hauptdarsteller, Drehbuchschreiber, Produzent und Finanzier des Films agierte, und auf dieser Ebene ist der Film komisch, aber Franco gelingt es auch, deutlich zu machen, dass die Protagonisten, die Schauspieler und die Crew das Filmhandwerk mit viel Liebe betreiben, und so ist es auch berührend, wenn sie dies so absolut fehlgeleitet tun. „Der schlimmste Tag an einem Filmset ist besser als der beste Tag, ohne an einem Filmset zu sein“ sagt eine Schauspielerin in einer Szene und dies ist einer der Schlüsselsätze von THE DISASTER ARTIST. Den Kern der Erzählung bildet die Freundschaft zwischen Wiseau und dem Schauspieler Greg Sestero, denn im Grunde ist der ganze Film ein Freundschaftsbeweis der beiden zu einander. Und die Brüder Franco spielen die beiden mit einer anrührenden Mischung aus Naivität, Unschuld und Tatkraft, zu der bei Wiseau noch eine große Portion Größenwahn dazukommt. Die Drehbuchautoren haben offensichtlich intensiv und nuanciert daran gearbeitet, der Geschichte gerecht zu werden, und sie immer in einer feinen Balance zwischen komisch und traurig zu halten. Und spätestens im Abspann, wenn einige Originalsequenzen synchron zu ihren nachinszenierten „Zwillingen“ laufen, sieht man, wie virtuos (von kongenial kann man hier wohl nicht sprechen) James Franco THE ROOM kopiert hat.

      Quelle: Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW)

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