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„Justice League“-Konflikt: Snyder-Cut schmeißt alle Szenen von Joss Whedon raus

Hy Quan Quach |

© Warner Bros.

Im Rahmen einer von Fans organisierten Justice Con sprach Regisseur Zack Snyder über den Snyder-Cut zu „Justice League“. Dabei ließ er wissen, eher den gesamten Film zu zerstören, als auch nur eine einzige Aufnahme von Ersatz-Regisseur Joss Whedon zu verwenden.

Obwohl „Justice League“ 2017 in den weltweiten Kinos hinter den Erwartungen zurückblieb und Fans wie Kritiker enttäuschte, hat der DC-Superheldenfilm eine treue und tatkräftige Fanbase. Über Petitionen und mit dem Hashtag #ReleaseTheSnyderCut überzeugte sie die Verantwortlichen bei Warner Bros., Regisseur Zack Snyder die Chance zu geben, seine ganz persönliche Schnittfassung als Snyder-Cut über den Streamingdienst HBO Max (hierzulande wahrscheinlich über Sky) herauszubringen.

Doch die frohe Botschaft wurde kurz darauf durch heftige Anschuldigungen gegenüber Joss Whedon von Cyborg-Darsteller Ray Fisher überschattet: Whedon hatte, nachdem Snyder aufgrund eines tragischen Vorfalls in seiner Familie vom Regieposten zurücktrat, das Ruder übernommen und „Justice League“ durch umfangreiche Nachdrehs fertiggestellt. Aber laut Fisher soll der 56-jährige MCU-Regisseur ein echter Tyrann am Set gewesen sein, der sich gegenüber Crew und Darsteller*innen „widerlich, herablassend, unprofessionell und absolut inakzeptabel“ verhalten haben soll.

Dass es hinter den Kulissen wenig harmonisch zugegangen sein muss, bestätigte indirekt nun auch Regisseur Snyder selbst. In einem Gespräch im Rahmen der von Fans organisierten Justice Con stellte der 54-Jährige klar, dass sein Snyder-Cut keine einzige Aufnahme von Whedon enthalten werde:

„Ich würde den Film zerstören, ich würde ihn in Flammen aufgehen lassen, bevor ich auch nur auf ein einziges Bild zurückgreife, das ich nicht gefilmt habe. Das ist verdammt nochmal Fakt. Ich würde das Ganze buchstäblich in die Luft sprengen, wenn ich nur einen Moment daran denken würde… Alles, was ihr in diesem Film sehen werdet und das euch an die Kinofassung erinnert – die ich, wie bereits gesagt, nie gesehen habe –, stammt von mir. Und es wurde für Frankensteins Monster, oder was auch immer dieses Ding ist, benutzt, das ihr im Kino gesehen habt.“

Manche dieser Stars hätten wir wirklich gerne in der spezifischen Rolle gesehen, die sie fast gespielt hätten:

Die Differenzen bei „Justice League“ sind wohl groß

Snyder hat also die Kinofassung von „Justice League“ bis heute angeblich nicht gesehen. Jedoch wird er über die Anforderungen von Warner Bros. jederzeit im Bilde gewesen sein. Und auch Whedon kam nur an Bord, um die Vorgaben von Geoff Johns und Jon Berg umzusetzen, die zu der Zeit als Präsident und CCO von DC Entertainment (Johns) sowie als President of Production bei Warner Bros. (Berg) das Sagen hatten.

Entweder ist Snyder nicht einverstanden mit dem, was Whedon umzusetzen hatte oder nicht mit der Art und Weise, wie er sie umgesetzt hat. Ansonsten wäre seine Reaktion auf die Frage, ob er auf Whedons Material zurückgreifen werde, wohl kaum so heftig und emotional ausgefallen. Auch deutete Snyder im Gespräch an, dass weder er noch seine Ehefrau, Produzentin Deborah Snyder, ein Wort darin mitzureden hatten, wer die vakante Stelle ausfüllen und den Job fertigstellen sollte.

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„Justice League“: Ray Fisher äußert sich erneut zu Whedons angeblichen Verfehlungen

Ray Fisher, der das Ganze erst losgetreten hatte mit seinen Tweets, meldete sich auf der Justice Con diesbezüglich nochmal zu Wort:

„Während wir hier sprechen, läuft ein Prozess im Hintergrund, um zum Kern dessen vorzudringen, von dem ich gesprochen habe. Der Mann hat wahrscheinlich Angst; und er sollte Angst haben, weil wir alles offenlegen werden, was schiefgelaufen ist.“

Mehr könne er zum Zeitpunkt aber nicht sagen, betonte Fisher. Denn er stehe unter einer Geheimhaltungsvereinbarung, gegen die er nicht verstoßen dürfe, wenn er nicht mit Klagen überzogen werden wolle. „Es wird einige Zeit kosten, aber wir werden es schaffen. Wir werden gewinnen; und dann können wir es alle hinter uns lassen. Das ist alles.“

Der 32-jährige Schauspieler betonte zudem, dass er sich nicht zu Wort gemeldet habe, um auf sich selbst aufmerksam zu machen und im Rampenlicht zu stehen:

„Behaltet den Einfluss, behaltet den Ruhm. Ich wäre schon damit zufrieden, im Niemandsland in den Bergen von Oregon Theater zu spielen, versteht ihr, was ich meine? Ich brauche es nicht. Ich habe es oft gesagt, dass wenn dies das Einzige bleiben soll, was ich jemals tun werde, dann bin ich damit einverstanden. Was soll denn noch Abgefahreneres kommen als das hier?“

Aber besonders für Ray Fisher dürfte der Snyder-Cut von „Justice League“ von Bedeutung sein: Synder hat mehrfach betont, dass Victor Stone alias Cyborg eine gewichtige Rolle als zentraler Punkt seiner Schnittfassung spielen soll. Zack Snyders „Justice League“ soll 2021 über HBO Max beziehungsweise vermutlich Sky in Deutschland verfügbar sein.

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