Disney+ verbannt umstrittene Folge von „Die Simpsons“

Author: Marek BangMarek Bang |

In den USA haben „Die Simpsons“ ein neues Zuhause beim Streamingdienst-Anbieter Disney+ gefunden. Eine Folge ist beim Mäusekonzern allerdings nicht willkommen.

Mit dem Kauf des Studios 20th Century Fox wanderten die Rechte am Dauerbrenner Die Simpsons“ zu Disney. Entsprechend haben Homer und seine anarchische Sippschaft beim gerade gestarteten hauseigenen Streamingdienst Disney+ ein neues Zuhause gefunden. Doch nicht jede Folge der mittlerweile 30 Staffeln wird im Stream angeboten. Konkret fehlt die frühe Episode „Die Geburtstags-Überraschung“ (im Original „Stark Raving Dad“), die 1991 die dritte Staffel einläutete.

In „Die Geburtstags-Überraschung“ wird Homer in die Psychiatrie eingewiesen, nachdem er Bart einen Test über seinen mentalen Gesundheitszustand ausfüllen ließ. Dort trifft er auf Leon Kompowsky, der sich nach eigenen Angaben freiwillig in der Anstalt aufhält. Der sanftmütige Kompowsky hält sich für Michael Jackson und wird im US-Original tatsächlich vom King of Pop gesprochen.

Nach den Missbrauchsvorwürfen gegen den ehemaligen Superstar in der Dokumentation „Leaving Neverland“ verschwand sein Gastauftritt bei den „Simpsons“ Anfang 2019 bereits von anderen Video-On-Demand-Plattformen sowie von neuen DVD-Veröffentlichungen. Auch im US-Fernsehen wurde „Die Geburtstags-Überraschung“ nicht mehr wiederholt. Nun fehlt die Folge auch beim Streaming-Angebot von Disney+.

Alle Informationen über den neuen Streamingdienst Disney + findet ihr hier:

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Disney+ wird günstiger als Netflix: Alle Infos zu Disneys Streaming-Dienst

Falsches Format sorgt außerdem für Ärger

Der Launch von Disney+ verläuft im Zusammenhang mit Homer und Co. derweil insgesamt nicht unproblematisch. Viele Fans beschweren sich über das verwendete 16:9-Format, was dazu führt, dass die ursprünglich in 4:3 gedrehten Bilder an den Rändern beschnitten sind. Tristan Cooper hat bei Twitter ein Beispiel gefunden, wo ein gesamter Gag flöten geht.

Ohne den oberen Bildrand sieht niemand, dass es irrelevant ist, zu welchem Duff-Beer der geneigte Kunde greift, sie kommen alle aus einer Rinne. Entsprechend bleibt zu hoffen, dass die Verantwortlichen hinter den Kulissen dieses Problem lösen, schließlich ist dies nur ein Beispiel von vielen Scherzen, die durch die neue Formatierung unfreiwillig der Schere zum Opfer fallen.

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