Fakten und Hintergründe zum Film "Borat"

Kino.de Redaktion |

Borat Poster

Mehr zum Film? Wir haben die wichtigsten Hintergründe und Fakten für Dich gesammelt: detaillierte Inhaltsangaben, Wissenswertes über die Entstehung des Films, ausführliche Produktionsnotizen. Klick rein!

Die Anfänge

„Mein Beruf: Fernsehreporter. Ich zweit meist erfolgreich in ganz Kasachstan“, erklärt Borat. „Ich auch habe Arbeit in Vergangenheit als Zigeunerfänger, Eismacher und in Computerwartung. Ich strich die Außenseiten und entfernte tote Vögel aus den Röhren.“

Seit diesen bescheidenen Anfängen ist Borat in den Rängen der kasachischen Fernsehindustrie aufgestiegen – bis er die große Chance bekam, seinen Ruhm zu mehren. „Vor ein Jahr kasachisches Ministerium von Information mich gesendet hat US und A, um zu machen Bericht, die würden helfen Kasachstan“, erinnert sich Borat. „Wir wollen sein wir ihr. Amerika hat schönste Frauen in Welt – z.B. Liza Minelli und Elisabeth Taylor. Es außerdem Zentrum von Demokratie und Porno. Ich mag! Also ich gespannt sein zu machen meine Film!“

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Filmemacher Jay Roach, der neben den AUSTIN POWERS-Filmen (1997 – 2002) auch den Mega-Hit MEINE BRAUT (2000), IHR VATER UND ICH und MEINE BRAUT, IHRE SCHWIEGERELTEN UND ICH (2004) gedreht hat, war fasziniert von Baron Cohens Arbeit als Borat und sah die Chance, einen Film mit dieser Kunstfigur zu realisieren.

„Ich denke, dass was Sacha in diesem Film tut, ist revolutionär,“ sagt Roach, „er hat eine vollkommen glaubwürdige, witzige Figur erschaffen, die zugleich völlig fehl am Platz ist. Und dann führt Sacha Borat in oft gefährliche Auseinandersetzungen mit realen Personen, die glauben müssen, Borat sei authentisch – andernfalls hätte Sacha selbst ernsthafte Konsequenzen fürchten müssen. Das ergibt einen großartigen Spannungsbogen!“

„Sasha nimmt Risiken auf sich, zu denen kein anderer Künstler, den ich kenne, bereit wäre“, fährt Roach fort, „er ist wirklich ein komödiantischer Hochseilartist. Hinzu kommt, dass jegliche Reaktion der Leute nicht nur die einzelnen Szenen, sondern die gesamte Richtung der Geschichte bestimmt. Alles ist wahnsinnig komisch, obwohl jede Szene nur einen hat. Er tut all das, während er gleichzeitig schwindelt und Rassismus, Antisemitismus, Frauenfeindlichkeit, Chauvinismus und Heuchelei einen Spiegel vorhält. Ohne Übertreibung glaube ich daran, dass Sasha mit dieser Performance einen ganz neuen Standard gesetzt hat.“

Es ist diese Kombination aus explosivem Humor, Rohheit und Satire, die Roach zu der Annahme führte, dass ein Borat-Film ganz besonders sein könnte und anders als die traditionellen Hollywoodkomödien. „Wir hatten die Chance, einen Film zu machen, der mutig, subversiv und frech ist“, erklärt Roach. „Wir wollten das ‚Reality-Format’ der TV-Show, in der Sasha eine Rolle hat, übernehmen und ihn mit echten Personen interagieren lassen. Davon ausgehend entwickelten wir eine Geschichte für einen Spielfilm.“

Peter Baynham, Anthony Hines und Dan Mazer wurden engagiert, um ein Konzept für den Film zu schreiben. Es gab kein Drehbuch. Der Film ist ein Experiment – eine neue Form des Filmemachens, für ein Zeitalter, in dem Realität und Unterhaltung untrennbar miteinander verbunden sind. Reale Geschehnisse mit echten Menschen treiben die fiktionale Story des Films voran und wenn sich Szenen in ganz unerwartete Richtungen entwickelten, mussten Baron Cohen und seine Kollegen ihr Konzept immer wieder anpassen.

