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Nach „Oppenheimer“ ist nicht Schluss: Darum dreht Christopher Nolan nur große Blockbuster

Nach „Oppenheimer“ ist nicht Schluss: Darum dreht Christopher Nolan nur große Blockbuster
© Universal

Christopher Nolans kann mit Blockbustern wie „The Dark Knight“ und jüngst „Oppenheimer“ durchaus angeben. Seine Vorliebe für große, aufwendige Filme will er auch in Zukunft fortsetzen.

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Im vergangenen Jahr bereicherte Christopher Nolan die Filmindustrie mit seinem historischen Blockbuster „Oppenheimer“, welcher ihm nun kürzlich mehrere Oscar-Nominierungen bescherte – unter anderem für Beste Regie. Dies markiert seine zweite Nominierung in der Kategorie, nachdem er dafür 2018 für seinen Kriegsfilm „Dunkirk“ ebenfalls nominiert wurde. Obwohl der britische Regisseur und Drehbuchautor mittlerweile acht Oscar-Nominierungen auch in weiteren Kategorien mit seinen Werken „Inception“ und „Memento“ erzielen konnte, blieb eine Auszeichnung bislang aus. Mit „Oppenheimer“ stehen die Chancen für Nolan jedoch gut, dass sich dies nun bald ändern könnte.

Im Laufe der vergangenen zweieinhalb Jahrzehnte etablierte Nolan mit seinen komplexen Handlungen eine Karriere als Auteur mit einem ganz eigenen und unverwechselbaren Film-Stil – dabei schaffte er es auch immer wieder erfolgreich, den Rahmen des Filmeschaffens bis ins Maximum auszureizen. Dies war ihm in der Vergangenheit besonders durch seine technischen Ressourcen und Budgets möglich, die ihm eben solch aufwendige Produktionen erlaubten. Mit einem Budget von 100 Millionen US-Dollar zählt „Oppenheimer“ sogar zu seinen günstigeren Werken. Für „Inception“ sowie „Interstellar“ standen jeweils circa 165 Millionen US-Dollar zur Verfügung, teurer war es bei „The Dark Knight“ mit 185 Millionen US-Dollar sowie „Tenet“ mit 200 Millionen US-Dollar. Mit einem Budget von 250 Millionen US-Dollar ist sein teuerster Blockbuster ist bis heute „The Dark Knight Rises“ (via ScreenRant).

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In einem Interview mit Time Magazine sprach Nolan nun über seine kostspieligen Produktionen (via Variety). Dabei verriet er, dass er trotz seiner Liebe zu Independent-Filmen wie „Aftersun“ und „Past Lives“ wahrscheinlich nie wieder selbst zu einem subtileren Produktionsstil wie damals bei „Memento“ zurückkehren wird:

„Mich reizt die Arbeit in einem umfangreichen Maßstab, weil ich weiß, wie vergänglich die Möglichkeit ist, diese Ressourcen zu bündeln. Ich weiß, dass es so viele Filmemacher*innen auf der Welt gibt, die alles dafür geben würden, die Ressourcen zu haben, die ich zusammengestellt habe und ich fühle mich dazu verpflichtet, sie auf die produktivste und interessanteste Weise zu nutzen.“

Demnach können wir von Nolan in Zukunft weitere aufwendige Blockbuster erwarten, die uns wie „Inception“ und „Tenet“ womöglich etwas fragend zurücklassen. Falls ihr eine Vorliebe für solch komplexe Filme habt, könnte dieses Video mit Sicherheit überaus spannend für euch sein:

Die 9 besten Filmtwists und Mindfuck-Filme

„Oppenheimer“ war weniger aufwendig als vorherige Christopher-Nolan-Filme

Nolan ging mit dem Budget von 100 Millionen US-Dollar für „Oppenheimer“ überaus bedacht um: Der Historienblockbuster wurde in nur 60 Tagen gedreht, obwohl ursprünglich 90 Tage eingeplant waren. Selbst Oppenheimer-Darsteller Cillian Murphy war von diesem Tempo schwer beeindruckt, wie er im „WTF“-Podcasts mit Marc Maron verriet (via Variety):

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„Wir haben den Film unglaublich schnell gedreht. Das Tempo war der Wahnsinn.“

Nolan wollte 30 Tage der Dreharbeiten einsparen, um dafür den Szenenbildner*innen das benötigte Budget zur Verfügung zu stellen. Szenenbildnerin Ruth De Jong blickte wie folgt auf Nolans Entscheidung zurück:

„Es fühlte sich wie ein 100-Millionen-US-Dollar-Indie-Film an. Das ist nicht ‚Tenet‘. [Nolan] wollte überall in den Vereinigten Staaten drehen… Allein die Flugtickets und die Unterbringung der Crew [waren teuer]. Ganz zu schweigen davon, dass ich Los Alamos bauen musste, das es nicht gibt. Das war der Punkt, an dem ich es wirklich für unmöglich hielt. [Nolan] sagte: ‚Vergiss das Geld. Lass uns einfach entwerfen, was wir wollen.‘ Das haben wir dann auch gemacht und als wir das erste Mal ein Budget für meine Stadt aufstellten, waren es 20 Millionen Dollar. Chris sagte: ‚Ja, nein. Stopp.'“

Mit dieser Erkenntnis machte Nolan „seine Hausaufgaben“, sprich, er setzte alles daran, den Drehplan des Films so umzustellen, um das Budget für das Produktionsdesign freizugeben.

Da Nolan bekanntlich kein Fan von Streamingdiensten ist, könnt ihr „Oppenheimer“ aktuell nicht als Stream abrufen. Allerdings ist der Film für die Heimkino-Sammlung als Blu-ray und Co. auf Amazon zum Kauf verfügbar.

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Wie gut ihr euch mit den Filmen des britischen Regisseurs auskennt, könnt ihr in diesem Quiz herausfinden:

Christopher-Nolan-Quiz: Wie gut kennt ihr die Filme des Regisseurs?

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