„Avengers: Endgame“ ist vorbei. Das MCU wurde durch den Rückkampf gegen den verrückten Titanen Thanos ordentlich auf den Kopf gestellt. Doch was bedeutet das Ende? Ist es gar ein Fehler? Wie geht es jetzt für die Avengers weiter? Und was hat es eigentlich mit diesem mysteriösen Sound nach dem Abspann auf sich?

– Achtung: Es folgen massive Spoiler für „Avengers: Endgame“! –

Die Avengers sind ihrem Namen in „Avengers: Endgame“ endlich gerecht geworden. Wenn sie die Erde schon nicht retten können, werden sie sie rächen, mahnte Tony Stark (Robert Downey Jr.) schon im allerersten „Avengers“-Film an. Im wohl größten Film des Jahres 2019 gelang der beliebten Marvel-Truppe erstaunlicherweise beides im Finale.

Nach einem wilden Trip durch die Zeit (die Regeln für die Zeitreise erklären wir euch hier), der tragischerweise Black Widow (Scarlett Johansson) das Leben kostete, machten die Avengers Thanos‘ Tat rückgängig. Den Zwischensieg konnten die Helden jedoch nicht genießen, denn der verrückte Titan (Josh Brolin) machte seinem Ruf alle Ehre. Thanos folgte den Avengers quasi durch die Zeit, wodurch Tony Stark, Captain America (Chris Evans) und Thor (Chris Hemsworth) auf sein vergangenes Ich aus dem Jahr 2014 trafen. Mitsamt seiner Armee im Gepäck.

Als alle Hoffnung verloren schienen, traf zum Glück ein Teil der kurz zuvor geretteten Hälfte des Universums ein. Black Panther (Chadwick Boseman) brachte seine Armee aus Wakanda mit, Doctor Strange (Benedict Cumberbatch) seine Magier, selbst Spider-Man schwang sich wieder quicklebendig durch die Gegend. Cap konnte daraufhin endlich das sagen, was die Fans schon seit Jahren aus seinem Mund hören wollten: „Avengers assemble!“

Welche Easter Eggs wir sonst noch entdeckt haben, verraten wir euch hier:

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„Avengers Endgame“: Diese 43 Easter Eggs habt ihr womöglich verpasst

Tony Stark opfert sich, um Thanos zu besiegen

Es entbrannte der wohl gigantischste Kampf, den die Kinoleinwände seit „Der Herr der Ringe: Die Rückkehr des Königs“ je erlebt haben. Auch dank der Unterstützung von Captain Marvel (Brie Larson) konnte Thanos zurückgeworfen werden. Im entscheidenden Moment gelang es ihm dennoch, den Infinity Gauntlet wieder in seinen Besitz zu bringen.

An diesem Punkt machte Doctor Strange Tony Stark deutlich, dass dies genau die eine Chance ist, die er in „Avengers: Infinity War“ in der Zukunft gesehen hat. Dank seiner Nanotechnologie gelang es Stark, Thanos die Infinity-Steine direkt aus dem Gauntlet zu klauen, bevor Thanos erneut schnippen konnte. Mit einem finalen „Ich bin Iron Man“ schnipste Tony die Armee von Thanos mitsamt dem Titanen zu Staub. Leider kostete dieser heroische Akt Tony Stark selbst das Leben, denn die enorme Macht der vereinten Infinity-Steine war einfach zu viel.

Schon im Vorfeld wurde „Avengers: Endgame“ als große Zäsur des bisherigen Marvel Cinematic Unvierse (MCU) angekündigt und genau so kam es auch. Der Kampf gegen Thanos ist endgültig vorbei, die Infinity-Steine aus dieser Welt und Tony Stark Geschichte. Der geniale Wissenschaftler legte einst den Grundstein für die Avengers, entsprechend emotional und gut besucht fiel seine Beerdigung aus.

Falls ihr euch übrigens gefragt habt, wer der Junge auf der Beerdigung ist: Hierbei handelt es sich um Harley Keener, den ihr noch aus „Iron Man 3“ kennen dürftet. Wenn nicht, liefern wir euch in einem eigenen Artikel weitere Informationen zu seinem Auftritt.

Wenn ihr bei all den Schicksalen die Übersicht verloren habt, helfen wir euch gerne weiter:

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„Avengers Endgame“: Wer stirbt? Wer überlebt? Wer kehrt zurück? (Achtung, Spoiler!)

Auch Steve Rogers verabschiedet sich aus dem MCU

Neben Tony müssen sich die Fans mit „Avengers: Endgame“ aber auch von Steve Rogers verabschieden. Captain America erhielt die Aufgabe, die Infinity-Steine zu den Zeitpunkten zurückzubringen, an dem die Avengers sie zuvor aus der Vergangenheit geholt hatten. Dadurch sollte verhindert werden, dass alternative Realitäten entstehen. Cap kam seiner Pflicht nach, wie wir es von ihm gewohnt sind. Am Ende folgte er jedoch dem Ratschlag von Tony Stark und versuchte sich endlich an einem normalen Leben.

Deswegen erwartete ein alter Mann Sam Wilson (Anthony Mackie) und Bucky Barnes (Sebastian Stan). Steve war nicht zum vereinbarten Treffpunkt zurückgekehrt. Nachdem er seine Aufgabe erfüllt hatte, reiste er weiter zu seiner Peggy Carter (Hayley Atwell) und löste endlich den Tanz ein, den er ihr noch schuldete. Dass Steve Rogers einmal an sich selbst dachte und sich ein Leben in einer anderen Zeitlinie aufbaute, werden ihm die Fans nach all seinen heroischen Taten sicherlich zugestehen. Warum das Ende mit Cap kein Fehler ist, haben die Regisseure von „Avengers: Endgame“ inzwischen offiziell erklärt. Ein Wiedersehen mit Steve Rogers ist zudem nicht aus der Welt, obwohl wir dann mit einem fast 100 Jahre alten ehemaligen Cap in künftigen MCU-Filmen Vorlieb nehmen müssten.

