Filme und TV-Serien sind ein perfekter Vorwand, um der grauen Realität zu entfliehen. Darin werden uns schließlich fiktive Geschichten präsentiert, die mit der Wirklichkeit oftmals wenig zu tun haben. Das ist eigentlich nicht problematisch, außer etwas wird derart oft gezeigt, dass es sich für die Zuschauer als Wahrheit etabliert hat. Wir wollen deswegen die größten Lügen sammeln, die uns im Kino oder Fernsehen regelmäßig präsentiert und von vielen geglaubt werden, aber einfach nicht stimmen.

So dreist belügen uns Filme und TV-Serien!

1. „Boom“ macht das Auto

Fangen wir bei einem Klassiker an. Keine Verfolgungsjagd kommt ohne ein Auto aus, dass am Ende von der Strecke abgedrängt wird und explodiert - ohne das ein sichtbarer Grund dafür bestehen würde. Ganz zu schweigen davon, dass Autos unter normalen Bedingungen ausbrennen, sobald sie Feuer fangen und nicht explodieren. Übrigens bringt es auch nichts, auf den Tank oder ein Fass zu schießen, dadurch fängt das Benzin oder dergleichen nicht einmal Feuer.

Großartig parodiert wurde dieser Mythos in „21 Jump Street„, wie ihr in dem folgenden Video selbst sehen könnt.

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2. Im Weltall hört dich niemand schreien

So lautete seinerzeit der griffige Slogan für „Alien - Das unheimlich Wesen aus einer fremden Welt„. Dadurch wurde der Fakt aufgegriffen, dass sich Schall im Vakuum des Weltraums nicht ausbreiten kann. Dennoch hören wir in einigen Filmen imposante Weltraumschlachten oder Asteroiden, die sich mit ordentlich Krach durch den luftleeren Raum wälzen. Bekanntestes Beispiel dürfte „Star Wars“ sein, wo Laserstrahlen, Explosionen und die Raumschiffe selbst Geräusche von sich geben; hier könnte man aufgrund des Fantasy-Charakters aber vermutlich noch ein Auge zudrücken.

3. Ein Klaps auf den Hinterkopf

Diese Lüge wurde vor allem in älteren TV-Serien häufiger eingesetzt. In der Geschichte der Fernsehserien erlitt so mancher Charakter eine Amnesie für meist lediglich eine Episode. Der Gedächtnisverlust wurde in der Regel dadurch wieder behoben, dass die betroffene Person erneut einen Schlag auf den Kopf erhielt. Dies fällt eindeutig in die Kategorie „Auf keinen Fall nachmachen!“. Das Gehirn wurde bereits geschädigt und wenn man jetzt noch mit stumpfer Gewalt darauf einwirkt, verschlimmert sich die Angelegenheit eher. Minus mal Minus ergibt eben nicht immer Plus.

4. Leise kommt der Tod

Wenn in Agenten- oder Spionage-Thrillern der Held unseres Vertrauens Stille beim Töten braucht, greift er selbstverständlich zum Schalldämpfer. Damit lassen sich ohne Geräusche die Handlanger des Bösewichts beseitigen, da ein Schuss selten lauter als eine fallen gelassene Nadel ist. Gut für den Protagonisten, mit der Realität hat das jedoch wenig zu tun. Mit einem Schalldämpfer wird die Waffe natürlich leiser, doch der Schuss ist weiterhin gut hörbar. Von der Lautstärke her kann man es mit einer Autotür vergleichen, die heftig zugeknallt wird.

5. Echte Männer schneiden sich nicht

In Actionfilmen fällt der Held alleine oder gleich mitsamt seinem Widersacher öfter mal durch eine Glasscheibe oder springt sogar todesmutig durch eine Glastür. Das Glas zum Splittern zu bringen, ist eine leichte Aufgabe, das unbeschadet zu überstehen weniger. In Wirklichkeit würde man sich dabei zahlreiche Schnittwunden zufügen, die sofort ärztliche Versorgung verlangen. Die lobende Erwähnung gebührt diesmal „Stirb langsam„, wo John McClane (Bruce Willis) die Grausamkeit von Glas am eigenen Leib zu spüren bekommt.

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