The Walking Dead Poster

Nach sechs Jahren: „The Walking Dead“ überrascht mit rührender Anspielung auf Carols tote Tochter

Susan Engels  

Die 8. Staffel der gefeierten Zombie-Mär „The Walking Dead“ läuft noch nicht lange. Trotzdem haben die Macher der AMC-Serie auch in der aktuellen Season schon das ein oder andere Easter Egg und Hommagen an bereits verstorbene Serienfiguren, sogenannte „Callbacks“, versteckt. In der neuesten Episode „Der König, die Witwe und Rick“ gedachten die Showrunner einer ganz besonderen Figur, die in der zweiten Staffel als eines der jüngsten Opfer der „Walker“ ihr Leben lassen musste.

Die neueste Folge von „The Walking Dead“ überraschte ihre Fans mit einem Easter Egg, das auf ein tragisches Ereignis weit in der Vergangenheit der Zombieserie zurückgreift: In der zweiten Staffel starb Carols Tochter Sophia durch einen Kopfschuss von Rick, nachdem sie von einem Walker gebissen wurde. Lange Zeit hatten Carol (Melissa McBridge) und Ricks Truppe die verloren geglaubte Tochter in den Wäldern gesucht – vergeblich, wie sich am Ende zeigte. Denn Sophia wurde schon  kurz nach ihrem Verschwinden von einem Zombie gebissen und fristete ihr restliches Dasein zusammen mit anderen Untoten unbemerkt in Hershels Scheune. Als Shane (Jon Bernthal) das Scheunentor gewaltsam öffnete und Sophia zusammen mit den anderen Zombies herauswankte, war Carol zutiefst bestürzt, denn sie wusste, dass das Schicksal ihrer Tochter damit längst besiegelt war. Auch wenn es sich bei dem aktuellen Callback weder um einen Flashback, noch um eine Traumsequenz handelt, dürfte treuen Fans die rührende Hommage an Sophias Charakter nicht entgangen sein:

Mit Henry, einem kleinen verwaisten Jungen, der sich an Carols Fersen heftet, ist den TWD-Machern eine clevere Verbindung gelungen: Der kleine Junge wird von Macsen Lintz verkörpert, der im echten Leben der Bruder von „Sophia“-Darstellerin Madison Lintz ist. Zu ihm sagt Carol: „Do you know what happens to kids when they go wandering around in the woods? They never get seen again, and if they do, they're monsters.“ Damit bezieht sie sich auf das Schicksal ihrer getöteten Tochter Sophia, die erst im Wald verloren ging und anschließend als Zombie zurückkehrte.

„Sophia“-Darstellerin Madison Lintz zeigt sich gerührt

Im Interview mit der Huffington Post zeigte sich Madison Lintz gerührt über diese kleine Hommage an ihre Serienfigur: „I was just really touched that they're still tying back to my character who was all the way back in Season 2“. Die Freude und Rührung der Darstellerin ist absolut verständlich, schließlich hat sich Showrunner Scott M. Gimple nach immerhin sechs Jahren dazu entschieden, die Fans durch Carols Satz an Sophias Charakter und ihr tragisches Schicksal zu erinnern und dabei den Bruder der Schauspielerin zu involvieren. 

10 Easter Eggs, die sich in „The Walking Dead“ verstecken

Selbst wenn Madison Lintz in der Serie vergleichsweise kurz zu sehen war, so warf das Verschwinden von Sophia ein großes Rätsel bei den Zuschauern auf. Umso stärker dürfte der kleine „Throwback“ die TWD-Fangemeinde gefreut und gleichzeitig an die frühen Staffeln der Zombie-Serie erinnert haben. Zudem hat Carol nach Sophias Tod eine beachtliche Charakterentwicklung hingelegt: Sie wurde von einer unterdrückten Ehefrau zu einer gefürchteten und selbstbewussten Kämpferin – und dennoch zeigt die letzte Folge, dass das Schicksal ihrer Tochter noch immer tief in ihr verankert ist.