Coco - Lebendiger als das Leben!

  1. Ø 4.6
   2017

Coco - Lebendiger als das Leben!: Oscarprämiertes Animationsabenteuer aus dem Hause Pixar um einen jungen Musiker aus Mexiko, der am Tag der Toten seine Verwandten in der Unterwelt besucht.

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Filmhandlung und Hintergrund

Coco - Lebendiger als das Leben!: Oscarprämiertes Animationsabenteuer aus dem Hause Pixar um einen jungen Musiker aus Mexiko, der am Tag der Toten seine Verwandten in der Unterwelt besucht.

Der 12-Jährige Miguel (im Original gesprochen von Anthony Gonzalez) hat einen Traum: Ebenso wie sein Idol, der Sänger Ernesto de la Cruz (Benjamin Bratt), will Miguel bloß Gitarren spielen und Musiker werden. Doch seine Familie hat etwas gegen den Plan. Seitdem der Urgroßvater seine Frau verlassen hat, um Musiker zu werden, glauben die Riveras, Musik sei verflucht. Doch der talentierte Miguel ist fest entschlossen, seiner Leidenschaft zu folgen.

Als Miguel die echte Gitarre seines Idols in einer Kapelle entdeckt, öffnet das Instrument auf magische Art ein Portal, das in die Unterwelt führt. Für einen Tag lang, darf Miguel das zauberhafte Totenreich betreten. Dort trifft wird er unter anderem einige Mitglieder seiner Familie begegnen. Begleitet wird Miguel auf der abenteuerlichen Reise von seinem treuen Hund und dem ungeschickten Schwindler-Skelett Hector (Gael Garcí Bernal). Doch Miguel muss sich beeilen – die Unterwelt kann nur am Tag der Toten bereist werden.

ist „Coco – Lebendiger als das Leben!“ bereits erhältlich.

„Coco“ – Hintergründe

„Coco“, der bisher siebte Animationsfilm aus dem Hause Pixar, spielt vor dem Hintergrund des mexikanischen „Día de los Muertos“ (dt.: Tag der Toten). Das traditionelle Fest zur Ehrung der Toten wird am 1. und 2. November abgehalten. Dabei handelt es sich jedoch keineswegs um eine graue Trauerfeier. Stattdessen kehren der Legende nach die Toten für einen Tag zu ihren Familien zurück. Um dieses Geschenk zu feiern, wird der Totentag mit bunten Kostümen, ausgefallenen Puppen, viel Musik und leckeren Speisen begangen.

Das farbenfrohe Animationsfest „Coco“ wird von „Toy Story 3„-Regisseur Lee Unkrich inszeniert. Unkrich gehört bereits seit den ersten Tagen fest zum Team des erfolgreichen Animationsstudios, das inzwischen zu Disney gehört. So hat der Regisseur etwa mit Firmenchef John Lasseter als Koregisseur an „Findet Nemo“ und „Monster AG“ gearbeitet. Mit „Coco“ betritt Pixar nun absolutes Neuland: In der langen Firmengeschichte ist es der erste animierte Musical-Film.

„Coco – Lebendiger als das Leben!“

Bei den Golden Globes 2018 wurde „Coco“ in der Kategorie bester animierter Film ausgezeichnet und konnte sich darüber hinaus bei der Oscar-Verleihung 2018 in beiden Kategorien durchsetzen, in denen der Film nominiert war. „Coco“ wurde als Bester Animationsfilm ausgezeichnet und erhielt den Preis für den Besten Song — den Hit “Remember Me“ von Kristen Anderson-Lopez und Robert Lopez.

Darsteller und Crew

Videos und Bilder

Kritiken und Bewertungen

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    Bezaubernd farbenfroher Animationsfilm über einen kleinen Jungen, der durch einen geheimnisvollen Zauber ins Reich der Toten gelangt und mit Hilfe seiner Urahnen einen Weg zurücksuchen muss.

