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Video verrät jetzt: So hätte „Star Wars 9“ eigentlich werden sollen

Author: Andreas EngelhardtAndreas Engelhardt |

© Disney

Der große Abschluss der Skywalker-Saga sollte eigentlich völlig anders aussehen und wie, das zeigt uns jetzt ein neues Video.

Vor einiger Zeit veröffentlichte der YouTuber Robert Meyer Brunett über seinen Kanal das ursprüngliche Drehbuch für die neunte „Star Wars“-Episode. Diese Version wurde seinerzeit noch von Colin Trevorrow („Jurassic World“) verfasst, der den Film letztlich an „Star Wars 7“-Regisseur J.J. Abrams abtrat, der anschließend „Der Aufstieg Skywalkers“ inszenierte und zudem am Drehbuch beteiligt war.

Trevorrows Drehbuch unterscheidet sich deutlich von der Version, die wir im Kino zu sehen bekamen und sowohl Collider als auch The Playlist bestätigten unabhängig voneinander, dass es sich bei dem Leak um das Original handelt. Wie dies filmisch ausgesehen hätte, zeigt uns jetzt ein YouTube-Video, dass die ursprüngliche Vision zusammengefasst und mit einem Augenzwinkern animiert hat:

Wer des Englischen nicht mächtig ist, muss aber nicht verzweifeln: Wir haben das Original-Drehbuch für euch zusammengefasst.

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Kein Palpatine, andere Eltern für Rey: So anders war der erste „Star Wars 9“-Entwurf

Der Abschluss der Skywalker-Saga sollte bei Trevorrow den Titel „Duel of the Fates“ (in Deutsch wörtlich: „Duell der Schicksale“) tragen, in Anlehnung an das grandiose gleichnamige „Star Wars“-Lied von John Williams aus „Episode 1: Die dunkle Bedrohung“. Das Drehbuch stammt angeblich vom 16. Dezember 2016, elf Tage bevor Carrie Fisher plötzlich verstarb.

Alle Unterschiede können wir hier schlecht aufführen, da es ,gelinde gesagt, den Rahmen sprengen würde. Das Video selbst erstreckt sich immerhin über zwei Stunden. Bei Reddit findet sich eine englische Zusammenfassung. Wir geben euch die wichtigsten Punkte wieder:

