Martina Gedeck

Martina Gedeck

Leben & Werk

Martina Gedeck, zweifache Preisträgerin des Deutschen Filmpreises (1997 und 2002), ist ein Star von europäischem Format. Sie wurde als melancholische Verführerin in Oskar Roehlers “Elementarteilchen” und als Gourmetköchin in “Bella Martha” bekannt.

Martina Gedeck Filme

Geboren 1961 in München, aufgewachsen in Landshut und Berlin, ließ sie sich an der Hochschule der Künste als Schauspielerin ausgebilden. Gedeck begann ihre Karriere im Theater, bis sie von Dominik Graf entdeckt wurde, der sie in “Die Beute” (1986) als Kellnerin und in “Tiger, Löwe, Panther” (1988) als unentschlossene Lehrerin castete. Danach wurde sie für zahlreiche Krimi-Serien verpflichtet, etwa “Der Fahnder”, “Ein Fall für zwei” und “Liebling Kreuzberg”.

Als bucklige Bäuerin in “Hölleisengretl” (1994) wurde sie mit dem Bayerischen Fernsehpreis ausgezeichnet. In der Komödie “Der bewegte Mann” (1995) spielt sie an der Seite von Til Schweiger, Katja Riemann und Joachim Król. Als Mutter in “Stadtgespräch” (1995) zerdrückt sie vor Rivalin Katja Riemann eine Orange in der Hand und stählt sich im Fitness-Studio. In “Das Leben ist eine Baustelle” (1997) lässt sie sich als Proll-Tussi von ihrem Macker (Armin Rohde) verführen, während sie im Science-Fiction-Film “Harald” (1997) einen Außerirdischen mit ihrem Sex-Appeal verwirrt.

Auftritte in “Bella Martha” und “Elementarteilchen”

In Helmut Dietls erfolgreicher Ensemble-Komödie “Rossini – oder die mörderische Frage, wer mit wem schlief” (1997) machte sie aus “Gnocchi“ eine Liebeserklärung und knallte nach einer missglückten Liebesnacht den Teller kommentarlos auf den Tisch. Bei aller Sinnlichkeit scheint auch immer eine Spur beißende Komik durch, wie in “Frau Rettich, die Czerni und ich” (1998) oder in dem österreichischen Fernsehfilmdoppel “Single Bells” (1997) und “O Palmenbaum” (2000).

2001 spielte sie ihre Paraderolle als titelgebende “Bella Martha“, eine alleinstehende Küchenchefin die sogar ihren Therapeuten bekocht und mit einem exzentrischen Italiener anbandelt. Nach zahlreichen Fernsehfilmen, wie “Verlorenes Land” (2002), “Unsere Mutter ist halt anders” (2003), “Hunger auf Leben” (2004), war sie schließlich 2005 in der Literaturverfilmung “Elementarteilchen” zu sehen. Als nymphomanisch veranlagte Christiane lebte sie an der Seite von Moritz Bleibtreu ihre Leidenschaft für Swinger-Clubs aus.

Erfolge mit “Das Leben der Anderen” und “Der Baader Meinhof Komplex”

Nur ein Jahr später hatte Martina Gedeck ihren größten Erfolg mit ihrer Hauptrolle in Florian Henckel von Donnersmarcks Stasi-Drama “Das Leben der Anderen“, das bei den Oscars als bester fremdsprachiger Film ausgezeichnet wurde. 2006 spielte sie in dem amerikanischen Thriller “Der gute Hirte” von und mit Robert De Niro eine kleinere Rolle.

In dem deutsch-französisch-ungarischen Drama “Geliebte Clara” (2008) spielte sie die titelgebende Heldin, die Frau und Pianistin des weltberühmten Komponisten Robert Schumann. 2008 war die Premiere der RAF-Verfilmung “Der Baader Meinhof Komplex”, in welcher sie mit der Rolle der Ulrike Meinhof bedacht wurde.

Aktuelle Filme: “Die Wand”

In Oskar RoehlersJud Süß – Film ohne Gewissen” (2010), in der die Entstehung des gleichnamigen Nazi-Propagandafilms dramatisiert wird, spielte sie die jüdische Ehefrau eines mitwirkenden Schauspielers. 2011 folgte der deutsche Psychothriller “Bastard“, in dem Gedeck eine Polizeipsychologin verkörperte. Eine beeindruckende Solo-Performance lieferte sie außerdem 2012 in der Marlen-Haushofer-Verfilmung “Die Wand” ab.

2013 bestach sie mit “Nachtzug nach Lissabon“ an der Seite von Jeremy Irons und mimte in der Fernsehproduktion “Das Ende der Geduld” (2014) eine Jugendrichterin. In dem Ost-West-Mehrteilers “Tannbach – Schicksal eines Dorfes” (2015) erlebte sie die Endphase des 2. Weltkriegs bis hin zur Teilung Deutschlands. Mit “Ich bin dann mal weg” (2015) kehrte sie zur Komödie zurück und ging an der Seite von Hape Kerkeling auf eine Pilgerreise. Zuletzt war sie in der Literaturverfilmung “Das Tagebuch der Anne Frank” als Annes Mutter zu sehen.

Martina Gedeck privat

Von 1991 bis 1999 lebte Martina Gedeck bis zum Tod ihres Lebensgefährten mit dem Schauspieler Ulrich Wildgruber zusammen. Seit 2005 ist sie mit dem Schweizer Regisseur Markus Imboden liiert, mit dem sie auch professionell in mehreren Filmen zusammenarbeitete. Das Paar lebt kinderlos in Berlin.

 

Martina Gedeck Auszeichnungen

Europäischer Filmpreis

2002 Nominierung als beste Schauspielerin “Bella Martha”

2006 Nominierung als beste Schauspielerin “Das Leben der Anderen”

Deutscher Filmpreis

1997 Auszeichnung als beste Nebendarstellerin “Das Leben ist eine Baustelle”, “Rossini”

2002 Auszeichnung als beste Hauptdarstellerin “Bella Martha”

2006 Nominierung als beste Nebendarstellerin “Elementarteilchen”

2013 Nominierung als beste Hauptdarstellerin “Die Wand”

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