Die Produktion

Nachdem er von seiner kasachischen Dorfgemeinschaft den großartigen Auftrag erhalten hatte, reiste Borat in die US und A, um mit der Arbeit an seinem Dokumentarfilm zu beginnen. Im Schlepptau hatte er den fettleibigen, untauglichen Produzenten Azamat Bagatov. „Ich kam zu diese Projekt, weil in Film- und Fernseh-Industrie ich sehr erfahren bin – habe in der Tat persönlich in den letzten zwanzig Jahren 27 verschiedene Programme angeschaut. Außerdem ich bekam Job, weil ich bin einzige Produzent in Kasachstan“, erklärt Bagazov. Borat reist mit Stil nach Amerika - Azamat Bagatov nicht. „Azamat war im Frachtraum, mit Gepäck, Tieren und Juden. Ich in erster Klasse – heißt, ich an sechster Stelle war um zu machen „meine Geschäft“, als Toilettenbox wurde herumgereicht.“

Es wurden keine Kosten gespart um diesen Film auf die Leinwand zu bringen. „Dokumentation ist teuerste Film, der je in Kasachstan wurde gemacht“, erklärt der unerschrockene Journalist. „Hat gekostet 48 Millionen Tenge, ist ungefähr so viel wie 5000 US Dollar. Ministerium für Information hilft Film indem es verkauft Uran an einige braune Männer.“

Larry Charles, der kreative Kopf hinter den TV-Serien „Entourage“, „Curb your Enthusiasm“ und „Seinfeld“, die als Meilensteine der Fernsehunterhaltung gelten, übernahm die Regie. Wie Jay Roach ist Charles auch schon lange ein Fan von Baron Cohens Arbeiten. „Sashas Schauspielkunst ist klug und intensiv und auf gewisse Art und Weise sehr mutig“, sagt Charles.

Charles war sehr erstaunt über Baron Cohens Fähigkeit die ganze Produktionszeit über in der Borat-Rolle zu bleiben, sogar bei Besprechungen der Filmemacher am Set. „Sacha als Borat war immer real, glaubhaft, komplex und spontan. Ich habe noch nie so eine Performance gesehen.“

„Unsere Zusammenarbeit war vielschichtig“, führt Charles fort. „Während unserer kreativen Meetings sprach ich mit beiden, mit Sacha und mit Borat, was manchmal verwirrend, aber sehr komisch war. Ich verstand, warum Sacha das so machte: Er musste in der Rolle sein und gleichzeitig davon losgelöst und sehr ich-bewusst agieren. Er hat das fein ausbalancieren können.“

Die Ausführende Produzentin Monica Levinson sagt, dass die Produktion wahrlich Filmemachen im Guerilla-Stil war. „Alles was wir hatten, war eine Crew mit acht Personen, Sacha mitgerechnet, einen Ton-Mann, Kameraleute, Larry Charles und einen Produktions-Assistenten. Wir reisten in einem Van, mit einem Pickup-Truck, der die Ausrüstung transportierte.“

Borat beginnt seine Odyssee durch das Land in ‚New Yorks’, wo er zum ersten Mal im Leben einen U-Bahnwaggon, einen Lift und eine Feministinnen-Gruppe sieht. Dann bringt eine (sensationelle) Enthüllung seine ursprünglichen Pläne total durcheinander. „Obwohl ursprünglich wir hatten vor zu bleiben in ‚New Yorks’, aus Gründen, die ich nicht kann sagen, wir mussten fahren nach Kalifornien.“

Da er unfähig ist zu fliegen (oder vielleicht auch, weil er es nicht darf), muss Borat lernen Auto zu fahren. „Wir auch haben Autos in Kasachstan“, bemerkt er. „Sie nun sehr modern – einige erreichen Höchstgeschwindigkeit von 120 Meilen – in eine Woche! Außerdem sie besser sind als West-Autos, denn wenn Maschine alt, du kannst essen. Ich neugierig war zu sehen ob amerikanische Autos sind wie ‚fancypants’.