  • Die Erste Ordnung hat die Verbindung zwischen allen Planeten unterbrochen, um eine drohende Rebellion zu verhindern, die durch Luke Skywalkers Opfer in „Die letzten Jedi“ inspiriert wurde.
  • Der Widerstand versucht, die Kommunikation zu Verbündeten wieder aufzubauen und infiltriert dafür im Laufe des Films Coruscant. Unter dem Jedi-Tempel auf dem Planeten befindet sich ein altes Kommunikationssystem, das die Erste Ordnung nicht blockieren kann. Im Vergleich zu der Prequel-Trilogie hat sich Coruscant deutlich verändert. Der Planet wird von der Ersten Ordnung kontrolliert, der Großteil der Bevölkerung schlägt sich als Plünderer durch. General Hux hat dort als Kanzler das Sagen.
  • Finn, C-3PO, R2D2 und Rose – die eine viel größere Rolle in dieser Version spielt – führen die Mission auf Coruscant durch und nehmen erfolgreich Kontakt mit Verbündeten auf. Dadurch entbrennt am Ende des Films eine gewaltige Schlacht auf Coruscant, sowohl im Weltall als auch am Boden. Finn rekrutiert abtrünnige Stormtrooper und führt sie in den Kampf, zudem starten er und die Droiden erfolgreich einen Aufstand der Bevölkerung gegen die Erste Ordnung. In diesem Finale des Films gewinnt letztlich der Widerstand und die Erste Ordnung wird zerschlagen.
  • Kylo Ren hat sich zu Beginn des Films auf dem Lavaplaneten Mustafar zurückgezogen und lebt im Tempel von Darth Vader. Der Machtgeist von Luke „verfolgt“ Kylo und versucht, ihn wieder auf die gute Seite zu ziehen, was jedoch nicht erfolgreich ist.
  • Kylo Ren findet auf Mustafar ein altes Sith-Artefakt, das ihn zu Tor Valum führt, dem Sith-Lehrmeister von Palpatine. Bei Tor Valum geht Kylo Ren in die Lehre und kämpft unter anderem gegen eine Vision von Darth Vader (eine Anspielung an die Höhlen-Szene auf Dagobah aus „Das Imperium schlägt zurück“). Das brutale Duell verliert er allerdings.
  • Rey hatte vor Beginn des Films ein doppelseitiges-Lichtschwert gebaut, das sie aus ihrem Stab und Lukes Lichtschwert zusammengesetzt hat. Nachdem sie Finn und Rose am Anfang hilft, einen Sternenzerstörer samt etlicher Waffen von der Ersten Ordnung zu stehlen, setzt sie ihr Training fort. Dabei erscheint ihr ebenfalls Luke als Machtgeist und dient ihr als Lehrmeister.
  • Rey trifft jedoch eine fundamentale Erkenntnis: Sie hinterfragt die vielzitierte Balance der Macht, da die Helle Seite die Dunkle unterdrückt und umgekehrt. Dieser Kreislauf würde sich ewig wiederholen. Rey behauptet deswegen auch, kein Jedi zu sein. Leia bestätigt dies und meint, Rey sei etwas Neues und solle ihren eigenen Weg gehen.
  • Kylo Ren kommt ebenfalls zu diesem radikalen Schluss und die beiden führen damit ihren Gedanken aus „Die letzten Jedi“, die klare Trennung zwischen Sith und Jedi über Bord zu werfen, fort. Allerdings will Kylo Ren dies deutlich radikaler tun und alles Bisherige vernichten, während Rey vielmehr darum bemüht ist, eine ausgeglichenere, bessere Interpretation der Macht aufzubauen.
  • Die beiden treffen schließlich auf dem mystischen Planeten Mortis aufeinander. Während ihres Duells wird klar, dass Kylo Ren die Eltern von Rey auf Snokes Befehl hin tötete. Sie sind allerdings weiterhin niemand, Rey stammt in dieser Version nicht von Palpatine ab.
  • Beim finalen Kampf zwischen Rey und Kylo Ren erscheinen die Machtgeister von Luke, Yoda und Obi-Wan Kenobi. Die drei versuchen gemeinsam, Kylo Ren zu bekehren, doch seine Zerstörungswut ist zu stark. Am Ende der Auseinandersetzung wird er „ausgelöscht“.
  • In der letzten Szene des Films bringen Finn und Rose zahlreiche machtsensitive Kinder der Galaxis zu Rey. Unter ihnen ist auch der Besen-Junge, den wir in der letzten Einstellung von „Die letzten Jedi“ gesehen haben. Rey übernimmt anschließend das Training der nächsten Generation.

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„Star Wars 9“: 33 Easter Eggs, die ihr vielleicht in „Der Aufstieg Skywalkers“ verpasst habt

Im Drehbuch von Colin Trevorrow taucht Palpatine also nur als Randnotiz und nicht als großer Bösewicht auf. Der zentrale Konflikt bleibt bei Kylo Ren und Rey. Die Eltern von Rey sind derweil tatsächlich niemand. Finn und vor allem Rose haben deutlich mehr zu tun in dem Film und auch Luke hat als Machtgeist eine größere Rolle. Macht das die ursprüngliche Version von Trevorrow besser als „Der Aufstieg Skywalkers“? Diese Frage müsste jeder für sich selbst klären, allerdings wird das dezent erschwert. Wenn ein Film die Stufen vom Drehbuch zum fertigen Produkt durchläuft, ändert sich in der Regel einiges. Zumal manches, was auf dem Papier gut aussah, auf der Leinwand letztlich doch nicht funktioniert. Es ist aber natürlich dennoch eine interessante Frage für Fans: Was wäre, wenn?

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