Out of Sight

Kinostart: 17.09.1998

Filmhandlung und Hintergrund

Liebevolle Annäherung an Crime-Movies der späten Sechziger und überaus sinnliche Lovestory. Nach Elmore Leonard.

Beim Ausbruch aus dem Gefängnis muß Bankräuber Jack Foley die Bundesmarschallin Karen Sisco kidnappen. Während der Flucht kommen sie sich näher, und als sich ihre Wege trennen, hat es beide schwer erwischt. Foley setzt sich mit Partner Buddy für einen Diamanten-Coup nach Detroit ab, und Karen folgt ihm - teils aus Pflichterfüllung, teils um dem liebenswerten Gauner nah zu sein.

Jack Foley ist ein notorischer Bankräuber, allerdings ein so geschickter, daß er in seiner langen Karriere noch nie eine Waffe benutzen mußte. Trotzdem wird er geschnappt. Dreißig Jahre Gefängnis warten auf ihn. Also bricht er aus - und landet direkt vor der Gewehrmündung der Polizistin Karen Sisco. Zum Glück ist Jacks Komplize Buddy ein flinker Bursche. Er überwältigt Karen und sperrt sie zusammen mit dem flüchtigen Jack in den Kofferraum seines Autos. Dort kommen die beiden sich überraschend nahe.

Liebevolle Annäherung an Crime-Movies der späten Sechziger und überaus sinnliche Lovestory. Nach Elmore Leonard.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Out of Sight: Liebevolle Annäherung an Crime-Movies der späten Sechziger und überaus sinnliche Lovestory. Nach Elmore Leonard.

    Nach Barry Sonnenfelds „Schnappt Shorty“ und Quentin Tarantinos „Jackie Brown“ kommt nun mit „Out Of Sight“ die dritte Adaption eines Elmore-Leonard-Krimis in die Kinos. Dabei wird die aktuelle Verfilmung von Steven Soderbergh, dessen Visitenkarte bis dato noch vorrangig sein Debüt „Sex, Lügen & Video“ ausmachte, von vielen als der Vorlage am nahestehendsten gelobt. Bei der gewieften Kriminalkomödie, um die unmögliche Romanze zwischen einem charmanten Bankräuber und einer beinharten Gesetzeshüterin, stimmen alle Komponenten: Schräg-subtiler Humor, ein Sammelsurium an exzentrischen, ausführlich gezeichneten Charakteren, clevere Dialoge saturiert mit gängigem Gangsterslang, mit George Clooney und Jennifer Lopez zwei brandheiße Stars, die schwelende Chemie erzeugen und nicht zuletzt eine ansprechende visuelle Präsentation.

    Dem Hype als strahlender Filmstar konnte „ER“-TV-Arzt Clooney mit „Batman“ und „Projekt: Peacemaker“ noch nicht hundertprozentig gerecht werden, doch in seiner Rolle als der Bankräuber Jack Foley zeigt er zum erstenmal sein ganzes charismatisches Potential. Der Prolog stellt ihn beim überaus höflichen Überfall (die Gelegenheit zum Flirt wird nicht ausgelassen) eines Geldinstituts vor, doch der marode Zustand seines Fluchtwagens beschert ihm einen weiteren Gefängnisaufenthalt in den Everglades. Dort hält es ihn nicht lange und beim Ausbruch läuft er direkt der toughen Bundesmarschallin Karen Sisco (fabelhaft: Jennifer Lopez wandelt als stahlharte Sexbombe auf Pam-Grier-Pfaden) in die Arme. Sein bereitstehender Kumpel Buddy Bragg (Ving Rhames) steckt sie kurzerhand in den Kofferraum, wo sie Foley gezwungenermaßen näherkommt und über Filme plaudert. Als sich ihre Wege wiedertrennen, stellen beide fest, daß es sie schwer erwischt hat. Sie setzt zunächst alles daran den Flüchtingen dingfest zu machen, gibt ihm jedoch wiederholt Gelegenheit zum Entkommen. Foley geht mehrfach Risiken ein, um ihr nahe zu sein und begibt sich dann mit seinem Partner nach Detroit, um einen ehemaligen schwerreichen Knastkollegen (Albert Brooks) um seine ungeschliffenen Diamanten zu erleichtern. In der pompösen Villa kommt es zum Showdown mit weiteren Bekannten aus dem Kittchen, die Don Cheadle und Steve Zahn umfassen.

    Die musikalisch Einbettung in einen sinnlichen Score, der auf hochkarätigen Funk und Soul setzt, verführt den Zuschauer geradezu sich vom beinahe hypnotisch erotischen Ambiente der romantische Offbeat-Komödie gefangennehmen zu lassen. Reizvoll ist zudem die nicht chronologische Zeitschlaufe, die integriert episodenhaft mit diversen Flashbacks interessante Zusammenhänge offenbart und damit Erinnerungen an Pulp Fiction wachwerden läßt. In prägnanten Cameoauftritten sind denn auch die Tarantino-Mimen Michael Keaton und Samuel L. Jackson zu sehen. Ein wahrer Leckerbissen an individualistischer Kino-Konfektion, die für ein breites Massenpublikum vielleicht ein wenig zu kunstvoll zubereitet ist. ara.

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