    Miguel ist 12 Jahre alt und möchte ein gefeierter Musiker werden, genau wie sein Idol Ernesto de la Cruz, den ganz Mexiko auch lange nach seinem Tod glühend verehrt. Leider jedoch ist in Miguels Familie die Musik verboten. Denn vor langer Zeit hat Miguels Ururgroßvater seine Frau und seine kleine Tochter Coco verlassen, um seinem Traum einer großen Musikerkarriere zu folgen. Als am "Dia de los Muertos", dem Tag, an dem ganz Mexiko der Verstorbenen gedenkt, ein Musikwettbewerb stattfindet, sieht Miguel seine Chance gekommen, seinen Traum doch noch zu verwirklichen. Doch ehe er sich versieht, landet er durch Zauberhand im Reich der Toten. Und sollte er vor Sonnenaufgang nicht zu den Lebenden zurückfinden, bleibt er dort für immer gefangen. Für Miguel beginnt ein spannendes Abenteuer. Mit COCO - LEBENDIGER ALS DAS LEBEN! gelingt Disney Pixar erneut ein Zauberwerk der Fantasie. Die Welten, die der Animationsfilm entwirft, sind ein Feuerwerk an Farbe, Licht und Klängen und erlauben dem Zuschauer, völlig in sie einzutauchen. Dass der Tod ein Bestandteil des Lebens ist und in vielen Kulturen gefeiert wird, ist eine respektvolle und wunderbare Botschaft, die gerade für jüngere Zuschauer auf sehr sensible Weise vermittelt wird. Der Film erzählt ganz ohne erschreckenden Grusel vom Reich der Toten und erschafft liebenswerte Figuren, die trotz ihres veränderten Aussehens genauso herrlich verschroben und charakterlich einzigartig wie die Lebenden erscheinen. Ob die dominante Großmutter, die lernen muss, loszulassen, der chaotische Taugenichts Hector, der zu Miguels bestem Freund wird, oder eben der verträumte Miguel selbst, der erkennt, wie wichtig ihm seine Familie ist - Jede Figur ist mit so viel Tiefe und Liebe gezeichnet, dass der Zuschauer sie gerne in ihrer Welt begleitet, die in Bezug auf Originalität und Ideenreichtum einmal wieder neue Maßstäbe setzt. Die Geschichte ist gespickt mit überraschenden Wendungen und ist ebenso lustig und unterhaltsam wie auch spannend. Mit großer Liebe zum Detail, seinen originellen Figuren und der zauberhaften Welt, in der der Film spielt, ist COCO - LEBENDIGER ALS DAS LEBEN! ein herrlich lebensbejahender Film für die ganze Familie.

    Jurybegründung:

    Die Disney-Pixar-Studios haben sich ein reizvolles Land für einen spannenden und vor allem überbordend farben- und fantasiereichen Animationsfilm ausgesucht: Mexiko. Der 12-jährige Miguel ist liebevoll umsorgter Mittelpunkt einer typischen mexikanischen Großfamilie, der sich allerdings gegen eine seit Generationen gepflegte Tradition auflehnen möchte: das Schuhhandwerk. Offensichtlich stecken ihm die musikalischen Gene seiner Urgroßeltern im Leib und Musiker nach ihrem Vorbild zu werden, ist sein Lebensziel. Ein Ziel, das die Familie um jeden Preis verhindern möchte, zumal der Urgroßmutter durch die Musik ein schlimmes Leid widerfahren ist. Und los geht ein filmisches Spektakulum der schönsten Art. Zum einen durch die gelungene Zeichnung der schillernden Charaktere und zum anderen durch die Wahl eines Schauplatzes der besonderen Weise. Bekanntlich verbindet die Mexikaner zu Friedhöfen und ihren vorangegangenen und dort ruhenden Familienmitgliedern eine besondere Form der Beziehung und Verehrung. Die Bilder der Verstorbenen an den Gräbern anzubringen ist Tradition ebenso wie der "Dia de los Muertos", der Tag der Toten. Die Familien versammeln sich dabei um die Gräber ihrer Toten, feiern und essen und trinken dabei. Dass Miguel an dieser Stätte um Hilfe für seinen Lebenswunsch bittet, ist verständlich, und so gerät er in einen wunderbar zauberhaften wie auch skurrilen Tanz der Toten, die auf ihre ihnen eigene Weise den "Dia de los Muertos" feiern. Da kommen dann einige erstaunliche Wendungen zu Tage, bei denen unter anderem Miguels Großfamilie von einer Überraschung in die andere gestoßen wird. Die verschiedenen dramaturgischen Ebenen bieten Spannungsbögen, die den Film reich und vor allem auch emotional machen.
    Einem jugendlichen Publikum vermittelt das fröhliche Treiben, dass der Tod zum Leben gehört und die Angst vor dem Tod, die in unserer Gesellschaft immer noch sehr dominant ist und den Tod sogar zum Tabuthema macht, unbegründet ist.
    Und das Publikum erfährt noch mehr: Lebe Dein Leben und Du schaffst alles, wenn Du es nur willst.
    Handwerklich liefert Disney-Pixar in allen Bereichen nur Spitzenklasse, wobei die Animation in den Totalen wie auch im Detail liebenswürdig genau und von großer Farbenpracht zeugt. Dazu der passende Klangteppich mit den Referenzen an die fröhliche mexikanische Volksmusik.

    FBW-Jugend-Filmjury:

    (www.jugend-filmjury.com)

