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„Tatort: Der Tod der Anderen“ (Folge 1152): Kritik

Author: Marek BangMarek Bang |

© WDR / Thomas Kost

Nach dem betrüblichen Weimarer Neujahrs-„Tatort“ und der darauffolgenden Zwangspause startete Deutschlands beliebtester Krimi mit den Urgesteinen Ballauf und Schenk ins reguläre Programm. Ob ihr 80. Fall überzeugen kann, erfahrt ihr in Mareks Kritik zur Kölner Episode „Der Tod der Anderen“.

Welche Kommissare ermitteln im „Tatort“„Der Tod der Anderen“?

Nachdem die ARD in der vergangenen Woche auf das Krimi-Experiment „Ferdinand von Schirach: Feinde“ setzte, ist für alle, die den gewohnten „Tatort“ vermisst haben, die Welt wieder in Ordnung. Dafür dürfte allein schon die Ankündigung gesorgt haben, dass diesmal die Urgesteine Freddy Schenk (Dietmar Bär) und Max Ballauf (Klaus J. Behrendt) das kölsche Zepter in die Hand nehmen.

Wer sich mit den Experimenten eines Felix Murot schwer tut, zu viel nackte Haut am Sonntagabend irritierend findet und sich nicht bei jedem Münsteraner Schenkelklopfer vor Lachen vom Sofa kullern mag, der liegt am Rhein meist goldrichtig. 79 Fälle haben die Routiniers bereits auf dem Buckel, die meisten lösten sie souverän, schnörkellos und vor allem ohne größere Verspieltheiten.

Ein Oldtimer aus der Asservatenkammer als Dienstfahrzeug und ein Kölsch aus dem Kühlschrank der Wurstbraterei reichten den bodenständigen Kommissaren in der Regel aus, um ihr Publikum gebührend zu unterhalten. Auch wenn in ihrem 80. Dienstjubiläum ausgerechnet diese beiden Herzstücke fehlen, so reiht sich auch „Der Tod der Anderen“ wohltuend ins gediegene Portfolio ein.

Ballauf und Schenk dürfen in unserem Video der 11 beliebtesten „Tatort“-Kommissare natürlich nicht fehlen.

Worum geht es im „Tatort“„Der Tod der Anderen“?

Kurz nachdem Kathrin Kampe ihr profanes Bier mit dem edelsten Tropfen aus dem hoteleigenen Weinkeller heruntersgespült hat, baumelt ihre Leiche von der Zimmerdecke. Wenig deutet auf einen Suizid hin, zumal ihr Körper gefesselt und ihr Mund mit einem Klebeband verschlossen wurde.

Schnell gerät die Hotelbesitzerin Bettina Mai (Ulrike Krumbiegel) unter Mordverdacht, gleich mehrere Spuren deuten auf sie als Täterin hin. Der Fall scheint gelöst, doch bei ihrer Verhaftung dreht die kampferprobte Dame den Spieß um. Nachdem sie Kriminaloberkommissar Jütte in ein Kellerverließ sperren konnte, nimmt sie Freddy Schenk als Geisel. Sie fordert den Kommissar auf, mit ihr den wahren Täter zu stellen, nur dann wird sie ihm den Aufenthaltsort seines Assistenten verraten. Es beginnt eine ungewöhnliche Zusammenarbeit wider Willen, von der Max Ballauf nichts wissen darf. Der wird natürlich misstrauisch…

Mareks „Tatort“-Kritik: Packende Unterhaltung trotz kleiner Macken

Der Kölner Jubiläums-„Tatort“ fackelt nicht lange und präsentiert uns seine erlesenen Gäste gleich zu Beginn des Krimis. Zwischen teuren Drinks und kulinarischen Extravaganzen belauern sich alle Akteure, die in den folgenden 90 Minuten aufeinandertreffen werden. Verkörpert werden sie von bekannten Gesichtern, die wir schon des Öfteren am Sonntagabend bestaunen durften.

Sie alle überragt einmal mehr die famos aufspielende Ulrike Krumbiegel, die als Femme Fatale eine so ungewohnte wie reizvolle Allianz mit Freddy Schenk eingehen darf. Die Chemie zwischen ihr und Dietmar Bär stimmt und bildet das Herzstück eines über weite Strecken straff erzählten „Tatorts“, der von Routinier Torsten C. Fischer gewohnt souverän in Szene gesetzt wurde.

Dass sich ausgerechnet der erfahrene Schenk bei der Verhaftung der Hauptverdächtigen erstaunlich naiv anstellt, stört das Fest zum Glück nur kurz. Für größere Irritationen dürfte eher die recht drastisch gezeichnete Misere seines Assistenten Jütte sorgen, dessen Drömmeligkeit zu einigen überraschend blutigen Szenen führt, die nicht so recht ins feierliche Gesamtpaket passen wollen. Da der Rest des Büffets aber über genügend Köstlichkeiten verfügt, ist auch diese Delle zu verschmerzen und der Gratulation zum Achtzigsten steht nichts im Wege.

Die „Tatort“-Episode „Der Tod der Anderen“ wurde am Sonntag, dem 10. Januar 2021 um 20:15 Uhr in der ARD ausgestrahlt und ist danach für sechs Monate in der Mediathek als Wiederholung im Stream verfügbar. Diese Woche geht es nach Stuttgart zu den Kommissaren Lannert und Bootz und der sehenswerten Episode „Das ist unser Haus“.

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