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„Sie haben Geschichte geschrieben“: Ryan Gosling kritisiert „Barbie“-Oscar-Debakel

„Sie haben Geschichte geschrieben“: Ryan Gosling kritisiert „Barbie“-Oscar-Debakel
© IMAGO / Everett Collection

Trotz der beachtlichen Erfolge von „Barbie“ entpuppten sich die Oscar-Nominierungen des Filmes nun als ziemlich ernüchternd. Diese Meinung vertritt auch Ken-Darsteller Ryan Gosling.

Wenn es einen Film gab, der die Filmindustrie 2023 so richtig ankurbelte, war es Greta Gerwigs „Barbie“. Das Werk ging nicht nur als Sieger mit 1,45 Milliarden US-Dollar an den internationalen Kinokassen hervor, sondern er knackte auch zahlreiche beachtenswerte Rekorde. „Barbie“ wurde auch dadurch besondere Bedeutung verliehen, dass es der erste Film einer Regisseurin ist, der über eine Milliarde US-Dollar weltweit einnahm. Da erscheint es auch nicht verwunderlich, dass der Film bei den Golden Globes sich als erster Gewinner in der neuen Kategorie Bester Erfolg im Kino und an den Kinokassen behauptete.

Neben überwiegend positiven Kritiken fand der Kino-Hit auch einiges an Resonanz bei seinen Zuschauer*innen – besonders den weiblichen. „Barbie“ schafft binnen seiner Laufzeit von 113 Minuten Raum für sein Publikum, nicht nur mit den Charakteren zu lachen und Sympathie für sie zu verspüren, sondern er bietet durch seine Figuren, seiner Handlung und letztendlich auch seine Anlehnungen an die Mattel-Puppe und das, wofür sie steht, unglaublich großes Identifikationspotenzial.

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Wie schon prognostiziert, erhielt „Barbie“ nun auch eine beträchtliche Anzahl an Oscar-Nominierungen – wohlverdiente acht an der Zahl:

  • Bester Nebendarsteller (Ryan Gosling)
  • Beste Nebendarstellerin (America Ferrera)
  • Bester Song („What Was I Made For“)
  • Bester Song („I’m Just Ken“)
  • Bestes Kostümdesign
  • Bestes Produktionsdesign / Szenenbild
  • Bestes adaptiertes Drehbuch
  • Und ein ganz besonderer Erfolg: Bester Film

Obwohl „Barbie“ damit durchaus glänzen kann, ernüchtern die Nominierungen trotzdem. Genauer gesagt: die fehlenden Nominierungen. Sowohl Gerwig als auch Margot Robbie wurden für die jeweilig zutreffenden Kategorien Beste Regie und Beste Hauptdarstellerin nicht bedacht. Gerade weil „Barbie“ eine so wichtige Botschaft der Gleichberechtigung vertritt, ist es besonders schade, dass die zwei Frauen, die „Barbie“ zum Leben erweckt haben, für diese jeweiligen Tätigkeiten keine Beachtung bei den Oscars finden. Dieser Ansicht ist auch Ken-Darsteller Ryan Gosling. Anlässlich seiner Oscar-Nominierung als Bester Nebendarsteller veröffentlichte er das folgende Statement (via Variety):

„Ich fühle mich sehr geehrt, von meinen Kolleg*innen neben so bemerkenswerten Künstler*innen in einem Jahr mit so vielen großartigen Filmen nominiert zu werden. Und ich hätte nie gedacht, dass ich das mal sagen würde, aber ich bin auch unglaublich geehrt und stolz, dass ich eine Plastikpuppe namens Ken darstellen durfte.

Aber es gibt keinen Ken ohne Barbie und es gibt keinen ‚Barbie‘-Film ohne Greta Gerwig und Margot Robbie, die beiden Hauptverantwortlichen für diesen geschichtsträchtigen, weltweit gefeierten Film.

Ohne ihr Talent, ihren Einsatz und ihre Genialität wäre keine Anerkennung für irgendjemanden in diesem Film möglich.

Zu sagen, dass ich enttäuscht bin, dass sie nicht in ihren jeweiligen Kategorien nominiert sind, wäre eine Untertreibung.

Allen Widrigkeiten zum Trotz haben sie uns mit nichts anderem als ein paar seelenlosen, spärlich bekleideten und glücklicherweise schrittlosen Puppen zum Lachen gebracht, sie haben uns das Herz gebrochen, sie haben die Kultur vorangebracht und sie haben Geschichte geschrieben. Ihre Arbeit sollte zusammen mit den anderen sehr verdienten Nominierten gewürdigt werden.

Abgesehen davon freue ich mich für America Ferrera und die anderen unglaublichen Künstler*innen, die mit ihren Talenten dazu beigetragen haben, dass dieser Film so bahnbrechend ist.“

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Die weiteren diesjährigen Oscar-Nominierungen werden euch in diesem Video präsentiert:

Die Nominierten der 96. Oscars

Fehlende „Barbie“-Nominierungen sorgen für weitere Aufschreie

Gosling ist nicht der Einzige, der von den fehlenden Nominierungen enttäuscht ist. Einige X-User*innen teilen seine Meinung:

„Die Tatsache, dass die Nebendarsteller*innen Oscar-Nominierungen bekamen, aber die Frau, die Barbie selbst spielte, nichts bekam, ist für mich nicht nachvollziehbar…“

„Dass Greta Gerwig bei den Oscars übergangen wurde, obwohl ‚Barbie‘ der EINZIGE Eine-Milliarden-US-Dollar-Film ist, bei dem ausschließlich eine Frau Regie geführt hat, kommt mir SEHR suspekt vor…“

„Dass Ken für einen Oscar nominiert wurde und nicht Barbie, ist genau der Grund, warum Barbie gemacht werden musste.“

Auch America Ferrera äußerte sich zu den (fehlenden) „Barbie“-Nominierungen (via Variety):

„Ich war unglaublich enttäuscht, dass sie nicht nominiert wurden. Greta hat so ziemlich alles getan, was man als Regisseur*in tun kann, um es zu verdienen. Sie hat diese Welt erschaffen und etwas, das für die meisten Menschen keinen inhärenten Wert hatte, zu einem globalen Phänomen gemacht. Es ist enttäuschend, sie nicht auf dieser Liste zu sehen.

Was Margot als Schauspielerin erreicht hat, ist wirklich unglaublich. Eines der Dinge, die Margot als Schauspielerin auszeichnen, ist, wie leicht sie alles aussehen lässt. Aber Margot ist eine Magierin vor der Kamera und es war eine große Ehre für mich, dass ich Zeugin ihrer großartigen Leistung werden durfte. Sie bringt so viel Herz, Humor, Tiefe, Freude und Spaß in die Rolle. In meinen Augen ist sie eine Meisterin.“

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Genau diese Eistellung von Ferrera sollte man versuchen, trotz der Enttäuschung auch zu vertreten. Immerhin hat „Barbie“ mit seinen acht Nominierungen nichtsdestotrotz reichlich Grund zu feiern. Außerdem spiegeln die Oscars letztendlich nur die Meinung einiger Personen wider, was die Talente von Gerwig und Margot als Regisseurin beziehungsweise als Schauspielerin jedoch nicht reduziert – Bewunderung und Anerkennung erhalten sie auch bei uns, ihrem Publikum.

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