Glass Poster

„Glass“: Unser Eindruck von den ersten 20 Minuten des Films

Marek Bang  

Im Januar 2018 erwartet uns mit „Glass“ eine ganz besondere Fortsetzung. Darin wird nicht nur die Geschichte des Mystery-Thrillers „Split“ zum Abschluss gebracht, sondern auch die von David Dunn und Elijah Price aus „Unbreakable – Unzerbrechlich“. Wir durften uns die ersten 20 Minuten des Films bereits anschauen. Wer die ersten beiden Filme noch nicht gesehen hat, beachte bitte unsere Spoiler-Warnung. 

Vor knapp zwei Jahren startete in Deutschland mit „Split“ der seinerzeit neuste Film von „The Sixth Sense“-Regisseur M. Night Shyamalan. Der für seine Twists berühmte Filmemacher enttäuschte auch hier nicht, hob sich seinen Trumpf aber bis zum Schluss auf. Nachdem sich der gesamte Film auf einen Kidnapper mit multiplen Persönlichkeiten (James McAvoy) konzentrierte, erscheint plötzlich David Dunn (Bruce Willis) im Bild und suggeriert, dass wir uns die gesamte Zeit lang einen Film angeschaut haben, der im Universum von  „Unbreakable – Unzerbrechlich spielt, Shyamalans alternativer Superheldenfilm aus dem Jahr 2000.

In „Glass“ werden sich nun die Geschichten beider Männer kreuzen, wobei natürlich auch der titelgebende Charakter Elijah Price (Samuel L. Jackson) aus „Unbreakable“ nicht fehlen wird. In den ersten 20 Minuten des Films ist von ihm allerdings nichts zu sehen. Auch die im Trailer prominent präsentierte Irrenanstalt wird erst später zum Schauplatz von „Glass“. Zunächst konzentriert sich alles auf David Dunn, der immer noch durch die nächtlichen Straßen streift und seine Unverwundbarkeit auf die Probe stellt. Entsprechend stellt sich beim Zuschauen das Gefühl ein, primär einer Fortsetzung von „Unbreakable“ beizuwohnen. Erst mit dem Auftritt von Kevin Wendell Crumb (James McAvoy) schwindet dieser Eindruck. Der Kidnapper befindet sich auf freiem Fuß und hat eine Gruppe junger Frauen in seine Gewalt gebracht. David Dunn hat davon Kenntnis und macht Jagd auf den Entführer. Es kommt zu einem Kampf, an dessen Ende wohl die Einweisung der beiden Kontrahenten steht, doch bevor es dazu kommt, endet die Vorschau bereits und der Regisseur M. Night Shyamalan betritt die Bühne des Mathäser Filmpalasts im München.

Bevor das Filmjahr 2019 beginnt, werfen wir hier einen Blick zurück auf die Highlights 2018:

Das sind die besten Filme 2018 (laut kino.de-Redaktion)

Film-Universum stand von Anfang an fest

Der Regisseur stellt sich einer moderierten Fragerunde und verrät unter anderem, dass er bereits vor der Jahrtausendwende die Figur des Kevin Wendell Crumb entwickelte und schon damals plante, die Geschichten von „Split“ und „Unbreakable – Unzerbrechlich“ miteinander zu verweben. Dann entschied er sich aber, zunächst „nur“ einen Film über David Dunn und Elijah Price zu drehen. Die Fortsetzungen waren in seinem Kopf aber bereits beschlossene Sache, sodass die späten Sequels einen langen Vorlauf hatten.

Tatsächlich ist es M. Night Shyamalan gelungen, für die Szenen mit Bruce Willis zumindest in den ersten 20 Minuten von „Glass“ eine ähnlich raue Bildsprache zu wählen wie vor 18 Jahren und somit keinen Zweifel am gemeinsamen Film-Universum aufkommen zu lassen. Es soll sich übrigens um die aufwendigsten Szenen des Films handeln, der sich in seinem Verlauf mehr und mehr zu einem Kammerspiel entwickeln wird, so der Regisseur. Nach den ersten Eindrücken von „Glass“ ist die Vorfreude darauf groß, zumal der Auftritt von Samuel L. Jackson noch bevorsteht. Sicher wird die Begegnung der vermeintlichen Superhelden noch einiges an Spannung bereithalten und womöglich zu einer neuerlichen Auflösung kommen, die in diesem Augenblick noch nicht vorstellbar ist.

„Glass“ startet am 17. Januar 2019 in unseren Kinos und verspricht schon jetzt, ein Highlight des kommenden Jahres zu werden. Wir empfehlen zum besseren Verständnis im Vorfeld eine nochmalige Sichtung der beiden Vorgänger.

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