    Der Animationsfilm COCO spielt in Mexiko. Erzählt wird die Geschichte des zwölfjährigen Miguel, der gerne Musik machen will. Doch seine Familie ist seit vielen Generationen gegen Musik, weil sein Ururgroßvater die Familie der Musik zuliebe verlassen hat. Als Miguel für einen Wettbewerb am "Día de los Muertos" die Gitarre des großen Sängers und Idols Ernesto de la Cruz auf dem Friedhof unerlaubt nimmt und darauf spielt, gerät er in das Reich der Toten. Nur bis zum Sonnenaufgang ist Zeit, den Fluch zu überwinden und wieder in seine Welt zurückzukehren, bevor er sich auch in ein Skelett verwandelt. Dies fällt Miguel sehr schwer, weil er sich zwischen Musik und Familie entscheiden soll. So wählt er einen anderen Weg und deckt dadurch die Familiengeheimnisse der Vergangenheit auf. Der Film behandelt sehr viele Themen. Besonders Musik, Familie, Sterben und das Leben nach dem Tod spielen eine zentrale Rolle. Dabei wird das Reich des Todes fröhlich dargestellt. Es ist eine schillernde Welt, in der die Toten einmal im Jahr die Welt der Lebenden besuchen können, wenn ihre Verwandten sich am "Día de los Muertos" an sie mit aufgestellten Bildern erinnern. Miguel ist die eindeutige Hauptfigur des Films. Sein großer Konflikt ist die erzwungene Entscheidung zwischen seiner Familie und seinem Traum Musiker zu sein. Die anderen Figuren, die alle mit ihm verwandt sind, sind wichtige Personen, die diesen Konflikt bestärken aber auch Lösungen anbieten können. Alle Figuren erleben im Verlauf der Geschichte eine Entwicklung was dazu führt, dass sich ihre Haltungen verändern. Die Animation entspricht einem hohen technischen Standard. Das Reich der Toten wirkt sehr lebendig und wird bunt und schrill gezeigt. Die Einstellungsgrößen variieren zwischen Detail und Totalen, wobei insbesondere das Reich der Toten in seiner Vielfältigkeit mit vielen Totalen gezeigt wird. Die zum Teil schnellen Schnitte unterstützen die Dramaturgie der Handlung und tragen dazu bei, dass die Spannung aufrechterhalten wird. Die Musik ist nicht nur Thema im Film, sondern viele Lieder haben unterstützende dramaturgische Funktion und sind fest in die Geschichte eingebunden. Wir empfehlen diesen schönen Familienfilm allen Kindern ab 7 Jahren mit den sie begleitenden Erwachsenen, da die Thematik, die Länge und die Schnitte jüngere Kinder überfordern könnten.

    unterhaltsam: 4 Sterne
    fantasievoll: 4 Sterne
    berührend: 4 Sterne
    musikalisch: 5 Sterne
    interessant: 4 Sterne

    Gesamtbewertung: 4 Sterne.

    Quelle: Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW)

Kritikerrezensionen

  • CG-Event um einen jungen Musikus in Mexiko, der am Tag der Toten ein Abenteuer im Jenseits erlebt.

    „Cars 3“ war für den Aktienkurs, „Coco“ ist wieder fürs Herz: Nachdem Pixar sich für seine schönsten Filme bereits in die Lüfte erhoben und Ausflüge in ferne Galaxien und ins Innere des menschlichen Verstandes unternommen hat, verlässt die 19. abendfüllende Produktion des erfolgreichsten Produktionshauses der Kinogeschichte nunmehr das Diesseits und erkundet die Welt der Toten. Dort erlebt ein mexikanischer Junge namens Miguel ein Abenteuer, in dem der Umgang mit der Endlichkeit des menschlichen Daseins allgegenwärtig ist, dadurch das Leben und was es lebenswert macht aber umso mehr gefeiert wird – ein Film wider das Vergessen. Lee Unkrich, als Regisseur zuletzt vor sieben Jahren mit „Toy Story 3“ erfolgreich, und Koregisseur Adrian Molina gelingt ein erzählerischer Triumph mit einer nahezu perfekt konstruierten Geschichte, aber auch auf künstlerischer Ebene wird die Latte wieder etwas höher gelegt mit dieser regelrechten Explosion aus Farben und Licht, wie man sie vorher wohl noch nie gesehen hat. Auch wenn ungewöhnlich viel Exposition bewältigt werden muss, wird man mitgerissen vom bloßen Einfallsreichtum und der Detailliebe der Erzählung und ihrer Umsetzung. Miguel wächst in einer Familie auf, in der alle Generationen unter einem Dach vereint sind: Sogar seine greise Urgroßmutter Coco ist noch unter ihnen, sie ist das einzige verbliebene Bindeglied zu ihren Eltern, die letzten Familienmitglieder, die noch ein Leben voller Musik führen durften. Weshalb Miguel sich ihnen nahe fühlt: Nichts sehnlicher wünscht er sich, als selbst Musiker zu werden – gegen das Verbot seiner Großmutter, die am Dia de los Muertos Miguels Gitarre zerbricht, was ihn dazu bringt, in das Mausoleum seines großen Idols einzubrechen und dessen Gitarre zu stehlen. Ein Fluch transportiert den Jungen daraufhin in die Unterwelt, aus der er nur zurückkehren kann, wenn ihm seine toten Verwandten ihren Segen erteilen. Obwohl es explizit um das Sterben geht, ist „Coco“ doch nie morbide oder bedrohlich: Weil der Film akzeptiert, dass der Tod ein unausweichlicher Bestandteil des Lebens ist. Eine mächtige Botschaft in einem Film, der Pixars tiefer Überzeugung, dass ein Leben ohne Familie, wie immer sie auch aussehen mag, nicht lebenswert ist, ganz neue Seiten abgewinnt.

    ts.

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