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Schock-Diagnose: Actionstar Bruce Willis muss seine Karriere wegen Krankheit beenden

Schock-Diagnose: Actionstar Bruce Willis muss seine Karriere wegen Krankheit beenden
© Imago/Prod.DB

Wie Bruce Willis‘ Tochter Rumer über Instagram verkündet hat, beendet der Hollywoodstar aufgrund einer Krankheit seine Filmkarriere.

Poster
  • Geboren: 19.03.1955 in Idar-Oberstein, Rheinlandpfalz  BRD
  • Berufe: Schauspieler, Producer, Sprecher, Regisseur

Es ist eine Nachricht, die schockiert: Bruce Willis beendet seine Karriere. Aber nicht, weil es dem 67-Jährigen zu langweilig geworden ist, in zahlreichen VoD-Werken aufzutreten, sondern aufgrund einer Krankheit. Tatsächlich soll der Hollywoodstar an einigen gesundheitlichen Problemen leiden, wie seine Tochter Rumer Willis stellvertretend für die gesamte Familie über Instagram wissen ließ. Daher habe er sich nach reifer Überlegung dazu entschlossen, einen Schlussstrich zu ziehen:

„An die großartigen Unterstützer*innen von Bruce [Willis]: Als Familie wollten wir mitteilen, dass unser geliebter Bruce einige gesundheitliche Probleme hatte und bei ihm vor Kurzem eine Aphasie diagnostiziert wurde, die seine kognitiven Fähigkeiten beeinträchtigt. Aus diesem Grund und nach reiflicher Überlegung beendet Bruce die Karriere, die ihm so viel bedeutet hat. Das ist eine wirklich schwierige Zeit für unsere Familie und wir sind euch so dankbar für eure anhaltende Liebe, euer Mitgefühl und eure Unterstützung. Wir stehen dies als eine starke Familieneinheit durch und wollten seine Fans mit einbeziehen, weil wir wissen, wie viel er euch bedeutet – genauso wie ihr ihm. Wie Bruce immer zu sagen pflegt: ‚Lass es krachen‘. Und gemeinsam haben wir vor, genau das zu tun. In Liebe, Emma, Demi, Rumer, Scout, Tallulah, Mabel und Evelyn.“

Dass sich seine Tochter Rumer über Instagram zu Wort meldet und das Karriereende ihres Vaters verkündet, könnte ein Hinweis darauf sein, wie schlecht es um den Darsteller steht. In der Vergangenheit wurde der Schauspieler immer wieder für obskure Interviews kritisiert, bei denen ihm vorgeworfen wurde, dass seine Antworten keinen Sinn ergeben würden, wie etwa in der „The One Show“ auf BBC. Es wurden gar Vermutungen laut, er hätte dabei unter Drogen gestanden. Vor dem Hintergrund der Aphasie-Diagnose stimmt der Spott, der ihm zuteil wurde, nun umso trauriger:

Bruce Willis beendet seine Karriere: Was ist eine Aphasie?

Schauspieler*innen müssen nicht nur in der Lage sein, eine gute Figur vor der Kamera zu machen, sie verleihen den Dialogen aus dem Drehbuch erst die emotionale Tiefe. Man kann sich denken, dass dies mit einer Sprachstörung kaum zu bewerkstelligen ist. Und doch war es das Stottern, das ihn als Jugendlichen erst zum Schauspiel führte. Bei der Aphasie handelt es sich um eine erworbene Sprachstörung, häufig durch einen Schlaganfall, aber auch etwa durch entzündliche Erkrankungen entstanden. Das Sprachzentrum im Gehirn ist bei Betroffenen geschädigt. Die Folge sind schwere Beeinträchtigungen beim Sprechen, Verstehen, Lesen und beim Schreiben. Es heißt, bei einem Drittel der Fälle komme es innerhalb weniger Monate zu einer Normalisierung der Sprachfunktionen. Es soll aber auch Betroffene geben, die vollständig verstummen.

Für Fans dürfte diese Mitteilung zum Karriereende des Superstars ein Schock sein. Jetzt dürfte eventuell auch klar sein, warum sich Willis in den vergangenen Jahren immer weiter aus dem Filmgeschäft zurückgezogen und nur noch kleine Rollen in relativ unbedeutenden B- und C-Werken übernommen hat, in denen er kaum Dialoge hatte.

Die meisten vermuteten, der Schauspieler sei seines Berufes überdrüssig, wolle nur schnelle Millionen für kurze Auftritte kassieren. Tatsächlich hat Willis in den vergangenen fünf Jahren in insgesamt 33 Filmen mitgewirkt, wovon 25 bereits erschienen sind. Nur drei Filme („Death Wish“, „Glass“ und „The Lego Movie 2“) sind im Kino erschienen, beim Rest handelte es sich um VoD-Veröffentlichungen. Acht weitere Filme mit ihm werden noch dieses und nächstes Jahr veröffentlicht.

Unvergessen bleibt dagegen Willis‘ Sprung in Hollywoods A-Liga als John McClane in „Stirb Langsam“, dem weitere Werke wie „Last Boy Scout – Das Ziel ist Überleben“, „Der Tod steht ihr gut“, „Pulp Fiction“, „12 Monkeys“ und „The Sixth Sense – Nicht jede Gabe ist ein Segen“ folgten. Mit „Unbreakable – Unzerbrechlich“ lieferte er gemeinsam mit Regisseur M. Night Shyamalan womöglich den besten Superheld*innenfilm aller Zeiten ab. Die Neunziger waren das Jahrzehnt von Bruce Willis. Mit unterschiedlichen Filmen hob er sich von seinen Actionkolleg*innen wohltuend ab und bewies stets ein gutes Händchen bei seiner Rollenwahl. Diese Zeit wird ihm niemand mehr nehmen können.

Wir wünschen ihm nur das Beste und gute Besserung.

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