Bella Martha (2001)

Bella Martha: Melancholische Komödie, die Appetit macht aufs Essen, auf die Liebe, auf das Leben.
Kinostart: 18.04.2002
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Filmhandlung und Hintergrund

Bella Martha: Melancholische Komödie, die Appetit macht aufs Essen, auf die Liebe, auf das Leben.

Das vergleichsweise eintönige Privatleben der ebenso talentierten wie manischen Restaurantköchin Martha (Martina Gedeck) erfährt eine romantische Wendung, als ihre Chefin – zunächst zu ihrem nackten Entsetzen – einen zweiten Koch (Sergio Castellitto) einstellt.

Liebe geht durch den Magen in dieser heiter-melancholischen Beziehungskomödie von Kinodebütantin Sandra Nettelbeck.

Martha ist Chefköchin in einem kleinen Restaurant. Während sie im Kochen perfekt ist, ist sie im sonstigen Leben und besonders im Umgang mit Männern eher unbeholfen. Nach dem Unfalltod der Schwester muss sie sich nicht nur um deren kleine Tochter kümmern, sondern auch ein neuer Koch, ein lustigen Italiener, fordert ihre Aufmerksamkeit.

Edle Zutaten, raffinierte Speisen, dampfende Kochtöpfe – dies ist die Welt, in der sich Spitzenköchin Martha zu Hause fühlt. Mit den Männern hat die Perfektionistin jedoch seit langem abgeschlossen, da sie lieber für sie kocht als von ihnen vernascht zu werden. Als sie nach dem Unfalltod ihrer Schwester die achtjährige Nichte Lina bei sich aufnimmt, holt Chefin Frida mit dem lebenslustigen Ersatzkoch Mario einen Rivalen in Marthas Reich. Die überforderte Martha muss daraufhin erkennen, dass es kein Rezept fürs Glücklichsein gibt…

Als die Spitzenköchin Martha nach dem Unfalltod ihrer Schwester ihre achtjährige Nichte Lina bei sich aufnimmt, holt ihre Chefin Frida mit dem lebenslustigen Ersatzkoch Mario einen Rivalen in Marthas Reich. Die überforderte Martha muss daraufhin erkennen, dass es kein Rezept fürs Glücklichsein gibt… Sandra Nettelbecks erfolgreiches Melodram um Kinder, Küche und die Liebe.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Eine melancholische Komödie, die Appetit macht aufs Essen, auf die Liebe, auf das Leben. Sandra Nettelbeck setzt in ihrem ersten Kinofilm ganz auf Sinnlichkeit und auf ihre charismatische Hauptdartstellerin Martina Gedeck, die sich mit Bravour durch den Film kocht. An dieser neuen Variante der alten Lebensweisheit von der Liebe, die durch den Magen geht, findet sicher ein unterhaltungsfreudiges Publikum sein Vergnügen.

    Wenn ein Mensch in seinem Beruf aufgeht und zu nichts anderem mehr Lust hat, ist er bald vereinsamt sich selbst überlassen. Komisch wird das allerdings, und da hat die Drehbuchautorin und Regisseurin Nettelbeck richtig angesetzt, wenn der Beruf ausgerechnet direkt mit Menschen zu tun hat. Martha ist Chefköchin in einem kleinen, feinen Restaurant, schaltet und waltet dort in der Küche liebevoll mit Töpfen und Pfannen und streng mit ihren Mitarbeitern. Und wenn ein Gast mal was auszusetzen hat, muss er sich auf eine gnadenlose Standpauke mitten im voll besetzten Lokal gefasst machen. Borniertheit kann Martha nicht ertragen, weil sie genau weiß, wie perfekt sie ist. Im Kochen. Im sonstigen Leben ist sie eher unbeholfen und einfallslos. Selbst die Sitzungen bei ihrem Therapeuten funktioniert sie zum Kochkurs um. Wie Martina Gedeck für diese Obsession immer wieder in jeder Koch- und Essenszene ein etwas anderes Flackern im Blick kriegt, zwischen nervös und hochprofessionell aktiv eine ganze Palette von flirrig bis angespannt spielt, ist virtuos und tragikomisch witzig. Klar natürlich, dass Martha kein Talent und keine Zeit hat, die große oder wenigstens eine kleine Liebe zu finden, weil sie am liebsten für einen Mann kocht, bevor sie auch nur irgendetwas mit ihm anfängt. Sandra Nettelbeck aber gönnt Martha rechtzeitig einen Wechsel ihres Lebensstils, selbstverständlich mit aller für eine Komödie gebotenen Heftigkeit. Weil Martha nach dem Unfalltod der Schwester deren kleine Tochter bei sich aufnimmt, ist sie plötzlich ganz anders gefordert. Gleichzeitig stellt ihre Chefin einen zweiten Chefkoch ein, einen sympathischen, lustigen Italiener (Sergio Castellitto), dessen Anwesenheit und Charme Martha schwer verunsichern. Ab sofort kocht spürbar amore mit, erst nur auf unsichtbarer Sparflamme, aber dann köchelts weiter bis zum Siedepunkt am Happyend. In der zweiten Hälfte bekommt der Film einen flockigen, stimmungsvollen Drive, der allerdings noch überzeugender ausgefallen wäre, hätte man den Italiener Castellitto nicht mit einer so glatten, korrekten deutschen Synchronstimmer ausgestattet. Ein Paolo Conte mit einem Song im Soundtrack reicht da nicht ganz für die Atmosphäre der Italianita. Trotzdem macht es Spaß, Martha-Martina Gedeck zuzusehen und mit ihr die Liebe zum Kochen und dann auch zum Leben zu erfahren. fh.

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