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„Edge of Tomorrow 2“: Regisseur Doug Liman soll Whitewashing unterlassen

Hy Quan Quach |

© Warner Bros.

Die Organisation Media Network For Asian Americans (MANAA) hat in einem offenen Brief Regisseur Doug Liman dazu aufgefordert, bei der Fortsetzung zu „Live Die Repeat: Edge of Tomorrow“ auch asiatische Darsteller einzusetzen.

Der 2014 erschienene Sci-Fi-Film „Edge of Tomorrow“, der später für die Heimkinoauswertung in „Live Die Repeat: Edge of Tomorrow“ umbenannt wurde, erhält eine Fortsetzung, soviel steht fest. Das Drehbuch ist nach dem letzten Stand aktuell in den Händen von Autor Matthew Robinson, der eine frühe Fassung von Jez Butterworth, Drehbuchautor beim ersten Film, einer Überarbeitung unterzieht.

Warner Bros. möchte natürlich sowohl Regisseur Doug Liman als auch die Hauptdarsteller Tom Cruise und Emily Blunt wieder mit an Bord wissen. Zumindest Liman zeigte sich bereits begeistert in früheren Interviews, in denen er die Idee als großartig und die Fortsetzung mit dem Projektnamen „Live Die Repeat and Repeat“ als „Sequel, das in Wahrheit ein Prequel ist“ bezeichnete.

Während es momentan keinen neuen Status zur Produktion gibt, hat sich dafür die Organisation MANAA (via We Are Resonate) zu Wort gemeldet und in einem offenen Brief Regisseur Doug Liman dazu aufgefordert, das Whitewashing, also das Besetzen von ursprünglich nicht-weißen Rollen mit weißen Darstellern, zu unterlassen.

„Edge of Tomorrow“: Japanische Vorlage für das westliche Publikum angepasst

Dabei spricht die Organisation die Vorlage für „Edge of Tomorrow“ an. Dabei handelt es sich um Hiroshi Sakurazakas Light Novel „All You Need Is Kill“ mit Illustrationen von Yoshitoshi Abe: „Wir freuen uns, zu hören, dass ein Sequel zu ‚Edge of Tomorrow‘ in Arbeit ist. Jedoch sind wir enttäuscht darüber, dass Asiaten in der 2014er Version gänzlich nicht vertreten waren, obwohl die Vorlage japanischer Natur ist“, betont die Organisation im offenen Brief.

Und sie führt fort, dass sich seit 2014 viel verändert habe in Hollywood. Vermeintliche Minderheiten, die zumindest auf der Leinwand noch als solche behandelt würden, seien mittlerweile dank Filme wie „Black Panther“, „Moonlight“ „Crazy Rich“ und „Always Be My Maybe“ stärker in der Öffentlichkeit vertreten. Zwar beschränke sich die Diskussion um eine adäquate Repräsentation zumeist noch auf schwarze Darsteller, so die Organisation, aber auch die asiatischstämmige Bevölkerung der USA habe ein Recht darauf.

„‘Edge of Tomorrow‘ ist ein klarer Fall von Whitewashing. Nicht nur ist Tom Cruise in der Rolle des in William Cage umbenannten Keiji Kiriya zu sehen, in der Besetzungsliste fehlen Asiaten komplett. Sie haben jedoch nun mit der Fortsetzung die Gelegenheit, das wiedergutzumachen. Vor allem deshalb, weil viele wichtige Charaktere des vorherigen Filmes gestorben sind. Seit 2014 haben Schauspieler wie Publikum gleichermaßen erkannt, wie wichtig es ist, eine repräsentative Besetzung aufzuweisen.“

Es sei zwar durchaus Limans kreative Freiheit, wie und mit wem er den Film besetzen wolle, aber die häufig genannte Begründung der Hollywoodstudios, ein Film mit asiatischer Besetzung in wichtigen Rollen sei an den Kassen kein Erfolg, könne durch Filme wie „Crazy Rich“ widerlegt werden.

Nicht nur „Edge of Tomorrow“ basiert auf einer japanischen Light-Novel-/Manga-/Anime-Vorlage:

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Die Kontroverse bei Filmen wie „Ghost in the Shell“

Whitewashing ist eine Kontroverse, die vor allem in Hollywood stark diskutiert wird. Aber erst in den letzten Jahren – und durch die Möglichkeit sozialer Netzwerke – ist das Thema stärker in den Fokus gerückt. Ein Film, der dafür heftig kritisiert wurde, ist „Ghost in the Shell“ mit Scarlett Johansson in der Rolle als Major Mira Killian/Motoko Kusanagi.

Doch während die Verantwortlichen hier noch den „internationalen Charakter“ der Manga-/Anime-Vorlage als Begründung anführten, erscheint die Entscheidung, die Rolle der Alisson Ng in „Aloha – Die Chance auf Glück“ mit Emma Stone zu besetzen, völlig unverständlich. Ng wird im Film als Halbasiatin (ein Viertel vietnamesisch und ein Viertel hawaiianisch) bezeichnet, Emma Stone ist jedoch blond und grünäugig im Film. Die Kritik wurde so laut, dass sich sowohl Stone als auch Regisseur Cameron Crowe für diese Entscheidung entschuldigten.

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