Filmhandlung und Hintergrund

Reboot des Rächers vom Sherwood Forest, der in einer neuen, düsteren Interpretation von Otto Bathurst zum Leben erwacht — um die Armen des Landes zu schützen.

Der junge Adelige Robin von Loxley (Taron Egerton) wird wider Willen eingezogen, um in den Kreuzzügen zu kämpfen. Vier Jahre später kehrt er verbittert und traumatisiert in die Heimat zurück. Doch in der Zwischenzeit hat sich England verändert: Robins Ländereien sind geplündert, die Liebe seines Lebens Marian (Eve Hewson) ist in den Armen eines anderen. Der Großteil der Bevölkerung wird von einigen reichen Lords ausgebeutet und geknechtet. Robin beschließt, gemeinsame Sache mit einem ehemaligen Kriegsfeind zu machen: John (Jamie Foxx) lehrt ihn, ein schnellerer Bogenschütze zu werden, von den Reichen zu stehlen und es den Armen zu geben. Von Rache getrieben, wird Robin Hood geboren.

Die reiche Oberschicht, angeführt vom Sheriff von Nottingham (Ben Mendelsohn) und dem mächtigen Kardinal (F. Murray Abraham), plant indes weitere Übeltaten am Volk und an der Krone. Als Stimme der Vernunft schart Will Scarlett (Jamie Dornan) die Bürger um sich. Doch gegen die mächtigen des Landes braucht das Volk einen Helden mit klarer Vision und Kampferfahrung. Als „The Hood“ gelingt es Robin mit der Hilfe von John und Bruder Tuck (Tim Minchin) schon bald der Tyrannei der Obrigkeit den Kampf anzusagen.

Einen ersten Einblick in die großartige Action von „Robin Hood“ (2019) bekommt ihr mit dem Trailer. In unserer Kritik sagen wir euch, für wen sich der Actionfilm lohnt. Mehr Infos zum Film findet ihr nach dem Video:

„Robin Hood“ (2019) — Hintergründe

Dass die Neuverfilmung der mittelalterlichen Ballade von Robin Hood gegen einige Vorgänger ankämpfen muss, ist natürlich auch den Machern des Reboots bewusst. Wie Regisseur Otto Bathurst („Peaky Blinders - Gangs of Birmingham“) in Interviews erklärt hat, war er sogar selbst skeptisch, als ihm die Idee präsentiert wurde. Letztlich habe er sich für den Film entschieden, weil die Geschichte eines Outlaws, der für soziale Gerechtigkeit kämpft, heute wichtiger sei als je zuvor. Sein „Robin Hood“ soll eine moderne und düstere Interpretation des mittelalterlichen Stoffes sein, die auf aktuelle Probleme wie die auseinanderklaffende Schere zwischen Arm und Reich anspielt.

Trotz der ernsten Hintergrundgeschichte findet das Reboot aber immer wieder Momente für augenzwinkernden Humor, wie der exklusiven Clip zu „Robin Hood“ beweist:

„Robin Hood“ — Besetzung

Trotz des sozialkritischen Ansatzes wird natürlich auch die Action nicht zu kurz kommen. Ein Garant dafür ist sicherlich Hauptdarsteller Taron Egerton („Kingsman: The Secret Service„). Zwar hatten sich erst Schauspieler wie Jack Huston („Ihre beste Stunde„), Dylan O´Brien („American Assassin„), Jack Reynor („Free Fire„) und Nicholas Hoult („X-Men: Apocalypse„) für die Rolle beworben. Doch die Wahl von Bathurst fiel schließlich auf den Walisen Egerton. Dafür nahm Bathurst sogar in Kauf, dass sich die Produktion verzögerte. Denn zuerst musste Egerton die Dreharbeiten zu „Kingsman: The Golden Circle“ bewältigen.