Das muss aber nicht das Ende des Superhelden Captain America sein. Den berühmten Schild überreichte Steve seinem guten Freund Sam Wilson, der seinem Andenken natürlich gerecht werden will. Entsprechend könnte Falcon der Geschichte angehören und der Titel von Cap an den nächsten Avenger weitergereicht worden sein. So war es schließlich schon in den Comics der Fall.

Weitere angebliche und tatsächliche Fehler haben wir hier für euch zusammengefasst:

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„Avengers Endgame“: 16 Logik-Fehler & Patzer, über die sich Zuschauer beschweren

 

Thor schließt sich den Guardians an, die ein neues Ziel haben

Auch auf Thor kommen einige Veränderungen zu. Die Leitung von New Asgard überließ er Valkyrie (Tessa Thompson), die den neuen Zufluchtsort der Asen ohnehin schon geleitet hat. Ohne seinen Königstitel schließt sich Thor mit seinem neuen Big-Lebowski-Look lieber den Guardians of the Galaxy an. Oder wie er sie nennen: die „Asgardians of the Galaxy“.

Deren Mischung hat sich durch „Infinity War“ und jetzt „Endgame“ doch deutlich verändert. Nebula (Karen Gillan) ist endgültig ein Mitglied der Chaos-Truppe, wie erwähnt mischt auch Thor das Ensemble auf. Im Gegenzug haben die Guardians allerdings Gamora (Zoe Saldana) verloren. Ihre alte Gamora starb endgültig in „Infinity War“ und wird nicht mehr zurückkehren. Die Gamora aus dem Jahre 2014 kam jedoch mit Thanos aus der Vergangenheit. Entsprechend werden Quill (Chris Pratt) und Co. sie wohl in „Guardians of the Galaxy 3“ suchen. Da Gamora ihre Familie aber nicht kennt, dürfte dies ein kompliziertes Unterfangen werden.

Was wir bisher zu dem kommenden „Guardians“-Film wissen, erfahrt ihr hier:

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„Guardians of the Galaxy Vol. 3“: Zac Efron könnte Fanliebling spielen und weitere Infos zur Fortsetzung

Zudem wurde Peter Parker pünktlich vor „Spider-Man: Far From Home“ wieder zum Leben erweckt. Es ist aber immer noch nicht ganz klar, wann genau der künftige Film spielt. Peter wurde immerhin im Jahr 2023 zum Leben erweckt, fünf Jahre nach „Infinity War“. Wenn nicht alle in seiner Klasse ebenfalls zu Staub zerfallen sind und zurückgeholt wurden, müsste er einige Jahre jünger sein als so manche von ihnen. Das Ende von „Avengers: Endgame“ zeigte uns, dass immerhin Ned (Jacob Batalon) weiterhin im gleichen Alter wie Peter ist und entsprechend könnten die beiden auch künftig zusammen die Schule unsicher machen.

Was ist mit der Mid- und Post-Credit-Scene? Was bedeutet der Sound?

In allen bisherigen 21 MCU-Filmen konnten sich Zuschauer stets auf zusätzliche Szenen im und nach dem Abspann freuen. Meist gaben sie uns einen Vorgeschmack auf die kommenden Abenteuer, manchmal lieferten sie einen weiteren Witz. „Avengers: Endgame“ bricht aber mit dieser Tradition, was durchaus passend ist. Wenn nicht dieser Film, welcher dann?

Entsprechend erwartete uns lediglich ein erneut optisch ansprechender Abspann, der die Helden des MCU ehrt. Besonders schön ist dabei, dass die sechs Original-Avengers einen gesonderten Auftritt erhalten haben, der einen würdigen Abschluss bildet. Komplett verabschieden müssen wir uns aber zum Glück nicht. Das MCU geht weiter und zumindest Thor, aber auch Hulk und vielleicht Hawkeye (Jeremy Renner) werden wir wiedersehen. Black Widow müssen wir ebenfalls noch nicht „Lebewohl“ sagen, denn sie erhält wohl schon nächstes Jahr einen Solo-Film, der aber vermutlich ihre Ursprünge thematisiert. Nach ihrem Tod in „Avengers: Endgame“ wird das höchstwahrscheinlich ein besonders emotionaler Kinobesuch für viele Fans werden.

Wenn ihr dennoch bis ganz zum Ende sitzen bleibt, erwartet euch das klassische Marvel-Logo, mit einem interessanten Geräusch. Es klingt, als würde jemand einen Hammer auf Metall schlagen. Die naheliegendste Vermutung: Hierbei handelt es sich um eine Anspielung auf „Iron Man“, wo Tony Stark als Geisel in einer Höhle seinen ersten Prototyp bastelte, aus dem später sein Iron-Man-Anzug hervorging. Wenn dem so ist, wäre es ein schöner Bogen vom Ende seiner Reise zu seinem Anfang.

Wie unfassbar erfolgreich „Avengers: Endgame“ ist, verraten wir euch detailliert an dieser Stelle:

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Einnahmen von „Avengers Endgame“: Alle wichtigen Rekorde, die gebrochen wurden

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