"Spider-Man": So hätte der Film vom "Avatar"-Regisseur ausgesehen

Author: Philipp SchleinigPhilipp Schleinig |

Spider-Man Poster

Dass der „Avatar“-Regisseur James Cameron in den frühen 1990er Jahren mal einen Superhelden-Film plante, ist vielleicht schon dem ein oder anderen Film-Fan bekannt gewesen. Für alle anderen dürfte diese Nachricht überraschend kommen. Wir verraten euch, was es mit dem „Spider-Man“-Film auf sich hatte.

Kurz nach „Terminator 2“, allerdings noch vor seinem Durchbruch mit „Titanic“, wollte Regisseur James Cameron ausgerechnet den Superhelden „Spider-Man“ als Realverfilmung auf die Leinwand bringen. Klingt auf den ersten Blick komisch. Doch tatsächlich hatte Cameron konkrete Pläne, den Film in die Kinos zu bringen.

Dazu überredete er das Filmstudio Carolco Pictures, sich die Rechte für eine Verfilmung der „Spider-Man“-Comics zu sichern. Das Studio war schließlich bereit, Cameron das Projekt zu übergeben und garantierte ihm ein Produktionsbudget von 50 Millionen US-Dollar zu. Doch dort liegt schon der erste Fehler begraben, der uns den Cameron „Spider-Man“-Film verwehrt ließ.

Niedriges Budget, falsche Darsteller, Insolvenz - die Leiden des jungen Spider-Man

James Cameron rechnete beim Budget mit mindestens 100 Millionen US-Dollar, hat doch schon sein „Terminator 2“ so viel gekostet. Doch zu weiteren Verhandlungen konnte es gar nicht kommen, denn kurz nach der Rechteübernahme musste das Filmstudio Carolco Pictures durch Film-Flops wie „Die Piratenbraut“ Insolvenz anmelden. Die Neuverteilung bedurfte einiger Zeit, sodass Cameron mit anderen Projekten fortfuhr. Sein damaliges Wunschprojekt, „Titanic“, sollte nicht länger warten und der Rechtestreit über Spider-Man zog sich in die Länge.

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15 brutale Superheldenfilm-Szenen, die im Kino nicht gezeigt wurden

Laut damaligen Quellen hatte Cameron auch schon einige Darsteller im Kopf. Und so hätte der „Spider-Man“-Film wahrscheinlich Arnold Schwarzenegger als Doc Ock, Edward Furlong (der Junge aus „American History X“) als Peter Parker und Leonardo DiCaprio als Harry Osborne vorgesehen. Ein Cast, der mit heutigem Blick sehr merkwürdig erscheint.

Was wurde aus dem Projekt?

Viele der im ersten Drehbuch-Entwurf vorgeschlagenen Szenen von James Cameron wurden tatsächlich in Sam Raimis „Spider-Man“ mit Tobey Maguire übernommen. Andere Aspekte, etwa das Spider-Man heimlich Mary Jane beim Umziehen zuschaut, wurden gestrichen. Sony ging als Sieger im Rechtestreit hervor. Wie sich diese Geschichte entwickelte, wissen wir auch schon.

Angesichts des bahnbrechenden Erfolgs von „Titanic“ dürfte es James Cameron nicht schwer gefallen sein, das Projekt endgültig loszulassen. Heutzutage plant der Regisseur derweil vier weitere „Avatar“-Filme.

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