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Batman-Rückkehr und DC-Traumrolle zerstört: Brendan Fraser und Michael Keaton zeigen sich enttäuscht

Batman-Rückkehr und DC-Traumrolle zerstört: Brendan Fraser und Michael Keaton zeigen sich enttäuscht
© Imago/Zuma Wire

Das „Batgirl“-Fiasko hallt noch immer nach in Hollywood. Erstmals haben sich nun auch Batman-Darsteller Michael Keaton und Brendan Fraser zum Aus geäußert.

Batgirl

Anfang August wurde die Filmwelt Hollywoods durch DC-Entwicklungen im Zuge der Fusion von WarnerMedia und Discovery zu Warner Bros. Discovery in ihren Grundfesten erschüttert. Von allen Serien-Absetzungen und Projekt-Einstampfungen stach vor allem die Einstellung des DC-Films „Batgirl“ hervor. Nicht nur war die Comicverfilmung des Regie-Duos Adil El Arbi und Billall Fallah bereits abgedreht und befand sich in der Post-Produktion, der für vergleichsweise günstige 90 Millionen US-Dollar produzierte Film hätte eigentlich als Streaming-Event für HBO Max dienen sollen.

Die Entscheidung, so der Mediengigant unter neuer Führung durch David Zaslav, habe nichts mit der kreativen Seite der Produktion zu tun. Tatsächlich soll man die Gelegenheit wahrgenommen haben, die Produktionskosten als Verlust abzuschreiben. Unfassbar. Dafür darf Warner allerdings in keiner Weise vom Film profitieren. Um das sicherzustellen, wurden gar sämtliche Aufnahmen eingezogen, nicht einmal die Regisseure haben noch Zugriff auf diese.

Viele Beteiligte, darunter El Arbi und Fallah sowie Hauptdarstellerin Leslie Grace, hatten sich bereits zu dieser Entscheidung geäußert. Von den weiteren Hauptdarstellern Brendan Fraser und Michael Keaton gab es bis dato keinen Kommentar. Fraser hätte in „Batgirl“ als Bösewicht Garfield Lynns alias Firefly dabei sein sollen, während Keaton nach zwei Dekaden seine große Rückkehr als Bruce Wayne alias Batman gefeiert hätte. Gerade bei Fraser schwärmten die Regisseure über eine großartige Darbietung.

Auf dem Toronto International Film Festival (TIFF) sprach der 53-Jährige mit Variety über seinen neuen Film und wurde dabei auch auf „Batgirl“ angesprochen:

„Es ist enttäuschend. Die Fans wollten unbedingt, dass dieser Film gedreht wird. Ich war dabei. Leslie Grace ist ein Kraftpaket. Sie gibt einfach Vollgas. Sie sieht in diesem Outfit großartig aus. Der Film selbst wurde für die Mattscheibe gedreht und konzipiert. In diesem Zeitalter wäre er irgendwo zwischen Streamingdienst und Kino herausgekommen. Am Ende war er bloß eine Art Weckruf. Was haben wir also daraus gelernt? Mit bewährten Filmemacher*innen zusammenzuarbeiten. Wie mit Darren [Aronofsky].“

Was Fraser damit meint, ist der Umstand, dass vor allem aufstrebende Filmemacher*innen wie eben El Arbi und Fallah nicht selten vom Studio bevormundet werden und nicht das Recht auf die finale Fassung ihres Filmes haben. So etwas wie „Batgirl“ wäre einem Christopher Nolan oder einem Steven Spielberg niemals passiert.

Michael Keaton hat mit der ganzen Sache offenbar bereits abgeschlossen (via Variety):

„Ich denke, es war eine Geschäftsentscheidung. Ich gehe davon aus, dass es eine gute war. Ich weiß es wirklich nicht.“

Fans müssen aber nicht verzagen, mit „The Flash“ (deutscher Kinostart am 22. Juni 2023) gibt es noch immer einen weiteren Film, der ihnen die langersehnte DC-Rückkehr Keatons als Batman bringen wird. Es sei denn, Warner entscheidet sich dazu, auch diese Produktion einzustampfen, was aber sehr unwahrscheinlich sein dürfte. Die Überlegung soll es jedoch gegeben haben. Mit welchen DC-Filmen ihr bis 2023 noch rechnen dürft, seht ihr dagegen in unserem Video.

Vertane Chance für Warner: Brendan Fraser und Michael Keaton sind aktuell in aller Munde

Vielleicht hätten sich die Verantwortlichen bei Warner ganz anders entschieden, wenn sie mit ihrer rigorosen Entscheidung noch eine Weile gewartet hätten. Denn Brendan Fraser erfreut sich aktuell einer wachsenden Beliebtheit, es ist gar von der „Brenaissance“ die Rede, und wurde bei den Internationalen Filmfestspielen von Venedig und beim Toronto International Film Festival für seine Darbietung als 270-Kilo-Mann Charlie in Darren Aronofskys „The Whale“ gefeiert und mit Preisen ausgezeichnet.

Einen Preis erhielt just auch Michael Keaton: Für seine Rolle als Dr. Samuel Finnix in „Dopesick“, über Disney+ verfügbar, erhielt der 71-Jährige einen Emmy als Bester Hauptdarsteller in einer Miniserie. Allein mit diesen beiden Stars wäre „Batgirl“ auf HBO Max ganz sicher zum Publikumsrenner geworden.

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DC-Filmquiz: Wie gut kennt ihr die Comicverfilmungen der letzten Jahre?

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