„Die Eiskönigin 3“: Rekordzahlen und trotzdem keine Fortsetzung?

Author: Kristina KielblockKristina Kielblock |

Wäre das nicht wunderbar? Einmal noch zurück nach Arendelle? Wie stehen die Chancen dafür? Die Zeichen sind gemischt.

Endlich ist die langersehnte Fortsetzung von „Die Eiskönigin – Völlig unverfroren“ im Kino angelaufen. Mit „Die Eiskönigin 2“ ist es Disney gelungen, sowohl mit den damaligen Fans erwachsener zu werden, als auch neue kleine Freund*innen für das Franchise gewinnen zu können. Der erste Film spülte fast 1,3 Milliarden US-Dollar in die Kassen, der zweite Film hatte nach drei Tagen schon 358 Millionen Dollar weltweit zu verbuchen. Das sieht gut aus, oder?

Keine Pläne für ein zweites Sequel, sagen die Beteiligten

Wir wollen keine Pferde scheu machen. Definitiv hat sich niemand geäußert, aber gewisse Zweifel, dass die Hoffnung auf eine weitere Fortsetzung gerechtfertigt ist, stellen sich schon ein.

Wie der obige Twitter-Post von Variety zeigt, hat sich Alfred Molina, die Stimme von Anna und Elsas Vater Agnarr, ablehnend zu einer Fortsetzung geäußert und ist der Meinung, es würde keine mehr geben. Allerdings stellt er im selben Atemzug völlig zu Recht fest, dass solche Entscheidungen außerhalb seiner Gehaltsklasse liegen. Daher möchten wir diesen Worten nicht mehr Gewicht als nötig zubilligen, es ist schließlich nur die Einschätzung eines beteiligten Schauspielers.

Relevanter ist dann, was Produzent*innen und Schöpfer*innen des Films dazu sagen. Zu dieser Frage hat sich Cinemablend schlau gemacht und die Autor*innen und Regisseur*innen Jennifer Lee und Chris Buck, sowie den Produzenten Peter Del Vecho direkt befragt. Diese geben sich professionell ungenau und sagen, dass sie eigentlich das Gefühl haben, die Geschichte ist fertig erzählt, andererseits wollen sie in jedem Fall ein Jahr warten, bevor sie eine endgültige Entscheidung treffen. Hoffnung ist also noch angebracht.

Am Ende des Films fragt Olaf in die Runde, ob ihnen noch mehr Abenteuer bevorstehen. Elsa verneint dies, vielleicht hat sie es Ernst gemeint?

„Die Eiskönigin 2“ bricht den Vorverkauf-Rekord

Noch vor dem Start konnte der Film kommerziell überzeugen: Rund 160.000 Tickets wurden schon im Vorverkauf abgesetzt, das ist ein deutscher Rekord. Nie zuvor wurden so viele Tickets bereits vor dem Kinostart eines Films verkauft.

Seit dem 20. November 2019 ist der Film in Deutschland zu sehen, der neue Soundtrack ist schon seit dem 15. November 2019 erhältlich. Am ersten Tag fanden sich bereits 204.000 Besucher*innen in den Kinosälen ein, um sich von Olaf, Anna, Elsa, Kristoff und natürlich Sven verzaubern zu lassen. Damit gelang dem Film für dieses Jahr nach „Avengers: Endgame“ und „Der König der Löwen“ der dritterfolgreichste Kinostart in Deutschland. Der erste Teil konnte hierzulande seinerzeit 4,7 Millionen Zuschauer*innen insgesamt in die Kinos locken.

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„Die Eiskönigin“: 8 Dinge, die nur Erwachsene im Disney-Hit verstehen

Lässt das Ende einen dritten Teil zu?

Da der Film gerade erst angelaufen ist, wollen wir hier noch niemanden spoilern und über das Ende des Films schreiben (das tun wir schließlich schon hier). Aber zumindest lässt sich sagen, dass es inhaltlich keinen Grund gibt, nicht noch einmal nach Arendelle zurückzukehren und unsere Helden ein weiteres Abenteuer erleben zu lassen. Und sicherlich gibt es keinen Fan, der gerne für immer Lebewohl zu den Protagonisten*innen des Films sagen möchte, denn der zweite Teil dürfte weit mehr Menschen erfreuen als enttäuschen, auch wenn er schlechtere Bewertungen bei Rotten Tomatoes hat. Kommerziell sieht es bisher zumindest so aus, als hätte die Fortsetzung die Chance auf einen ebenso fulminanten Erfolg wie Teil 1.

Dagegen spricht eigentlich nur, dass das Haus mit der Maus grundsätzlich eher wenig Fortsetzungen für das Kino macht, sondern meistens nur Direct-to-DVD veröffentlicht. Angesichts des überragenden Erfolgs, der sich ja finanziell nicht nur auf den Film bezieht, sondern auch einen extrem großen Merchandise-Bereich betrifft, könnten die Verantwortlichen aber anders denken.

Aller guten Dinge sind drei und auch wenn wir vielleicht wieder sechs Jahre warten müssen, würden wir eine weitere Fortsetzung sehr begrüßen. Auf dass die Flagge von Arendelle für immer wehen möge! Wir halten euch an dieser Stelle auf dem Laufenden und warten weiter auf erste offizielle Anzeichen einer positiven Entwicklung.

„Die Eiskönigin 2“ ist seit dem 20. November 2019 im Kino zu sehen. Für Eltern haben wir einen FSK-Ratgeber inklusive kleiner Kritik geschrieben, denn die FSK 0 könnte Missverständnisse hervorrufen. Die Spielzeiten in eurer Stadt findet ihr bei uns. 

„Eiskönigin“-Quiz: Wie gut kennst du Elsa, Anna und Co.?

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