Am 7. Oktober lief die erste Folge der 10. Staffel von „The Walking Dead“ auf Fox Deutschland. Darin sorgt ein abstürzender Satellit für einen Großbrand. Doch ist das Szenario überhaupt realistisch?

– Achtung: Der Artikel enthält Spoiler zur Handlung der ersten Folge –

Die diesjährige Auftaktfolge „Überschrittene Grenzen“ bietet alles, was das „The Walking Dead“-Fanherz begehrt: Viele toll getrickste Zombies (dank der Regie von Maskenbildner-Urgestein Greg Nicotero), jede Menge Actionszenen und als Sahnehäubchen ein paar großartige Dialoge zwischen Carol (Melissa McBride) und Daryl (Norman Reedus). Im Zentrum der episodenhaften Erzählung steht ein russischer Satellit, der vom Himmel stürzt und einen gefährlichen Waldbrand auslöst. Wir haben uns auf Spurensuche begeben und klären, ob das Ganze so passieren könnte.

Können Satelliten wirklich abstürzen?

Das können sie tatsächlich! Um die Erdanziehungskraft auszugleichen, rasen Satelliten zwar in etwa 600 Kilometern Höhe mit einer Geschwindigkeit von rund 28.000 km/h um die Erde, ganz ohne störende Einflüsse sind sie dort aber nicht. Auf Bahnen unterhalb von etwa tausend Kilometern kommt es nämlich noch zur Reibung mit der Erdatmosphäre, auch wenn die Teilchendichte so weit oben schon sehr gering ist. Dadurch verliert der Satellit an Energie und sackt nach und nach in eine niedrigere Umlaufbahn ab.

Dazu kommen Einflüsse durch den Mond, die Sonne, die größten Planeten unseres Sonnensystems sowie die nicht ganz perfekte Kugelform der Erde. Um einem Absturz entgegenzuwirken, besitzen Satelliten Korrekturdüsen, mit denen sie wieder in ihre ideale Umlaufbahn gehoben werden können. Da man in der Zombie-verseuchten Welt von „The Walking Dead“ allerdings größere Probleme hat, als sich um seine Satelliten zu kümmern, könnten die ersten von ihnen tatsächlich nach etwa 10 Jahren auf die Erde krachen.

Kann ein abstürzender Satellit Schaden anrichten?

Auch dies ist durchaus möglich. So stürzte beispielsweise 2011 der ausgediente deutsche Röntgensatellit Rosat unkontrolliert ab und hätte dabei beinahe die chinesische Hauptstadt Peking getroffen. Letztendlich plumpste er aber in den Golf von Bengalen und hinterließ keine Schäden. Bei einem Gewicht von über zwei Tonnen kann ein Satellit nicht vollständig verglühen und rast mit gut 400 km/h als brennendes Wrack zu Boden. Da ist ein Waldbrand wie in der Serie absolut plausibel. Mittlerweile setzt man in der Raumfahrt eher Werkstoffe mit geringer Schmelztemperatur wie etwa Aluminium ein, die in der Erdatmosphäre vollständig verglühen.

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Sind Satelliten radioaktiv?

Als Eugene (Josh McDermitt) nach den Löscharbeiten den Satelliten bergen möchte, fragt ihn Luke (Dan Fogler), was denn mit der radioaktiven Strahlung sei – was Eugene zu einem seiner eigensinnigen Monologe hinreißt. Lukes Bedenken sind in diesem Punkt nicht ganz unberechtigt. 1978 stürzte ein russischer Spionagesatellit mit einem Kernreaktor über menschenleerem Gebiet in Kanada ab. Die Sanierung des verseuchten Areals kostete mehrere Millionen Dollar – harmlos war das Ganze also nicht.

Bei dem in der Auftaktfolge gezeigten Modell scheint es sich aber eher um einen Kommunikationssatelliten des Typs Molniya-3K zu handeln. Dessen Energieversorgung übernehmen die Solarzellenausleger, ein Reaktorkern ist dabei nicht notwendig. Doch was ist mit der kosmischen Hintergrundstrahlung? Auch die hat wenig Einfluss auf einen Satelliten, da sich dessen Umlaufbahn unterhalb des sogenannten Van Allen Strahlungsgürtels befindet. Dort schützt das Magnetfeld der Erde vor einem großen Teil der radioaktiven Strahlung aus dem All. Wie Eugene also richtig feststellt: Strahlung ist durchaus vorhanden, der Zombievirus in ihnen allen ist aber weitaus tödlicher.

In Deutschland laufen die neuen Folgen von Staffel 10 immer montags auf dem Pay-TV-Sender Fox in der deutschen Synchronisation. Fox könnt ihr hierzulande unter anderem bei  und beim Streamingdienst  empfangen. Neukunden bezahlen beim Streaming-Portal für den ersten Monat nur 4,99 Euro. Hier findet ihr alle Infos zu „The Walking Dead“ im Stream.

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