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„Vikings“ Ende: Abschied für immer leicht gemacht

Author: Kristina KielblockKristina Kielblock |

© MGM / 20th Century Fox / History

Eine großartige Serie hat ihr Finale bekommen. Als Fan war dies ein Moment zum Fürchten, aber die letzten Folgen machten uns den Abschied dann nicht allzu schwer.

Wer bei „Vikings“ nicht auf dem aktuellen Stand ist und keine Spoiler mag, sollte sich von diesem Artikel fernhalten und vielleicht lieber dieses Video über weitere empfehlenswerte Serien auf Amazon anschauen:

  Achtung: Es folgen Spoiler auf die sechste Staffel und die Serie „Vikings“ 

Faszinierend, diese große Halle in Asgard, genannt Walhalla, in der sich die toten Krieger*innen nach ihren letzten Heldentaten versammeln. Auch die Serie „Vikings“ hat zahlreiche Figuren dorthin ziehen lassen, allen voran der schwer vermisste Ragnar in der vierten Staffel.

Michael Hirst sagte schon damals, er habe ein bestimmtes Ende für die Serie im Kopf und das Ende nach der sechsten Staffel ist daher keine Absetzung, sondern ein einvernehmlicher und von langer Hand geplanter Schluss.

Vorbei ist die Neuerzählung alter nordischer Sagen und Mythen damit aber noch lange nicht, denn von ebenso langer Hand ist auch ein Spin-off geplant, dass ungefähr 100 Jahre nach dem Ende von „Vikings“ angesiedelt ist. Der Titel soll „Valhalla“ sein, was vielen die Hoffnung gab, wir reisen ins besagte Asgard, können die zwölf Paläste bewundern, in der großen Halle mit den Göttern speisen und endlich Ragnar und die anderen Verflossenen wiedersehen. Das ist nicht der Fall, in „Valhalla“ wird es um eine andere Generation berühmter Wikinger gehen, zum Beispiel um Leif Eriksson.

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Das Ende von „Vikings“: Mit diesem Finale müssen wir leben

Eine echte Enttäuschung ist das Vikings-Ende nicht, aber auch nicht der furiose Abschied, den sich vielleicht manch einer gewünscht hätte. Insgesamt gab es wenig Überraschungen und einige neue Figuren wie die Hexe Ingrid, die zu blass blieben, als dass man sie noch länger vermissen könnte.

Die größte Überraschung

Der überraschendste Twist im Finale ist vielleicht, dass Hvitserk doch noch etwas aus seinem Leben gemacht hat. Statt in der Schlacht zu sterben oder im Drogensumpf zu versinken, hat er sich taufen lassen und wahrscheinlich noch eine große Zukunft im Wohlstand in England vor sich.

Der großartigste Moment

Ubbe und Torvi haben es nach Island geschafft, aber das Leben dort ist beschwerlich. Kjetill beansprucht die Führung und hat nach wie vor starke Tendenzen zu Gewaltausbrüchen. Es kommt zum Streit um einen Wal, den er zu teilen nur bedingt bereit ist. Der Kampf um die Nahrung sorgt erneut für Tote und lässt die anderen auf die Boote flüchten und das Weite suchen. Othere hatte ja dieses neue, fruchtbare Land erwähnt. Wie allerdings Kjetill während der Flucht seiner ehemaligen Mitstreiter auf seinem Wal wütet, ist großartig anzuschauen. Der wahre Kjetill hatte den Spitznamen Flachnase und war König der Inseln im 9. Jahrhundert.

Der schönste Augenblick

Was ist mit Floki? Je näher das Ende der letzten Staffel rückte, umso mehr stellte sich Nervosität ein, ob wirklich über Flokis Schicksal nichts mehr gezeigt wird. Vielleicht ist deshalb der Moment so schön, wenn wir verstehen, dass dieses sonderbare Baumhaus in Kanada dem besten Bootsbauer der Welt gehört. Vielleicht ist es aber auch die Erinnerung an die ersten Staffeln, in denen Floki und Ragnar ein unschlagbares Team waren, die diese Szenen am Ende der Serie so anheimelnd machen.

Olegs Ende

Wir hatten nicht erwartet, dass es Ivar, Igor und Katia gelingt, Oleg übers Ohr zu hauen und zu flüchten. Dennoch, es hat geklappt und war noch nicht mal brenzlig. Eine interessante Theorie eines Fans besagt, dass Igor, Oleg und Ivar symbolisch eine Person repräsentieren. Nämlich Ivar in verschiedenen Stadien seines Lebens. Die kindliche Unschuld in der Vergangenheit und der selbstsüchtige, skrupellose Machthungrige Oleg. Ivar steht an einem Scheideweg in seinem Leben und kann mit Igor in seine Vergangenheit und mit Oleg in seine Zukunft schauen. Er entscheidet sich für das Kind, bringt es nach Hause und animiert es letztlich sogar, Oleg zu töten.

Die Söhne Ragnars

Björn hat wahrhaft bis zum Schluss gekämpft, mehr ging nicht. Ivar suchte ebenfalls den Tod in der Schlacht. Ubbe kann ein Entdeckerleben auf der anderen Seite des Globus entfalten und Hvitserk wie Rollo von seiner christlichen Taufe und englischem Landbesitz profitieren.

Fazit

Die sechste Staffel ist ein würdiger Abschluss einer wunderbaren Serie, aber gerade die letzten zehn Folgen sind eben wirklich vor allem ein Abschluss. Eigentlich wird nichts mehr erzählt, sondern Handlungsstränge und Figuren zu Ende gebracht. Teilweise wurden auch neue Figuren eingeführt, die nicht mehr wirklich Bedeutung erlangten, wie zum Beispiel Kattegats neue Königin Ingrid.

Gunnhild, die ein sehr tragisches Ende nimmt, spricht davon, dass das Goldene Zeitalter der Wikinger beendet ist. Dass ist aber zu dieser Zeit noch nicht wirklich der Fall. 911 gründet Rollo erst die Normandie, 983 besiedelt Erik der Rote Grönland und 1016 errichtet Knut der Große sein Nordseereich. Die Historiker sehen das Ende der Wikingerzeit im Jahre 1066 mit der Zerstörung Haithabus durch die Wenden gekommen. Dinge, von denen das geplante Vikings-Spin-off vielleicht erzählt?

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