Während für die tragenden Nebenrollen relativ schnell Stars wie Jamie Foxx („Baby Driver„) und „Fifty Shades of Grey„-Darsteller Jamie Dorman gecastet wurden, war die weibliche Hauptrolle ähnlich stark umkämpft wie ihr männlicher Gegenpart. Für die Rolle der Maid Marian haben sich mit Lucy Fry („Mr. Church„), Gaite Jansen („Supernova„) und Gugu Mbatha-Raw („Die Schöne und das Biest„) drei vielversprechende Newcomerinnen beworben. Das Rennen hat schließlich Eve Hewson („Bridge of Spies„) gemacht. Die Tochter des U2-Frontmanns Bono wird in der neuen „Robin Hood“-Verfilmung in die Rolle der Maid Marian schlüpfen.

Das haben „Robin Hood“ und „Game of Thrones“ gemeinsam

Kaum ein Fantasy-Film kommt heute an dem großen Vorbild „Game of Thrones“ vorbei. Deutlich wird das unter anderem auch daran, dass die Dreharbeiten für das „Robin Hood“-Reboot in Dubrovnik stattfinden. Die kroatische Hafenstadt diente bereits als Kulisse für Königsmund (original King´s Landing) und ist für den Dreh von Robin Hood nun kurzerhand zur Burg von Nottingham umfunktioniert worden. Wenn „Robin Hood“ am 10.01.2019 in den deutschen Kinos startet, können sich Fans von „Game of Thrones“ also eventuell auf ein Wiedersehen mit alten Schauplätzen freuen.

Die bekanntesten „Robin Hood“-Filme im Überblick

Wie kraftvoll und zeitlos die Geschichte von Robin Hood, dem schlauen König der Diebe, auch heute noch ist, beweist allein die Fülle an Kinoadaptionen. Zuletzt wurde der Stoff von Ridley Scott im Jahr 2010 interpretiert. Seine Version mit Russell Crowe in der Hauptrolle wollte ein historisch angemessenes Bild der Legende zeichnen. Damit unterscheidet sich Scotts „Robin Hood“ von Vorgängern wie „Robin Hood - König der Diebe“ (1991) mit Kevin Costner oder der Komödie „Robin Hood - Helden in Strumpfhosen“ - die niedliche Disney-Verfilmung „Robin Hood“ von 1973 nicht zu vergessen.

Abgesehen von den Kinofilmen gibt es inzwischen darüber hinaus mehrere Serien, die sich mit dem Stoff befassen. Darunter etwa BBC’s „Robin Hood“, die Anime-Version „Robin Hood no daibôken“ sowie die KiKA-Serie „Robin Hood, das Schlitzohr vom Sherwood“.

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Kritiken und Bewertungen

3,1
267 Bewertungen
5Sterne
 
(99)
4Sterne
 
(27)
3Sterne
 
(25)
2Sterne
 
(32)
1Stern
 
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Kritikerrezensionen

  • Robin Hood (2019): Reboot des Rächers vom Sherwood Forest, der in einer neuen, düsteren Interpretation von Otto Bathurst zum Leben erwacht — um die Armen des Landes zu schützen.

    Der moderne „Robin Hood“ ist die Adaption der Superhelden-Ära. Pompös, actionreich und mit rasanten Kamerafahrten wird die Legende mit vielen Verweisen zu modernen Filmklassikern wie „Dark Knight“, „Matrix“ oder „Rocky“ inszeniert. Eigene Ideen werden zwar leider schmerzlich vermisst, dennoch findet man Gefallen an der ungleichen Freundschaft zwischen Taron Egerton und Jamie Foxx als Robin Hood und John. Süffisant bösartig mimt Ben Mendelsohn den Sheriff von Nottingham, der eine solide Performance abliefert. Wer sich auf einen unterhaltsamen Film freut, wird nicht enttäuscht und kann den Spaß trotz cineastischer Fehlschläge genießen. - Zur vollständigen Kritik geht es hier entlang.

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