Wie Terminator-Schöpfer James Cameron in einem Interview verriet, soll „Terminator: Dark Fate“ als Startpunkt für eine neue Trilogie dienen. Und dafür habe er sich die Filme nach „Terminator 2 – Tag der Abrechnung“ ganz genau angesehen.

Ja, diese Ankündigung dürfte aufmerksamen Kinogängern mehr als bekannt vorkommen: Der Anfang einer neuen Trilogie. Das hat man 2009 bei „Terminator: Die Erlösung“ gehört, das hat man 2015 bei „Terminator: Genisys“ gehört. Jedes Mal hieß es, die jeweilige Filme sollten erst der Anfang einer neuen Trilogie werden. Und jedes Mal floppten sie sowohl bei Kritikern als auch beim Publikum. Mit den Flops wurden die Pläne gleich mit begraben.

Aber diese Ankündigung kommt jetzt von niemand Geringerem als James Cameron höchstselbst, dem Schöpfer der Sci-Fi-Kultreihe. Dennoch: Haben die vorherigen Flops der Reihe eventuell nicht schon zu sehr geschadet, als dass die bloße Rückkehr von James Cameron hinter und Linda Hamilton als Sarah Connor vor der Kamera einen entscheidenden Unterschied ausmachen kann?

Tatsächlich diente dieser extensive Handlungsbogen auch dazu, Hamilton überhaupt erst davon zu überzeugen, nochmal als Actionheldin zurückzukehren: „Wir haben Wochen damit verbracht, uns eine Geschichte auszudenken und uns überlegt, was wir für eine erzählen wollten, damit wir etwas hatten, das wir Linda Hamilton vorstellen konnten“, so Cameron in einem Interview mit Deadline. „Wir haben also unsere Ärmel hochgekrempelt und damit begonnen, die Handlung herauszumeißeln. Und als wir etwas Greifbares hatten, blickten wir auf eine Geschichte über drei Filme; es gibt also eine weitaus größere Geschichte zu erzählen. Wenn wir das Glück haben, genug Geld mit ‚Dark Fate‘ zu machen, wissen wir genau, wohin die Reise mit den weiteren Filmen führen wird.“

Den Vorschlag, alle Filme ab „Terminator 3: Rebellion der Maschinen“ zu ignorieren und direkt wieder bei „Terminator 2“ zu beginnen, kam dabei von Skydances David Ellison. Ein Vorschlag, der Cameron zusagte, denn alle Filme nach T2 hatten seiner Meinung nach eines gemeinsam: „Etwas, was nach dem Betrachten der nachfolgenden Filme offensichtlich wurde, war, dass wir alles zurück zu den Ursprüngen bringen mussten, um es zu vermeiden, die Dinge allzu komplex zu gestalten; und wir mussten Geschichten vermeiden, die dauernd in der Zeit vor und zurückspringen.“ Genau deshalb spielt die Geschichte von „Terminator: Dark Fate“ über gerade mal zwei Tage.

Cameron gibt allerdings zu, dass das Drehbuch bei Drehstart nicht unbedingt seinen Ansprüchen genügte, aber das gesamte Projekt befand sich in einem so positiven Momentum, dass er das Drehbuch dann während der Dreharbeiten ständig weiterentwickelte. „Manchmal habe ich die Seiten einen Tag vor dem Dreh der betreffenden Szene herausgegeben. Ich bin mir nicht zu 100 Prozent sicher, ob das hilfreich war, aber ich habe die Charaktere genau dahin gesteuert und gelotst, wo sie sein sollten.“

Und wo er die Story definitiv angesiedelt haben wollte, war im Bereich eines R-Rating (FSK: 16), um der Reihe gerecht zu werden. Zunächst bestand zwar der Plan, die Szenen einmal komplett entfesselt und einmal mit heruntergeschraubter Gewalt zu drehen, aber schnell war klar: „‘Zum Teufel damit‘, sagten wir uns, ‚das ist Zeitverschwendung.‘ Ich denke, der allgemeine Gedanke war, dass jeder den Ton und das Gefühl der ersten beiden Filme einfangen wollte, was mir sehr schmeichelte“, so der Altmeister.

Cameron, der sich als Regisseur nur noch auf seine „Avatar“-Filme konzentrieren will, fand in Tim Miller („Deadpool“) den geeigneten Regisseur für die direkte Fortsetzung zu T2. Und er legte ihm keine Fesseln auf: „Wenn man meinem Verständnis nach einen erwachsenen Filmemacher gefunden hat, der weiß, was zu tun ist, dann überlässt man ihm die volle Kontrolle.“

Diese Einstellung zusammen mit der Rückkehr von Arnold Schwarzenegger („True Lies – Wahre Lügen“), Linda Hamilton („Dante‘s Peak“) und sogar Edward Furlong („American History X“) dürfte eventuell den Ausschlag an den Kinokassen geben, wenn „Terminator: Dark Fate“ am 24. Oktober 2019 in den deutschen Kinos startet.

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Spielt Arnold Schwarzenegger etwa einen Menschen in „Terminator: Dark Fate“?

Dass Arnold Schwarzenegger wieder dabei ist, war eigentlich so sicher wie das Amen in der Kirche. Immerhin hat er – wenn auch einmal nur als CGI-Gast – bislang noch in jedem Film eine Rolle gespielt. Bleibt nur die Frage, ob er auch dieses Mal einen Terminator verkörpern wird. Regisseur Tim Miller hatte zuvor allerdings bereits angekündigt, dass das Publikum nicht bereit sein würde für das, was aus Schwarzenegger in „Dark Fate“ geworden sei: „Einfach, weil es so anders ist.“

Da Miller andeutet, dass Schwarzeneggers Rolle gänzlich anders sein wird als in den bisherigen Filmen – und in „Terminator: Genisys“ spielte er bereits einen menschlich gealterten Terminator mit einem gewissen Sinn für Empathie – könnte das bedeuten, dass er in „Dark Fate“ eventuell gar keinen Terminator spielt, sondern die menschliche Vorlage für den T-800. Im Trailer sagt Sarah Connor, dass sie ihn töten würde, sobald alles überstanden sei, woraufhin er entgegnet: „Ich verstehe.“ Vielleicht, weil er weiß, welches Leid er über die Menschheit gebracht hat. Das muss immerhin auch nicht bedeuten, dass Schwarzenegger keine Doppelrolle spielen kann: einmal Carl und einmal den guten alten T-800.

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