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In the Heights

   Kinostart: 22.07.2021

In the Heights: Verfilmung des vielfach ausgezeichneten, gleichnamigen Broadway-Musicals über die Bedeutung von Liebe, Heimat und Zusammenhalt.

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Filmhandlung und Hintergrund

Verfilmung des vielfach ausgezeichneten, gleichnamigen Broadway-Musicals über die Bedeutung von Liebe, Heimat und Zusammenhalt.

Bei den heißen lateinamerikanischen Rhythmen, die auf den Straßen der Washington Heights ertönen, vergisst man manchmal beinahe, dass man noch in New York ist, und nicht in Süd- oder Mittelamerika. Teil dieser Community ist auch Usnavi (Anthony Ramos), der hier an einer Straßenecke einen kleinen Kiosk betreibt.

Als bekannt wird, dass in den Washington Heights ein Lottoschein mit einem Gewinn von fast 100.000 US-Dollar verkauft wurde, steht das ganze Viertel Kopf. Der Traum vom großen Geld ist greifbar nahe und die Gewinnerin gibt sich schon bald zu erkennen: Es ist Usnavis Großmutter Abuela Claudia (Olga Merediz). Auch ihr Enkel bekommt etwas vom Gewinn, woraufhin Usnavi beschließt, sein Geschäft aufzugeben und in seine „Heimat“ zurückzukehren, auch wenn er die Dominikanische Republik nur noch aus frühen Kindheitserinnerungen kennt.

Ganz wohl ist ihm mit seiner Entscheidung allerdings nicht und eine dramatische Wendung regt ihn weiter zum Nachdenken an. Wird er die Heights tatsächlich verlassen oder bleibt er der Community treu?

„In the Heights“ – Hintergründe

Nach einer dreijährigen Vorlaufphase startete „In the Heights“ 2008 am Broadway und eroberte die Herzen der Zuschauer*innen im Sturm. Nicht nur das amerikanische Publikum zeigte sich begeistert, auch in Brasilien, Großbritannien, Australien, Dänemark und auf den Philippinen sorgte das Musical für minutenlange Standing-Ovations und entwickelte sich zum Exportschlager. Sowohl Kritiker*innen als auch Zuschauer*innen loben die Verbindung lateinamerikanischer Rhythmen mit modernen Rap-Einlagen von Lin-Manuel Miranda sowie die zwar klischeehaften, aber dennoch authentisch wirkenden Charaktere.

Das Stück beschäftigt sich mit vielen kleinen persönlichen Dramen der einzelnen Protagonist*innen, die verschiedenartig miteinander verwoben sind und letztendlich die große Frage aufwerfen, was Heimat eigentlich bedeutet. Auch unter der Regie von Jon M. Chu („Die Unfassbaren 2“) wird dieses zentrale Thema aufgegriffen, aber auch an starken romantischen Momenten mangelt es nicht.

„In the Heights“ – Besetzung und Kinostart

Die Hauptrolle des Usnavi de la Vega wurde mit Anthony Ramos besetzt, der nicht nur Rollen in großen Produktionen wie „A Star is Born“ und „Godzilla: King of the Monsters“ vorzuweisen hat, sondern auch jahrelange Musical-Erfahrung mitbringt. Auch die restliche Besetzung glänzte in der Vergangenheit nicht nur mit schauspielerischen Leistungen, sondern auch mit musikalischem Talent. So sehen wir neben Ramos unter anderem Corey Hawkins („Straight Outta Comtpon“), Singer-Songwriterin Leslie Grace, Jimmy Smits („Sons of Anarchy“), Stephanie Beatriz („Brooklyn Nine-Nine“), Olga Merediz, die bereits im Musical Abuela Claudia verkörperte und Sänger Marc Anthony. Auch Lin-Manuel Miranda, der an der Entwicklung und der musikalischen Gestaltung des Musicals maßgeblich beteiligt war, übernimmt eine Rolle im Film.

Bereits 2008 hatte Universal Pictures bekannt gegeben, das Musical als Film umsetzen zu wollen. Mehr als zehn Jahre später ist es endlich gelungen, das Projekt umzusetzen: „In the Heights“ sollte zunächst am 6. August 2020 in den deutschen Kinos starten. Wegen des Coronavirus verzögert sich der Start und ist nun für den 22. Juli 2021 angesetzt.

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Darsteller und Crew

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • „Wertvoll”

      FBW-Pressetext:

      Vor Verve und Lebensfreude sprühende Musicalverfilmung - wie gemacht für die große Kinoleinwand!

      In einem heißen Sommer im New Yorker Stadtteil Washington Heights erzählt die Verfilmung des preisgekrönten Broadway-Musicals von einer eingeschworenen Gemeinschaft eines multikulturellen Viertels, dessen Bewohner sich durch nichts von ihren Träumen und Hoffnungen abhalten lassen. Die mitreißend schwungvolle Mischung aus lateinamerikanischen Rhythmen und einer inspirierenden Geschichte ist perfektes Sommerkino, bei dem der Funke überspringt.

