Nicolas Cage Poster

Nicolas Cage kündigt Karriere-Ende als Schauspieler an

Marek Bang  

1995 hopste Nicolas Cage mit einem Bier in einen abgeranzten Hotel-Pool und exte sein Lebenselixier in wenigen Sekunden. Seine Performance als lebensmüder Alkoholiker in „Leaving Las Vegas“ brachte ihm den Oscar und prophezeite dem Schauspieler eine große Karriere. Doch es kam bekanntlich anders. Jetzt denkt Nicolas Cage ans Aufhören.

Nicolas Cage hat eine der bemerkenswertesten Karrieren Hollywoods hinter sich. Nach starkem Start wie der herrlichen Coen-Brüder-Komödie „Arizona Junior“ zählte der Neffe von Francis Ford Coppola in den frühen 1990er Jahren zu der ersten Riege Hollywoods. Doch schon damals gerieten einige Darbietungen einen Tick zu überdreht. (Wir verweisen hier mal auf den Action-Krawall von „Con Air“). Dann pfiff der gute Mann auf die gute Kinderstube und begann, sich genüsslich im Trash des so absurden wie meist günstig hergestellten B-Films zu suhlen.

Heute zieren zahlreiche Nicolas-Cage-Parodien das Internet und der Schauspieler selbst pflegt sein Image als König des grellen Overactings in Filmen wie „Duell der Magier“ oder „Army Of One – Ein Mann auf göttlicher Mission“. Das mag manchem Fan traurig erscheinen, andere wiederum feiern den Vielfilmer als wäre er ein zweiter Chuck Norris. Die Party neigt sich nun ihrem Ende, denn Nicolas Cage will nur noch drei bis vier weitere Jahre vor der Kamera stehen.

Nicolas Cage will Regisseur werden

Während der Pressetour zu seinem neuen Film „Primal“ gastierte Nicolas Cage in Puerto Rico und ließ auf einer Pressekonferenz die Katze aus dem Sack. (Im Video ab Minute 01:50, Quelle: elnuevodia.com) So wolle er sich bald nur noch als Produzent betätigen sowie Regie führen. Passenderweise ist der Schauspieler Eigentümer der Produktionsfirma Saturn Films, sodass seine Karrierepläne ohne Probleme realisiert werden können. Bislang ist Cage übrigens nur einmal als Regisseur in Erscheinung getreten. 2002 drehte er das wenig beachtete Drama „Sonny“.

Überschätzt: Diese Film-Hits haben die schlechtesten Fan-Bewertungen

Auch wenn viele neuere Filme mit Nicolas Cage eher unfreiwillig amüsant gerieten, so sei an dieser Stelle auch daran erinnert, welch genialer Schauspieler der Mann sein konnte, wenn er denn den passenden Stoff zur Verfügung hatte. Neben „Leaving Las Vegas“ empfehlen wir an dieser Stelle ausdrücklich Spike Jonzes „Adaption“ aus dem Jahr 2002.

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