Christoph Waltz

Christoph Waltz

Leben & Werk

Der österreichische Schauspieler und Oscar-Preisträger ist für seine charismatischen Darbietungen von labilen Charakteren und Bösewichten bekannt. 2009 triumphierte Christoph Waltz in Quentin Tarantinos “Inglourious Basterds” als süffisant sadistischer und abgründig zynischer SS-Offizier und “Judenjäger” Hans Landa.

Christoph Waltz und seine Filme

Christoph Waltz wurde 1956 in Wien als Sohn eines Kostümbildnerehepaares geboren. Zunächst studierte er Schauspiel am Max-Reinhardt-Seminar in Wien und am renommierten Lee Strasberg Institute in New York. 1976 hatte er sein Fernsehdebüt in “Der Vetter im 7. Bezirk”. 1981 folgte der erste Kino-Auftritt in “Kopfstand”, der die Zustände in der österreichischen Psychiatrie kritisiert.

Waltz war in Krimi-Reihen wie dem “Tatort”, “Derrick”, “Kommissar Rex”, “Polizeiruf 110″ oder “Der letzte Zeuge” zu sehen. Als herausragend gelten seine Leistungen als U-Bahn-Geiselnehmer in “Rosa Roth: Nirgendwo” und als Entführer des Industriellen Oetker in “Tanz mit dem Teufel” (2002). In die deutsche TV-Geschichte ging er mit der Titelrolle des tragischen Schlagersängers in “Du bist nicht allein – die Roy Black Story“ (1996) ein.

Durchbruch in Quentin Tarantinos “Inglourious Basterds” und Oscar-Auszeichnung

Ursprünglich wollte Quentin Tarantino seinen Kriegsfilm “Inglourious Basterds” schon aufgeben, als er keinen geeigneten Schauspieler für die Rolle des „SS“-Offiziers Hans Landa fand. Beim Casting konnte Christoph Waltz als einziger den Kult-Regisseur restlos überzeugen. Mit seiner Rolle des abgründigen und seltsam charmanten Nazis gelang Christoph Waltz 2009 der internationale Durchbruch, wobei er den Oscar als bester Nebendarsteller abstaubte.

Ein Jahr später spielt er in Michel Gondrys Comic-Adaption “The Green Hornet” den Mafiaboss. Im selben Jahr mimt Waltz den Workaholic-Ehemann von Kate Winslet im Kammerspiel “Der Gott des Gemetzels“, in dem sich zwei Ehepaare in die Haare kriegen. In der Neuverfilmung “Die drei Musketiere” (2011) gibt er eine markerschütternde Darbietung als Fiesling Kardinal Richelieu.

Weitere Erfolge mit “Django Unchained” und “James Bond”

2012 arbeitet Waltz ein zweites Mal mit Quentin Tarantino in dem blutigen Western “Django Unchained” zusammen. Als deutscher Zahnarzt und Kopfgeldjäger Dr. King Schultz wird er diesmal zum Helden und geht mit einem afroamerikanischen Sklaven (Jamie Foxx) auf Rachefeldzug gegen Leonardo DiCaprio, der einen rassistischen Gutsbesitzer spielt. Für diese Rolle wurde Waltz ein zweites Mal mit dem Oscar als bester Nebendarsteller prämiert, was ihn zum ersten Österreicher der Geschichte mit gleich zwei goldenen Trophäen macht.

Danach mimt Waltz in Terry Gilliams bildstarken SciFi-Dystopie “The Zero Theorem” (2014) ein glatzköpfiges Computergenie, das nicht weniger als die Weltformel lösen will. In Tim Burtons Biopic “Big Eyes” (2014) wird er zum Hochstapler und Künstlergatten. 2015 folgt mit “James Bond 007: Spectre” ein weiterer Triumph. Als ikonischer Oberbösewicht Blofeld macht er Bond-Darsteller Daniel Craig das Leben schwer. In “Legend of Tarzan” (2016) möchte er als durchtriebener Geschäftsmann die Macht im Kongo an sich reißen, während er im Historiendrama “Tulpenfieber” (2015) die schöne Alicia Vikander heiratet.

Persönliches Leben: Christoph Waltz hat eine Frau und vier Kinder

Aus erster Ehe mit einer Amerikanerin, stammen drei Kinder. Seine zweite Frau, die Kostümbildnerin Judith Holste, kennt er seit 2001. Ansonsten hält sich Christoph Waltz sehr bedeckt was sein Privatleben angeht. Das Paar hat eine gemeinsame Tochter (*2005) und lebt abwechselnd in London, Berlin und Los Angeles. Waltz beherrscht Deutsch, Englisch und Französisch und ein bisschen Italienisch. Er ist ein großer Opern-Fan und inszenierte 2014 in Antwerpen Richard Strauss' Oper „Rosenkavalier“.

Christoph Waltz Auszeichnungen

Oscars

  • 2010 Auszeichnung als bester Nebendarsteller “Inglourious Basterds”
  • 2013 Auszeichnung als bester Nebendarsteller “Django Unchained”

Golden Globes

  • 2010 Auszeichnung als bester Nebendarsteller “Inglourious Basterds”
  • 2013 Auszeichnung als bester Nebendarsteller “Django Unchained”
  • 2015 Nominierung als bester Darsteller in einer Komödie oder einem Musical “Big Eyes”

BAFTA Awards

  • 2010 Auszeichnung als bester Nebendarsteller “Inglourious Basterds”
  • 2013 Auszeichnung als bester Nebendarsteller “Django Unchained”

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