      Mit seinem ersten Musical ist Lin-Manuel Miranda (der mit HAMILTON den Broadway im Sturm eroberte) vor 15 Jahren ein preisgekrönter Überraschungs-Hit gelungen, den der Regisseur Jon M. Chu und die Drehbuchautorin Quiara Alegría Hudes nun kongenial zu einem einzigartigen filmischen Erlebnis auf die große Leinwand übertragen. Die Mischung aus lateinamerikanischen Rhythmen, hinreißend dargebotenen Balladen und jeder Menge Rap und Hip Hop reißt jeden Zuschauenden von den Sitzen. Dazu behandelt IN THE HEIGHTS auch relevante Probleme unserer Zeit: die Gentrifizierung von „angesagten“ Vierteln in einer Großstadt, die dazu führt, dass die alteingesessene Anwohnerschaft sich das Wohnen in ihrem Viertel nicht mehr leisten kann; der latente Rassismus, mit dem sich Menschen mit Migrationshintergrund konfrontiert sehen; und die Sehnsucht nach den eigenen Wurzeln der Eltern oder Großeltern, die ihre Heimat in Mexiko, Puerto Rico oder der Dominikanischen Republik hinter sich lassen mussten, um in den USA neu anzufangen. Es ist diese Sehnsucht nach Heimat und nach Identifikation, die sich in allen Szenen und in allen Musiknummern spiegelt. Chu und seine Kamerafrau Alice Brooks inszenieren die Handlung als überbordende Explosion an Farben, Licht und Bewegung. Die Darsteller*innen sprühen vor Lebendigkeit, Verve und Charme und die Figuren sind über die Maßen sympathisch gezeichnet (allen voran der Erzähler Usnavi, den Newcomer Anthony Ramos so spitzbübisch und doch grundehrlich spielt, dass man sich sicher sein kann: Hier ist ein neuer Star geboren). In der Inszenierung greift Chu Vorbilder wie Busby Berkeley und LaLa Land auf und verleiht den Tanzsequenzen etwas eigenständig Faszinierendes. Und spätestens wenn sich das ganze Viertel zu einer Party im Schwimmbad trifft, ein Stromausfall in einen Carneval mündet oder Nina und Benny durch ihren Tanz die Schwerkraft außer Kraft setzen, dann kann man sich dem Zauber dieses umwerfenden Musicals nicht mehr entziehen.

      FBW-Jugend-Filmjury:

      (www.jugend-filmjury.com)

      In dem New Yorker Viertel Washington Heights kann man keine zwei Schritte gehen, ohne jemanden zu treffen, der große Träume hat. Singend und tanzend kämpft sich der junge Usnavi durch sein Viertel und den Alltag. Unterwegs stolpert er über Vanessa, in die er schon lange verliebt ist und die statt Modedesignerin zu sein, in einem Beautysalon arbeitet und nicht weiß, wie sie ihren Traum erfüllen soll. Dann trifft er auf seinen guten Freund Benny, der bei einem Taxiunternehmen arbeitet, und bringt Claudia, der „Abuela“ (auf deutsch: Großmutter) des Blockes, ihre Einkäufe vorbei. Usnavi und seine Freunde haben alle Träume, die sie verwirklichen wollen, ohne dabei ihre latein-amerikanischen Wurzeln zu verraten. Als Nina, die Hoffnung des „barrios“ (auf deutsch: Nachbarschaft), von ihrem ersten Jahr an einer Eliteuni zurückkommt, wird sie mit offenen Armen empfangen und gefeiert. Doch inzwischen ist sie sich selbst gar nicht mehr so sicher, ob es wirklich ihr Traum ist, den sie da erfüllen soll. Irgendwie haben alle hier ein Ziel vor Augen, aber sich aus der Armut zu befreien, in der sie als Einwandererkinder dritter Generation aufgewachsen sind, erweist sich als schwierig. Mit gesättigten (sehr bunten) Farben und umwerfender Musik singen sie über ihre Probleme hinweg und erfreuen sich an den kleinen Dingen im Leben. Dieser Sommerfilm ist wundervoll farbenfroh, verbreitet eine gute Stimmung und lädt zum mitgrooven ein. Das zweieinhalbstündige Musical tanzt und springt mit überwältigend choreografierten und komponierten, groß aufgezogenen Musik- und Tanzeinlagen durch das barrio. IN THE HEIGHTS schafft es, alle Zuschauer*innen mitzunehmen. Während noch eben um Verstorbene getrauert wird, spielt im nächsten Moment wieder die Band und alle sind auf den Beinen. Trotzdem bleibt genug Raum, um sich mit den Lebensgeschichten und Gefühlswelten der Charaktere auseinanderzusetzen. Kritisch wirft das Musical dabei einen Blick auf die Situation von Migrant*innen in den Vereinigten Staaten und bespricht deren Chancenlosigkeit und häufig verwehrten Aufstiegschancen. Schauspiel, Gesang, Kameraführung und die verwendeten Effekte tragen dazu bei, dass IN THE HEIGHTS in Erinnerung bleibt. Im Unterschied zu den meisten anderen Filmen dieses Genres fügt sich die deutsche Synchronisation reibungslos mit den originalen, lediglich deutsch untertitelten Musiknummern zusammen. Berührend, aber stellenweise auch kitschig schafft der Film ein einmaliges Kinoerlebnis. Wir empfehlen diesen Film ab 10 Jahren, denn er spricht ein breites Zielpublikum an, lässt aber auch Raum, um sich gesellschaftskritisch mit den Problemen der Figuren auseinanderzusetzen. Fürs Kino gemacht, für Familien weit und breit, denn nichts ist unmöglich in den Washington Heights.

      musikalisch: 5 Sterne
      mitreißend: 4,5 Sterne
      multikulturell: 4,5 Sterne
      farbenfroh: 4,5 Sterne
      taktvoll: 4,5 Sterne

      Gesamtbewertung: 5 Sterne.

      Quelle: Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW)
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