Robin Hood kehrt zurück - gleich in vier Filmen

Kino.de Redaktion  

Busytime in Sherwood Forrest. Vier Robin Hood-Filme sind derzeit in Hollywood in der Mache. Und nicht etwa, dass es sich um einen Vierteiler handelt, der den Volksmythos um den vogelfreien Bogenschützen, der dem Sheriff von Nottingham das Leben zu Hölle macht, auf ein hohes episches Niveau befördern soll. Nein, gleich vier Studios arbeiten – jedes für sich – an einer Rückkehr des Rächers der Entrechteten.

Nachdem Lionsgate, Disney und Sony bereits ein Robin Hood-Projekt angekündigt hatten, berichtet nun "Deadline", dass auch Warner bros. eine eigene Neufassung der Legende in die Kinos zu bringen beabsichtigt. Der letzte Film dieser Art lief 2010 und wurde von Ridley Scott inszeniert. Superstar Russell Crowe schlüpfte damals in die Titelrolle. Scotts Adaption des Stoffes, die sich der Vorgeschichte des Helden annahm, versuchte die Mythologie der Figur zu erden. An den Kinokassen blieb dem Film aber der ganz große finanzielle Erfolg verwehrt: Er spielte bei einem Produktionsbudget von rund 200 Millionen Dollar weltweit lediglich 300 Millionen ein. Im Vergleich dazu, brachte es Robin Hood – König der Diebe, die wohl populärste Verfilmung jüngerer Zeit, auf satte 390 Millionen Dollar bei eingesetzten 48 Millionen. Hauptdarsteller des Films aus dem Jahre 1991 war Kevin Costner.

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Soweit abzusehen ist, werden die kommenden Robin Hood-Filme die klassische Geschichte sehr unterschiedlich interpretieren: Lionsgate liefert mit Robin Hood: Origins eine düstere Ursprungsgeschichte vergleichbar Batman Begins. Das Drehbuch stammt von Joby Harold, der als Autor auch an Guy Ritchies King Arthur arbeitet; Disney beschert uns (wenig überraschend) einen familienfreundlichen Streifen im Fluch der Karibik-Stil mit dem Titel Nottingham & Hood; von Sony darf hingegen ein temporeiches Spektakel erwartet werden. Hood wird von seiner Tonalität als Mischung von Fast and Furious und Mission: Impossible beschrieben. Wie es weiter heißt, soll auch Jerry Bruckheimer bei dem Projekt mit an Bord sein; von Warners Film ist derzeit kaum etwas bekannt. Mit Will Beall (Gangster Squad, Aquaman) scheint aber immerhin ein Drehbuchautor bereits gefunden zu sein.

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Das alles mag reichlich inflationär erscheinen. Die Sage um den angelsächsischen Edelmann, der nach seiner Rückkehr von den Kreuzzügen in seiner englische Heimat gegen die herrschenden Normannen als "Guerilla der Wälder" kämpfte, wurde allerdings schon in der Vergangenheit vielfach für die große Leinwand adaptiert. Der erste Langfilm fürs Kino stammt aus dem Jahre 1922. Es folgten über ein Dutzend. Robin Hood würde zudem von einer Reihe der größten Schauspieler der jeweiligen Film-Ära verkörpert: Douglas Fairbanks, Errol Flynn, Sean Connery, Kevin Costner und Russell Crowe. Seit den 1960er Jahren wurden zusätzlich zusehends Robin-Hood-TV-Serien produziert, hauptsächlich in England und den USA, darüber hinaus auch in Frankreich.

(Bild: Universal)

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