12 Monkeys

   Kinostart: 21.03.1996

12 Monkeys: Abgedrehte Science-Fiction-Vision, in der Bruce Willis in die Vergangenheit reisen muß, um einem weltbedrohendem Virus auf die Spur zu kommen.

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„12 Monkeys“ im Kino

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Filmhandlung und Hintergrund

Abgedrehte Science-Fiction-Vision, in der Bruce Willis in die Vergangenheit reisen muß, um einem weltbedrohendem Virus auf die Spur zu kommen.

Im Jahr 1996 wütet auf der Erde ein furchterregender Virus. Er ist so schlimm, dass er dafür sorgt, dass fünf Milliarden Menschen auf der Welt daran sterben. Im Jahr 2035 hat sich daher die Welt, wie wir sie kennen, dramatisch gewandelt. Die Überlebenden haben die Erdoberfläche aus Angst vor dem Virus verlassen und sich unter die Erde zurückgezogen, wo sie in dunklen Tunneln und Hallen ohne Tageslicht versuchen, eine neue Existenz aufzubauen. Gleichzeitig versuchen Wissenschaftler, die Katastrophe im Jahr 1996 zu verhindern und so wird der Sträfling James Cole (Bruce Willis) auserwählt, um in der Zeit zurückzureisen und das Unglück abzuwenden.

Doch durch ein Missgeschick der klugen Köpfe landet Cole im Jahr 1990. Da er versucht, der Sache auf den Grund zu gehen und einigen Menschen anvertraut, was in der Zukunft passiert, wird er für geisteskrank erklärt und in eine Psychiatrie gesteckt. Seine Auftraggeber holen ihn zurück, doch Cole glaubt an seine Aufgabe und lässt sich erneut in der Zeit zurückschicken. Dabei macht er zum ersten Mal Bekanntschaft mit der Armee der 12 Monkeys. Es scheint, als hätte er einen Schuldigen gefunden…

Mit „12 Monkeys“ lieferte Terry Gilliam einen besonderen Dystopie-Thriller ab, der heute Kultstatus besitzt. Für Bruce Willis und Brad Pitt bedeutete der Film eine kleine Veränderung in ihrer Filmografie, immerhin konnten sie mit diesem anspruchsvollen Werk beweisen, dass sie sich auch als Charakterdarsteller eignen. Brad Pitt wurde für seine Leistung des geisteskranken Psychopathen sogar mit einem Golden Globe ausgezeichnet. In Europa wurde „12 Monkeys“ zudem die Ehre zuteil, der erste Film zu sein, der auf eine DVD gepresst wurde.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • 12 Monkeys: Abgedrehte Science-Fiction-Vision, in der Bruce Willis in die Vergangenheit reisen muß, um einem weltbedrohendem Virus auf die Spur zu kommen.

    Die Armee der zwölf Affen kommt, und mit sich führt sie einen wunderbar seltsamen, labyrinthartigen Film, dessen Potential an den Kinokassen dennoch nicht hoch genug einzuschätzen ist. In der zweifellos poetischsten Studioveröffentlichung des letzten Jahres schickt Visionär Terry Gilliam seinen Star Bruce Willis durch ein verwegenes Fegefeuer desorientierender Handlungsebenen, das „12 Monkeys“ als extrem komplexe Fortführung von „König der Fischer„, dem bislang letzten Werk des Ex-Monty-Python-Grafikers, ausweist. Weniger noch als Gilliams bislang größter Wurf „Brazil“ läßt sich diese alptraumhafte Filmapokalypse vom Ende der Menschheit auf ein Genre festlegen. Rätselhaft von der einstimmenden Traumsequenz auf einem Flughafen, in der ein Junge mitansehen muß, wie ein Mann niedergeschossen wird, bis zur konsequent erlösenden Schlußsequenz, hangeln sich die „12 Monkeys“ wie ein philosophischer Diskurs durch diverseste Spielarten von Science-fiction über Action-Film bis Virus-Thriller, um die altbekannten Themen des Regisseurs neu variiert zu präsentieren. Der Verlust von Identität, die Ausweglosigkeit des Seins, das Streben nach Erlösung, die unsichtbare Linie, die das Normale vom Wahnsinn trennt, und die Angst vor einem alles kontrollierenden Großen Bruder sind Motive, die Gilliam seit seinen ersten Filmen „Jabberwocky“ und „Time Bandits“ interessieren. Doch noch nie setzte Gilliam seine pessimistische Weltsicht so konsequent um wie in diesem symbolbeladenen Koloß, der einem ungewohnt wenig Humor als rettenden Strohhalm anbietet: Diesem verstörenden Alp ist man mit Haut und Haar ausgeliefert. Dafür hält diese Zeit-Odyssee eines Mannes aus dem Jahr 2035 in die Vergangenheit, wo er nach den Ursprüngen eines für den Großteil der Menschheit tödlichen Virus fahndet, herrlich verzweifelte Bilder verwegener Schönheit parat, die den Zuschauer stets bannen, auch wenn sich erst nach und nach ein Sinn in der Handlung feststellen läßt. Immer wieder wird jener James Cole (ein starker Bruce Willis) von einer gesichtslosen Autorität mit einem Minimum an Zielgenauigkeit ins 20. Jahrhundert geschickt. Denn bevor er das angestrebte Jahr 1996 erreicht, in dem - so besagen die wenigen existenten Indizien - die Terroristenvereinigung 12 Monkeys den tödlichen Virus vermeintlich auf die Menschheit losgelassen hat, verbringt Cole zunächst einige Zeit in einer Irrenanstalt des Jahres 1990 und ein kurzes Gastspiel in einem Schützengraben des Jahres 1918. Daß seine Vorgaben alle falsch sind und nicht, wie erwartet, ein verrückter Professorensohn (Brad Pitt als wild augenrollender Knuddel-Psycho) Verantwortung für den Untergang trägt, sondern er selbst es ist, der im Lauf seiner Aufenthalte den Samen der Zerstörung sät, macht diesen Cole zu einem tragischen Helden, dessen Leidensweg mit der Entdeckung der wahren Hintergründe noch nicht abgeschlossen ist. „12 Monkeys“ ist ein genial konstruiertes, sich wild um sich selbst drehendes Puzzlespiel, das seinen Reiz auch daraus bezieht, daß Gilliam nicht bereit ist, alle Teile einzufügen, und zahlreiche lose Enden endlose Interpretationsansätze ermöglichen. Daß dieser Triumph der Fantasie trotz seiner Bilderflut viel Raum für seine glänzenden Schauspieler (neben den bestechenden Willis und Pitt überzeugt auch Madeleine Stowe als Psychiaterin, die Cole zur Seite steht) bereithält, daß trotz großer Szenen die kleinen Momente am nachhaltigsten wirken, unterstreicht, daß Terry Gilliam ein kleiner Geniestreich gelungen ist, der trotz der Weigerung von Zusagen an Kommerzialität mächtig unterhaltsames Kino mit großem Massenanspruch präsentiert. ts.

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