Lifelines (AT) Poster

Trotz Staffelfinale: RTL-Serie „Lifelines” mit neuem Tiefstwert

Susan Engels  

Serien wie „In aller Freundschaft“, „Der Bergdoktor“ oder damals noch „Nikola“ beweisen, dass die Deutschen durchaus ein Faible für weiße Kittel auf dem TV-Bildschirm besitzen. Auch RTL schickte Anfang Mai ein neues Medical-Zugpferd ins Rennen. Statt tosendem Applaus vor dem Fernseher hagelte es allerdings Tiefstwerte für das neue Format. Selbst das Staffelfinale konnte das Blatt nicht wenden.

Vor etwas über einem Monat schickte der Kölner Privatsender die neue Arztserie „Lifelines“ an den Start. Mit Jan Hartmann („Sturm der Liebe“, „Die Bergretter“, „Rosenheim Cops“) hatte RTL sogleich ein bekanntes Serien-Gesicht für die Hauptrolle verpflichtet. Der 37-Jährige verkörpert den ehemaligen Truppenarzt Alex Rode, der mit seiner empathischen Art die Herzen seiner Patienten erobert, dabei aber auf wenig Gegenliebe seiner Chefin (gespielt von Susan Hoecke) stößt.

Schon der Startschuss am 8. Mai verlief für die Mediziner eher unspektakulär und dürfte für verhaltene Reaktionen aufseiten der Verantwortlichen gesorgt haben. In Woche zwei gab es sogar einen kleinen Lichtblick für den Neustarter, schließlich konnte man zumindest in der klassischen Zielgruppe einen zweistelligen Marktanteil erreichen. Daran anknüpfen konnten der unkonventionelle Arzt und seine Kollegen allerdings nicht, von Woche zu Woche wurden die Quoten schwächer, jetzt folgte am Dienstagabend der bisher wohl größte Dämpfer, denn ausgerechnet das Staffelfinale holte einen neuen Negativrekord.

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Negativrekord: Dr. Rode stößt auf wenig Gegenliebe

Die beiden gestrigen Folgen konnten das Ruder der vergangenen Wochen nicht mehr rumreißen. Wie DWDL berichtet, schalteten bei der zweiten und somit letzten Episode ab 21:15 Uhr gerade einmal 1,31 Millionen Zuschauer ein. Zwar sah es für die erste Episode der Doppelfolge mit 1,54 Zuschauern quotentechnisch etwas besser aus, an dem neu aufgestellten Negativrekord ändert das aber nichts. Bei den klassisch Umworbenen wiederholte das Format den schlechten Wert von letzter Woche und brachte es lediglich auf 7,2 Prozent Marktanteil. Die vorangegangene Episode konnte immerhin 8,5 Prozent der 14- bis 49-Jährigen vor die Fernseher locken.

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In der klassischen Zielgruppe lagen die jungen Ärzte damit zwar vor den Wiederholungen der Sat.1-Serie „Der letzte Bulle“, vom „Lifelines“-Staffelfinale hatte man sich bei RTL aber sicherlich weitaus mehr erhofft. Es war ein eher trauriger Abschied von Dr. Rode und seinen Kollegen, schließlich spiegeln die Zahlen einmal mehr die letzten Wochen wider, in denen lediglich eine Folge des Formats einen zweistelligen Marktanteil erzielen konnte. Eine zweite Staffel wird somit immer unwahrscheinlicher. Vermutlich hat RTL die weißen Kittel gestern endgültig an den Nagel gehängt.

Immerhin reichte es in Köln gestern dennoch für einen schwachen Tagessieg mit 10,9 Prozent, die Konkurrenz ProSieben und Sat.1 musste sich am Dienstagabend mit 9,6 beziehungsweise 7,9 Prozent bei den klassisch Umworbenen geschlagen geben.

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