„Ich sehr nervös war zu sitzen allein in Auto mit meine Fahrlehrer,“ fährt Borat fort. „In meine Land zwei Männer nur allein sind in Auto wenn machen sie eine Reise an Rand von Stadt um zu machen Sex.“

Um Borats Über-Land-Abenteuer im Film wirklich einzufangen – viel davon wurde mit einem Eis-Lieferwagen realisiert – mussten die BORAT Filmemacher auch nach Washington, D.C., West Virginia, Virginia, Mississippi, Texas, Louisiana, Kalifornien, Oklahoma, Alabama, South Carolina – und Rumänien.

An vielen Drehorten weckte der Guerilla-Stil und die schnelle Art des Filmemachens das Interesse der verschiedensten öffentlichen Behörden. In New York wurde zum Beispiel ein Haftbefehl gegen Baron Cohen ausgestellt. Einer weiteren Verhaftung konnte er während der Dreharbeiten in einem Hotel nur knapp entgehen (Baron Cohen war vorher aufgefordert worden, den Staat zu verlassen).

Monica Levinson und Dale Stern, der als Unit Production Manager und Erster Regie-Assistent fungierte, erging es nicht besser: Sie wurden ebenfalls in New York in polizeilichen Gewahrsam genommen. Die Produktion hatte von einem Hotel ein Telefon, einen Wecker und eine Bettdecke für die Dreharbeiten geliehen. Obwohl die Produktion einen Vertrag und eine fünf Millionen Dollar Versicherungspolice für verlorene oder gestohlene Gegenstände vorweisen konnte, vollstreckte die New Yorker Polizei die Verhaftung. Als Levinson und einige Crew-Mitglieder später verhört wurden, sah sie, wie Stern eine Liste mit den Namen und Telefonnummern der Crew einfach aufaß, um weitere Kollegen vor Verhören zu schützen. Die beiden Haftbefehle wurden später ausgesetzt.

„Monicas Gefängnisnacht hat die Messlatte für das, was Filmemacher für ihre Arbeit zu opfern bereit sind, weiter erhöht“, sagt Jay Roach.

Ein anderes Mal umkreisten zwölf Polizeiautos den Eis-Lieferwagen, in dem Borat den größten Teil seiner Fahrten quer durchs Land zurücklegte. Die Behörden hofften, Baron Cohen zu finden und ihn zu verhören, um dann aber festzustellen, dass er schon wieder knapp entkommen war, diesmal in einem anderen Crewfahrzeug.

Das FBI folgte den Filmemachern öfters, die an einigen Orten verdächtigt wurden Terroristen zu sein. In der Hauptstadt verhörte der Secret Service die Filmemacher außerhalb des Weißen Hauses und an einem Ort in Louisiana stellten Bundespolizisten Ermittlungen über die sonderbare Gruppe an, die anscheinend einen Dokumentarfilm drehte. Und wieder war Baron Cohens Entschlossenheit innerhalb der Rolle zu bleiben beeindruckend, sogar als er sich den Verhören des Secret Service und der Bundespolizei ausgesetzt sah. „Er ließ nie durchblicken, dass das nicht ‚echt’ war“, sagt Larry Charles.

Borat lernte einiges auf seiner Reise – und einiges davon war ziemlich haarsträubend. „Auf meine Reisen ich lerne viele Dinge über Amerika. Zum Beispiel nicht mehr legal auf Indianer zu schießen. Ich entschuldige mich noch einmal von ganzem Herzen bei den Mitarbeitern des Potawotomi Casino in Kansas.“

Wo Borat auch hinkam, hinterließ er erzürnten Pöbel. In Washington D.C. erschütterte er eine Schwulenparade – „Viele Leute freundlich zu mir in Amerika. In Washington ein Kerl in Bikinis greift mein Busherka“, erklärt Borat. Aber seine Reisen durch den Süden hinterließen bei Borat und seinen „Opfern“ einen besonders starken Eindruck.

Baron Cohen brachte in Salem, Virginia die Zuschauer eines Rodeos gegen sich auf, indem er die kasachische „Nationalhymne“ zur Melodie der amerikanischen Hymne sang. Nach der „Urteilsverkündung“ umkreiste eine zornige Gruppe von Rodeohelfern das Wohnmobil der Filmemacher und forderte, dass sie gelyncht werden sollten.

