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„Sie verstehen es nicht“: Fast vergessenes „Star Wars“-Genie kritisiert neue Filme

„Sie verstehen es nicht“: Fast vergessenes „Star Wars“-Genie kritisiert neue Filme
© Disney

Marcia Lucas, die großen Einfluss auf die Entstehung der alten „Star Wars“-Trilogie hatte, kritisierte in einem Buch nun die neuen Filme.

Die neueste „Star Wars“-Trilogie ist bei diversen Fans nicht ganz so gut angekommen und der letzte Film „Star Wars: Der Aufstieg Skywalkers“ blieb für viele hintern Erwartungen zurück. Allerdings sind nicht nur gewisse Fans enttäuscht gewesen, sondern auch Marcia Lucas, die Ex-Frau von George Lucas. Marcia Lucas hatte großen Einfluss auf die erste „Star Wars“-Trilogie, unter anderem kam ihr die Idee mit der ganzen Sequenz in den Graben des Todessterns am Ende des ersten Teils. Ganz zu schweigen davon, dass sie für den Schnitt bei „Krieg der Sterne“ und „Die Rückkehr der Jedi-Ritter“ zuständig war. Für „Krieg der Sterne“ erhielt sie sogar einen Oscar. Ihr Einfluss auf die Grundpfeiler des ganzen Franchise war also enorm, dennoch wird ihr Wirken oftmals verschwiegen, viele Zuschauer*innen kennen Marcia Lucas nicht einmal und George Lucas wird gemeinhin als alleiniger Schöpfer der Saga gefeiert.

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Dennoch ist ihre Meinung unter den Fans, die von ihrem wichtigen Beitrag wissen, natürlich gefragt und in einem neuen Buch (via IndieWire) kritisiert Marcia Lucas nun die aktuellen „Star Wars“-Filme. In „Howard Kazanjian: A Producer’s Life“ von J. W. Rinzler wird auf den Werdegang des Filmproduzenten Howard Kazanjian zurückgeblickt, der unter anderem „Die Rückkehr der Jedi-Ritter“ produzierte. Marcia Lucas hat ebenfalls einige Seiten zum Buch beigetragen, in denen sie nicht nur die neuen „Star Wars“-Filme kritisiert, sondern auch Regisseur J.J. Abrams und Lucasfilm-Präsidentin Kathleen Kennedy hinterfragt:

„Ich mag Kathleen. Ich mochte sie immer. Sie war sehr enthusiastisch. Sie war wirklich klug und sehr intelligent. Eine wirklich wundervolle Frau. Und ich mochte ihren Mann Frank. Ich mochte sie sehr. Jetzt, wo sie Lucasfilm leitet und Filme macht, kommt es mir so vor, als hätten Kathy Kennedy und J.J. Abrams keine Ahnung von ‚Star Wars‘ . Sie verstehen es nicht. Und J.J. Abrams schreibt diese Geschichten – als ich den Film sah, in dem sie Han Solo töten, war ich wütend. Ich war wütend, als sie Han Solo töteten. Mit Sicherheit gab es keinen Anlass und keinen Grund dafür. Ich dachte mir: ‚Du verstehst die Jedi-Geschichte nicht. Du kommst nicht an die Magie von ‚Star Wars‘ ran. Du beseitigst Han Solo?‘“

Welche interessanten Easter Eggs sich in den „Star Wars“-Filmen verbergen, seht ihr im folgenden Video:

Marcia Lucas kritisiert die Figur Rey

Neben der Entscheidung Han Solo zu töten, kann Marcia Lucas nicht nachvollziehen, wieso sich auch noch Luke Skywalker und Prinzessin Lea aus dem „Star Wars“-Universum verabschieden mussten. Zudem kritisiert die Cutterin, dass jedes Jahr „Star Wars“-Filme veröffentlicht wurden und sie hat auch ein Problem mit der neuen Protagonistin Rey (Daisy Ridley), die Jedi-Kräfte besitzt, aber die Zuschauer*innen erfahren nichts über Reys Herkunft und wie sie an ihre Fähigkeiten gelangte.

Der letzte Punkt stimmt zwar nicht ganz, denn in „Star Wars: Der Aufstieg Skywalkers“ erfahren wir, dass Rey die Enkelin des Imperators ist. Trotzdem würden enttäuschte „Star Wars“-Fans sicherlich die Kritikpunkte von Marcia Lucas überwiegend teilen. Ironischerweise war die Cutterin aber damals dafür verantwortlich, dass Obi-Wan-Kenobi in „Krieg der Sterne“ stirbt, was man ihr theoretisch als Gegenargument vorwerfen könnte.

Mittlerweile hat die weit, weit entfernte Galaxie allerdings über mehrere Genrationen hinweg Fans dazugewonnen, weshalb die Erwartungen heute sicherlich anders als noch vor über 40 Jahren einzuschätzen sind. Unterm Strich hat die neue Trilogie die Fangemeinschaft gespalten, doch vielleicht kommt es zur großen Versöhnung, wenn die zukünftigen Serien und Filme erscheinen und hoffentlich für ungeteilte Begeisterung sorgen werden.

Wie gut ihr euch im „Star Wars“-Universum wirklich auskennt, könnt ihr hier unter Beweis stellen:

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