George Clooney

George Clooney

Leben & Werk

Mit seiner eleganten Erscheinung und lässigen Attitüde wurde George Clooney zu einem der profiliertesten Superstars Hollywoods. Gleichzeitig konnte er sich mit “Good Night, and Good Luck.” und “The Ides of March” als preisgekrönter Regisseur und Drehbuchautor etablieren.

Anfänge und Durchbruch mit “Emergency Room”

George Timothy Clooney kam am 6. Mai 1961 in Lexington, Kentucky als Sohn eines Fernsehmoderatoren und einer Schauspielerin zur Welt. Die Schauspielerei wurde dem jungen George quasi in die Wiege gelegt, auch seine Tante Rosemary Clooney war eine erfolgreiche Schauspielerin und Sängerin. Mit ihrer Hilfe konnte er sich in den 1980ern erste kleinere Rollen sichern. Während er in dem Trash-Streifen “Die Rückkehr der Killertomaten” (1988) einen skurrilen Auftritt hatte, versuchte er sich in dem Flop “Red Surf” (1990) vergeblich als Actiondarsteller.

Trotz des erfolglosen Starts ging es mit Clooneys Schauspielkarriere steil bergauf, als er nach einer längeren Verpflichtung für die Kult-Sitcom “Rosanne” (1988-1991) in der erfolgreichen Krankenhausserie “Emergency Room“ gecastet wurde. Die Serie fasste insgesamt 15 Staffeln, wobei Clooney nur bis 1999 dabei blieb.

Vom TV-Darsteller zum Filmstar

1996 spielte er seine erste große Kinorolle in Robert Rodriguez‘ schwarzhumorigem Splatterfilm “From Dusk Till Dawn“. Als eiskalter, aber extrem beherrschte Killer nimmt er es neben seinem psychopatischen Bruder (Quentin Tarantino) mit einem Haufen Bikern und Vampir-Stripperinnen auf. Nur ein Jahr später verkörperte er in dem vierten “Batman”-Teil “Batman & Robin” den titelgebenden dunklen Ritter. Auch wenn die unfreiwillig komische Comicverfilmung als einer der schlechtesten Batman-Streifen aller Zeit gehandelt wird, tat der Auftritt Clooneys Karriere keinen Abbruch.

In dem sinnlich inszenierten Krimi-Film “Out of Sight“ (1998) sprühen dagegen zwischen Clooney und Jennifer Lopez die erotischen Funken. Danach überzeugte er in dem satirischen Kriegsdrama “Three Kings“ an der Seite von Mark Wahlberg und als heroischer Kapitän in Wolfgang Petersens nervenaufreibenden Katastrophen-Thriller “Der Sturm“ (2000). Als entflohener Kettensträfling in der Südstaaten-Odyssee der Coen-Brüder “O Brother, Where Art Thou?“ zeigte er sich schließlich von seiner humoristischen Seite.

Weitere Erfolge mit der “Ocean's”-Reihe und Durchbruch als Regisseur

Mit Steven Soderberghs Heist-Komödien “Ocean's Eleven” (2001), “Ocean's 12” (2004) und “Ocean's 13” (2007) erreichte seine Popularität ungeahnte Höhen und festigte Clooneys Image als smarter Frauenschwarm. Dabei ließ er in dem Starvehikel (Matt Damon, Brad Pitt und Julia Roberts) als titelgebender Gangster die Kinokassen klingeln.

Daneben war er in dem Sci-Fi-Remake “Solaris” (2002) als depressiver Weltraum-Psychologe und in der Coen-Komödie “Ein (un)möglicher Härtefall” (2003) als Scheidungsanwalt in der Midlife-Crisis zu sehen. Mit viel Lob wurde Clooneys Regiedebüt “Geständnisse – Confessions of a Dangerous Mind“ (2002) bedacht, in dem er die Memoiren des legendären Showmasters Chuck Barris verfilmte. Zunehmend politisch wurde Clooney mit seiner zweiten Regiearbeit “Good Night, and Good Luck“ (2005), die das Klima der McCarthy-Ära seziert und mit sechs Oscar Nominierungen geehrt wurde.

George Clooney als Oscar-Kandidat und gefragter Charakterdarsteller

Politisch geht es in dem Thriller “Syriana” (2005) weiter, in dem er CIA-Agent spielt, der ins Fadenkreuz von Terroristen gerät. Für diese Rolle wird er erstmals mit dem Oscar ausgezeichnet. In Steven Soderberghs “The Good German – In den Ruinen von Berlin” (2006) reist er als Journalist nach Nachkriegsdeutschland, um seine Geliebte (Cate Blanchett) zu finden, während ihm der preisgekrönte Politthriller “Michael Clayton” seine zweite Oscar Nominierung als Darsteller einbringt.