Ebenfalls im Süden probierte Borat die amerikanische Art und Weise des Einkaufens aus – die sonderbare Angewohnheit Unmengen an Geld für alte Sachen auszugeben, die man „Antiquitäten“ nennt. In einem kleinen Antiquitätengeschäft ist Borat unglaublich ungeschickt und schafft es, Sachen im Wert von Hunderten von Dollars zu zerstören.

In Birmingham, Alabama nahm Borat an einer Dinnerparty teil, bei der er hoffte, die hohe Kunst der Etikette beim Speisen zu erlernen. Die Gastfreundschaft der Südstaatler kam auch hier nicht zum Erliegen. „Als wir waren im Süden wir kamen an Gruppe Soldaten vorbei, die wiederaufführten amerikanische Bürgerkrieg. Es sehr ähnlich wie kasachische Wiederaufführung des Tishniek-Massaker, das wir machen jedes Jahr, indem wir reisen zur Stadt Tishniek und sie massakrieren. Warum nicht?“

Der Produzent Azamat hatte während ihres Aufenthalts im Süden mehr praktische Sorgen. „Der schwierigste Teil von Dreharbeiten dort war, in Mississippi zu finden Filmmaterial, das passte in unsere Krasnogorsk Super 13mm-Kamera von 1912“, bemerkt er.

Das sind nur einige der vielen Höhepunkte von Borats Abenteuern in den USA. Aber die Geschichte endet, wo sie anfing – in Borats Heimatstadt Kuczek in Kasachstan. Ein Sinti- und Romastädtchen zwei Stunden nördlich von Bukarest in Rumänien, das als Double für Kuczek diente. Vor dem beeindruckenden Hintergrund der karpatischen Berge befanden sich die Filmemacher mitunter zwischen Vieh, das durch die Straßen wanderte. Und das BORAT-Team musste häufig ohne die Bequemlichkeit sanitärer Einrichtungen auskommen. „In diesen Dörfern zu arbeiten war so weit von unseren Lebensumständen in Los Angeles entfernt, wie man sich nur denken kann“, bemerkt Larry Charles. „Aber dennoch war es amüsant und aufregend.“ Dankbar für die Unterstützung und die Freundlichkeit der Dorfbewohner spendete die Produktion und Baron Cohen der örtlichen Schule Computer, Rucksäcke und Bücher.

Zunächst hatten die Filmemacher darüber nachgedacht, diese Szenen im Hinterhof eines Hollywoodstudios zu drehen. „Aber wir stellten fest, dass wir dieses Dorf nicht künstlich nachbauen konnten“, sagt Charles. „Man kann diesen Ort mit den Pferden, Schweinen und den unsolide gebauten Hütten nicht nachbauen. So mussten wir nicht so tun, als ob wir in Borats Dorf wären – wir waren wirklich dort!“

Borat konnte nicht glücklicher sein, dass dieser Dokumentarfilm endlich für die „US and A“ fertig war, aber er erinnert uns daran, dass eine frühere Version bereits in seinem Heimatland zu sehen war. „Dieser Film ist schon gezeigt in Kasachstan und war große Erfolg,“ erklärt Borat. „Er hat Spitzenplatz von Hollywoodfilm ‚King Kong’ – was war Nummer 1-Film in Kasachstan seit Veröffentlichung 1932.“

Aber Borat warnt die amerikanischen Zuschauer, dass sie geschockt sein könnten. „Ich hoffe ihr Amerikaner seht meine Film, aber bitte sein gewarnt, da es enthält schmutzige Flüche, sinnlose Gewalt und eine Nahaufnahme des Bishkek von einem Mann, es hat bekommen sehr strenge Beschränkung in Kasachstan, heißt niemand unter 3 Jahre wird es sehen können.“

„Auch war Film sehr kontrovers in meine Land wegen Menge an Antisemitismus – aber schließlich unser Zensor hat entschieden, dass genug davon drin ist und erlaubte Veröffentlichung.“

Aber welche Hindernisse Borat auch immer beim Dreh und bei der Veröffentlichung seines Films überwinden musste, er war dennoch begeistert, dass er schließlich die USA erreichte. „Meine Film endlich kommt in Amerika!“ bemerkt er abschließend. „High five!“

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