Die Segnungen des Internets verheißen seinen Nutzern auch die Option, neue Kinofilme kostenlos im Stream ansehen zu können – und das direkt nach Kinostart. Dies klingt natürlich äußerst praktisch, aber wie verhält es sich mit der rechtlichen Lage? Streamingportale wie Movie2k, die mit derartigen Angeboten locken, operieren in jedem Fall auf der illegalen Seite. Ein noch immer aktuelles Urteil des Europäischen Gerichtshofes vom 26.4.17 nimmt aber auch deren Nutzer in die Pflicht.

Seit Ende Mai 2013 lässt sich Movie2k.to nicht mehr nutzen, da die Seite vom Netz genommen wurde. Zu jener Zeit gehörte das Portal zu den 20 meistbesuchten Websites in Deutschland, was die Beliebtheit des kostenlosen Streaming-Anbieters verdeutlichen dürfte. Klar, dass kurze Zeit später mit Movie4k.to, Movie2k.ag, Movie2k.sc, Movie2k.sh, Movie4k.is und Movie2k.ac gleich mehrere Movie2k-Nachfolger an den Start gingen. Bevor ihr euch jetzt sofort auf Movie4k stürzt, um aktuelle Kino-Blockbuster zu sehen, solltet ihr euch jedoch fragen, inwiefern ihr beim Streamen auf Seiten wie Movie2k, 123MoviesPutlocker, GoMoviesSolarMovieBMoviesFMoviesStreamworldMovie8kde.DDL.meView4u.Co, Cine.toHDfilme.tv, KinoGer.comStreamcloud, KiNOW.to, Stream.to oder KKiste einen Rechtsbruch begeht. Denn laut EuGH-Urteil können sich fortan auch User von illegalen Streaming-Anbieter strafbar machen. Wir fassen die aktuelle Rechtslage in diesem Artikel für euch zusammen.

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Movie4k & Alternativen: Vorsicht bei diesen Streaminganbietern!

Movie2k legal oder illegal? Eine Übersicht

  • Die Betreiber von Portalen wie Movie2k.ag, Movie2k.sh und Movie2k.ac verstoßen gegen das Urheberrecht und begehen folglich eine Straftat.
  • Die vielzitierte „rechtliche Grauzone“ wurde für den Benutzer lange Zeit durch den beiläufigen technischen Vorgang des Streamens begünstigt.
  • Bei Streams von Movie2k werden komprimierte Datenpakete eines Films oder einer Serien in eurem Cache/Zwischenspeicher abgelegt. Die Streitfrage war stets, ob es sich dabei bereits um eine illegale Kopie handelt.

  • Rechteinhaber und Abmahnanwälte argumentierten, dass bereits dieser Streaming-Vorgang gegen das Urheberrecht verstößt.
  • Laut den bisherigen Entscheidungen vor Gericht handelte es sich dabei jedoch nach § 44 UrhG um „vorübergehende Vervielfältigungshandlungen, die flüchtig oder begleitend sind“ und aufgrund ihrer technischen Notwendigkeit gesetzlich erlaubt.
  • Seit April 2017 ist aber ein neuer Sheriff in der Stadt: Der Europäische Gerichtshof fällte ein folgenreiches Grundsatzurteil.

Urteil des Europäischen Gerichtshofs: User sind in der Pflicht

Die Rechtslage hat sich deutlich zu Ungunsten der Nutzer verändert. Seit dem Urteil des Gerichtshofes der Europäischen Union (EuGH) vom 26.4.17 sind Nutzer dazu angehalten, vor dem Anschauen eines Streams zu prüfen, ob das angebotene Video einer „offensichtlich rechtswidrig hergestellte oder öffentlich zugänglich gemachte Vorlage“ im Sinne des Paragraphen 53 des Urheberrechtsgesetzes entstammt. Durch die neue Richtlinie ist es abgemahnten Nutzern illegaler Streamingdienste verwehrt, mit Unwissenheit zu argumentieren. Ein Film, der gestern seinen Kinostart hatte, kann eben unmöglich gleichzeitig legal und kostenlos als Stream im Netz laufen. Also ist auch für Nutzer Vorsicht geboten.

Das EuGH-Urteil im Video erklärt

Legale Streams sind ratsam: Movie2k-Alternativen

Bis dato entschieden Gerichte noch nicht gegen Nutzer für das Streamen von Filmen und Serien, sondern lediglich gegen die Betreiber solcher Portale. Nach dem EuGH-Urteil kann sich das aber ändern, denn auf die berühmte Grauzone ist vor Gericht kein Verlass mehr. Von Streams offensichtlich illegaler Seiten solltet ihr also absehen - von Filesharing-Seiten sowieso: Dort werden dauerhafte Kopien gemacht, die zweifelsfrei illegal sind und die mit horrenden Geldbußen zu Buche schlagen können.

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Alternativen zu Kinox, Movie4k, KKiste, HDfilme, Burning Series & Co - legal und bezahlbar

Wer auf Nummer sicher gehen will, greift zu kostenpflichtigen Streaming-Anbietern wie Netflix,  oder maxdome. Diese Video-on-Demand-Anbieter können ein kontinuierlich wachsendes Angebot vorweisen und geben die Inhalte meist in weit überlegener Qualität wieder. Moralisch ist dies ohnehin die unbedenklichere Wahl, da die Beteiligten der Verwertungskette hierbei für ihre Arbeit entlohnt werden. Wenn man es zu Ende denkt, heißt das: Dann nehmen sie auch weiterhin einen Haufen Geld in die Hand, um neue Film- und Serienprojekte zu finanzieren.

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