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„I Am Legend“-Regisseur wünschte sich heute, er hätte einen völlig anderen Film gemacht

Author: Andreas EngelhardtAndreas Engelhardt |

I Am Legend Poster
© Warner

I Am Legend“ gehört heute zu einem der bekanntesten Filme der letzten Jahre. Der Endzeitstreifen spielte fast das Sechsfache seiner Kosten ein und der Wissenschaftler Robert Neville gehört noch immer zu den populärsten Rollen von Will Smith. Ausgerechnet der Macher des Ganzen würde heute allerdings vieles anders machen. Um nicht zu sagen: So ziemlich alles.

Neben drei der vier „Die Tribute von Panem“-Filmen gehört „I Am Legend“ zu den populärsten Werken von Regisseur Francis Lawrence. 2007 adaptierte er den Roman „Ich bin Legende“ von Richard Matheson. Der hatte wiederum 1954 vom vermeintlich letzten Mann auf der Welt geschrieben, einem gewissen Robert Neville.

Mit etwas Abstand scheint Lawrence heutzutage allerdings von seiner Arbeit nur bedingt überzeugt zu sein. Im Interview mit Screenrant enthüllte der Regisseur, dass er sich heute wünschen würde, an den Film völlig anders herangetreten zu sein. Seiner Meinung nach hätten die Macher einfach die Romanvorlage von Matheson adaptieren sollen. Die Zuschauer seien schließlich wegen des letzten Mannes auf Erden in die Kinos geströmt, deswegen hätte eine originalgetreue Umsetzung wohl den gleichen Umsatz erzielt.

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Auch Francis Lawrence mag das alternative Ende von „I Am Legend“ lieber

Einer der größten Kritikpunkte an „I Am Legend“ ist das Ende der Kinofassung. Viele – auch Francis Lawrence – bevorzugen das alternative Ende, da dieses die vermeintlich stumpfen Mutanten komplexer gestaltet und den Menschen als Monster darstellt.

Der Roman geht hier sogar einen Schritt weiter und Francis Lawrence glaubt, dass dem Publikum auch dieses nihilistische Ende gefallen hätte. Sogar auf die Vampire hätten die Macher seiner Ansicht nach nicht verzichten müssen.

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„I Am Legend“ hat zu viel Action, denkt heute der Regisseur

In der Vorlage stirbt die Menschheit an einer Seuche und steht anschließend als Vampire wieder auf. Robert Neville setzt sich gegen diese mit brutalen Mitteln zur Wehr, wird aber letztlich von den sogenannten „lebenden Vampiren“, die menschenähnlicher sind, überwältigt. Sie betrachten ihn als Eindringling und Monster, weswegen die neue dominierende Gesellschaft Neville zum Tode verurteilt.

„I Am Legend“ hat sich einige Freiheit von dieser Ausgangslage genommen. Damals hatten die Macher um Francis Lawrence Bedenken, ob die Zuschauer wirklich einen künstlerisch angehauchten Film über einen einsamen Mann und seinen Hund in New York sehen wollen. Deswegen packten sie sehr viel mehr Action hinein und versuchten so, ein möglichst großes Spektakel zu erschaffen. Ob dies nun besser als eine dezentere Umsetzung ist, muss letztlich jeder für sich selbst entscheiden.

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