2008 ging es mit dem Sportfilm “Ein verlockendes Spiel” weiter, in dem er als professioneller Footballspieler zu sehen ist. In der Coen-Groteske “Burn After Reading“ glänzte er wiederum als schmieriger Sexsüchtiger, der in ein fatales Missverständnis verstrickt wird. Für seinen Auftritt als vereinsamter Entlassungs-Experte in “Up in the Air“ heimste Clooney erneut eine Oscar-Nominierung ein. Kurz darauf mimte er in der Militärsatire “Männer, die auf Ziegen starren“ (2009) einen Freak, der angeblich für eine US-Spezialeinheit mit Blicken töten kann.

Aktuelle Filme von und mit George Clooney

Als Auftragskiller erfüllt er in dem Thriller “The American” (2010) eine letzte Mission. Das Politdrama “The Ides of March“ um ein Wunderkind, das im US-Präsidentschaftswahlkampf die Strippen zieht, war wie zuvor “Good Night, and Good Luck“ ein Herzensprojekt, bei dem Clooney als Regisseur, Autor, Produzent und Darsteller zugleich überzeugte.

Ganz auf die Schauspielerei konzentrierte er sich im gefühlvollen Drama “The Descendants – Familie und andere Angelegenheiten“ (2011) von “Sideways“-Regisseur Alexander Payne als unbedarfter Familienvater, der von seiner Tochter erfährt, dass seine im Koma liegende Ehefrau ihn schamlos betrogen hat. Als Astronaut begleitete er im Weltraum-Drama und Oscar-Favoriten “Gravity“ (2013) die im All verschollene Sandra Bullock.

Clooneys nächstes Projekt “Monuments Men“ bei dem er wieder die Regie, Produktion, Drehbuch und die Hauptrolle übernahm, basiert auf einer wahren Geschichte gegen Ende des Zweiten Weltkriegs. Dabei versucht er als Kunsthistoriker die Kunstschätze vor der Zerstörungswut der Nazis zu retten. Zuletzt spielt er im SciFi-Märchen “A World Beyond“ (2015), das auf dem Disney-Themenpark-Spektakel “Tomorrowland“ basiert, einen Wanderer zwischen Realität und Fantasie.

Abgedreht geht es in der Hollywood-Satire “Hail, Caesar!” der Coen-Brüder, Joel und Ethan, weiter. Dabei verkörpert der Superstar – wie solle es auch anders sein – einen legendären Filmstar kurz vor dem Nervenzusammenbruch. Zudem ist er 2016 in dem Medien-Thriller “Money Monster” als Finanzberater zu sehen, der sich auf fatale Weise verzockt hat.

George Clooney privat

George Clooney wurde mehrfach zum Sexiest-Man Alive gekürt und galt viele Jahre als unverbindlicher Frauenheld. Inzwischen hat er in der Menschenrechts-Anwältin Amal Alamuddin seine große Liebe gefunden. Die beiden verlobten sich 2014 und feierten kurz darauf ihre Traumhochzeit in Venedig.

Persönlich gibt sich der Superstar politisch: Er ist erklärter Pazifist, sammelt regelmäßig Spenden für diverse Fundraising-Kampagnen unter anderem für die Katastrophe in Haiti und setzt sich für den Umweltschutz und klimafreundliche Technologien ein.

George Clooney Auszeichnungen

Oscars

  • 2006 Nominierung für das Beste Originaldrehbuch – “Good Night, and Good Luck.”
  • 2006 Nominierung als Bester Regisseur – “Good Night, and Good Luck.”
  • 2006 Auszeichnung als Bester Nebendarsteller – “Syriana”
  • 2008 Nominierung als Bester Hauptdarsteller – “Michael Clayton”
  • 2010 Nominierung als Bester Hauptdarsteller – “Up in the Air”
  • 2012 Nominierung für das Beste adaptierte Drehbuch – “The Ides of March”
  • 2013 Auszeichnung für den Besten Film (als Produzent) – “Argo”

Golden Globes

  • 1996 Nominierung als Bester Serien-Hauptdarsteller, Drama – “ER”
  • 1997 Nominierung als Bester Serien-Hauptdarsteller, Drama – “ER”
  • 1998 Nominierung als Bester Serien-Hauptdarsteller, Drama – “ER”
  • 2001 Auszeichnung als Bester Hauptdarsteller, Komödie oder Musical - “O Brother, Where Art Thou?”
  • 2006 Auszeichnung als Bester Nebendarsteller – “Syriana”
  • 2008 Nominierung als Bester Hauptdarsteller, Drama – “Michael Clayton”
  • 2010 Nominierung als Bester Hauptdarsteller, Drama – “Up in the Air”
  • 2012 Nominierung für das Beste Filmdrehbuch – “The Ides of March”
  • 2012 Nominierung als Bester Regisseur – “The Ides of March”
  • 2012 Auszeichnung als Bester Hauptdarsteller, Drama – “The Ides of March”
  • 2015 Ehrenpreis “Cecil B. DeMille Award”

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