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Election: Pechschwarze Politparabel im Pennälermilieu, in der eine Schulsprecherwahl ein erbittertes Duell zwischen Schülerin und Lehrer entfacht.

Die propere Tracy Flick hat sich das Amt der Schulsprecherin in den Kopf gesetzt. Angesichts ihrer aufgesetzten Tugendhaftigkeit bekommt der allseits beliebte Lehrer Mr. McAllister das kalte Grausen und mobilisiert den gutmütigen Football-Jock Paul als Gegenkandidaten. Es beginnt eine emotionale Wahlkampagne, in deren Folge der bigotte Biederbürger McAllister schließlich ins tiefste Fettnäpfchen tritt.

Die ehrgeizige Egoistin Tracy Flick hat es sich in den Kopf gesetzt, sich das Amt der Schulsprecherin zu sichern. Das erzürnt den beliebten Spießerlehrer McAllister, der den gutmütigen Paul manipuliert, sich als Gegenkandidat aufstellen zu lassen. Um sich an Paul zu rächen, tritt auch dessen lesbische Schwester auf den Plan und erntet mit ihrer Null-Bock-Attitüde Begeisterung. Startschuß für einen erbitterten Wahlkampf, in dem jeder sein Fett abbekommt.

Als die ehrgeizige Egoistin Tracy Flick Schulsprecherin werden will, baut der beliebte Lehrer McAllister den gutmütigen Paul zum Gegenkandidaten auf. Das Wahlkampfchaos ist perfekt, als auch Pauls lesbische Schwester Ansprüche auf das Amt anmeldet und sich erste Ungereimtheiten bei der Wahlauszählung zeigen. Pfiffige Komödie und eine Demontage erzamerikanischer Werte.

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Kritikerrezensionen

  • Bereits mit seiner bitterbösen Abtreibungssatire “Citizen Ruth” verstand es Regisseur Alexander Payne, amüsant ein empfindliches Thema zu sezieren, indem er überspitzt verschiedene politische, moralische und religiöse Blickwinkel durchleuchtete. Seine aktuelle Demontage erzamerikanischer Werte basiert auf Tom Perrottas gleichnamigen Roman, der von der Präsidentschaftswahlkampagne im Jahr 1992 inspiriert wurde. Die Politarena wird dabei mit der Penne vertauscht, und als treffliche Allegorie dient eine Schulsprecherwahl.

    Erneut verlegt Payne das Geschehen in seine Heimatstadt Omaha, Nebraska – eine der Bastionen der erzkonservativen Moral Majority des Mittleren Westen. Wieder zeigt er die Zerbrechlichkeit moralischer Werte auf, die in diesem Fall bei der Aussicht auf Macht, Prestige und Sex eilends unter den Teppich aufgesetzter Tugendhaftigkeit gekehrt werden. Die zentrale Figur dieser cleveren Politparabel ist die propere Tracy Flick (“Cruel Intentions”-Jungfer Reese Witherspoon), die sich das Amt der Schulsprecherin in ihren perfekt frisierten Kopf gesetzt hat. Mit ihrem übereifrigen Ehrgeiz erregt die Egoistin die Unbill des allseits beliebten Lehrers Mr. McAllister (Matthew Broderick – in “Ferris macht blau” einst renitenter Schulrebell, jetzt am anderen Ende der Fahnenstange angekommen), der daraufhin den gutmütigen Football-Jock Paul (Chris Klein erinnert an Keanu Reeves in besten “Bill und Ted”-Tagen) manipuliert, sich als Gegenkandidat aufstellen zu lassen. Aus Rachegründen tritt nun auch Pauls lesbische Schwester Tammy (Jessica Campbell) in die Runde, die mit ihrer Null-Bock-Attitüde johlenden Anklang bei der Schülerschaft findet. Damit wird eine schmutzige Wahlkampagne eingeläutet, in deren Folge letztlich der bigotte Biederbürger McAllister in tiefste Fettnäpfchen tritt.

    Die als Erwachsenenkomödie beworbene Satire scheut sich nicht, Tabuthemen wie Sex zwischen Schülern und Lehrern, Lesbenbeziehungen in katholischen Mädchenschulen und Korruption in der Schulverwaltung aufzugreifen. Die beiden Hauptfiguren – an die Grenzen ihrer eigenen Integrität gestoßen – werden in grau-schwarzem Licht gezeichnet, wobei ihre jeweiligen subjektiven Voiceover sie dennoch sehr menschlich erscheinen lassen. Ihre Peinlichkeit wird zudem mit visuellen Mitteln unterstrichen: äußerst unvorteilhafte freeze frames lassen Tracy grotesk erscheinen, und McAllister sieht nach einem Bienenstich am Auge grotesk verunstaltet wie der Glöckner von Notre-Dame aus. In der Flut formularischer Fast-Film-Teenkomödien sticht “Election” wie die vergnügliche Außenseiter-Studie “Rushmore” als cineastische Gourmetkost hervor: Diese cleveren Erben von “Clueless” sind das perfekte Gegenmittel zu konventionellem Teensploitation-Einerlei wie “Eine wie keine” oder “Ich kann’s kaum erwarten”. ara.

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