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ANIME-LOADS.ORG: Anime, Manga, Asia Filme – Stream & Download legal oder illegal?

Author: Kristina KielblockKristina Kielblock |

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Die Unsicherheit darüber, ob gewisse Streaming- & Download-Portale nach dem Urteil des Europäischen Gerichtshofs im April 2017 legal, illegal oder in der dubiosen Grauzone befindlich sind, ist durchaus verständlich. Gerade deshalb sollten sich Nutzer vor dem Konsum eingehend informieren, damit sie wissen, was sie tun.


Seit dem Urteil des EuGH weht ein neuer Wind auch durch die Grauzone des Streamens nicht lizenzierter Anime-Filme oder -Serien. Häufig herrscht Ratlosigkeit, wenn die Nutzer einschätzen wollen, ob die Inhalte legal oder illegal angeboten werden. Habt ihr noch genug Datenvolumen? Dann könnt ihr zum Thema einfach dieses Video von Medienanwalt Christian Solmecke anschauen, der darin speziell auf die Fragen von Anime-Fans zum Thema reagiert:

Anime-Loads: Macht ihr euch strafbar?

Bevor konkrete Anmerkungen zum Portal Anime-Loads folgen, zunächst eine allgemeine Klarstellung des Sachverhalts: Der Download von nicht lizenzierten Filmen und Serien war schon immer illegal. Die bislang viel genutzte Grauzone bestand beim reinen Streaming dieser Inhalte. Seit dem neuen Urteil hat sich dies geändert, denn auch das Streamen nicht lizenzierter Inhalte ist jetzt strafbar, sofern der Nutzer erkennen kann, dass es sich um eine „offensichtlich rechtswidrige Vorlage“ (im Sinne des § 53 UrhG) handelt. Ihr seid also in der Pflicht, zu prüfen, ob die Seite autorisierte Streams oder Downloads anbietet oder nicht. Eines der größten Portale für unautorisierte Anime, NyaaTorrents, hat inzwischen – wie man sagt, wegen des EuGH-Urteils – seine Pforten geschlossen.

Anime-Loads, so wird häufig argumentiert, biete selber keine Filme und Serien an, sondern sei nur eine Sammlung von Links zu den entsprechenden Streams und Downloads. Damit ist aber niemand auf der sicheren Seite, es sei denn, man würde die stattliche Sammlung der Seite nur zur Inspiration nutzen und sich anschließend informieren, wo es den Inhalt legal zu sehen gibt. Wer jedoch den Links folgt, befindet sich anschließend auf unautorisierten Angeboten, deren Nutzung strafbar ist. Um es kurz zu machen: Anime-Loads ist im Sinne der europäischen Rechtsprechung nicht legal. Welche Konsequenzen euch erwarten, wenn die Seite trotzdem nutzt, lest ihr weiter unten.

Woran erkennt ihr illegale Portale?

  • Da den Streams kein „Achtung: Illegal“ aufgedruckt wurde, ist die Unterscheidung nicht immer leicht, aber einige Anzeichen sollten zumindest Unsicherheit auslösen.
  • Ein großes, kostenloses Angebot sollte zunächst immer skeptisch stimmen. Gerade wenn dort viele Neuerscheinungen angeboten werden.
  • Spam-Werbung, die nach dem Klicken auf die Links erscheint, ist ebenfalls ein eindeutiges Warnsignal und kann auch die Gefahr von Schadsoftware beinhalten.
  • Kein Impressum oder ein dubioser Firmensitz der Seitenbetreiber im Nicht-Europäischen-Ausland ist ebenfalls ein guter Hinweis.
  • Einfacher ist es, sich eine Übersicht legaler Anime-Streaming-Seiten anzusehen und daraus zu schließen, von welcher Qualität das anvisierte Portal ist.
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Was sind die Konsequenzen illegaler Stream-Nutzung?

Zum einen dürfte natürlich jedem Fan klar sein, dass sich mit Nichts und Leidenschaft keine neuen hochwertigen Serien und Filme produzieren lassen. Wer illegale Quellen nutzt, schadet also nicht nur dem Studio und den Filmschaffenden, sondern in letzter Konsequenz sich selbst. Rechtlich ist die Lage schwerer einzuschätzen, denn die Meinungen gehen weit auseinander und am Ende ist entscheidend, wie der konkrete Fall bewertet wird.

Eine große Abmahnungswelle ist zunächst nicht zu erwarten, denn man muss eurer ja erstmal habhaft werden können. Dies geht nur über die IP-Adresse, die von illegalen Portalen, die in der Regel anonym betrieben werden, nicht gespeichert wird. Anders allerdings, wenn ihr euch registriert und ein Nutzer-Profil einrichtet. Falls die Server des Portals eines Tages beschlagnahmt werden, seid ihr auf jeden Fall für die Rechteinhaber leichter zu ermitteln. Laut Anwalt Solmecke muss aber niemand in Panik ausbrechen, denn solange ihr nur streamt und die Inhalte nicht weiterverbreitet, sind die Abmahnungskosten derzeit pro Vergehen auf 150 € begrenzt. Der Sachverhalt ist aber immer komplex und solltet ihr eine Abmahnung im Kasten finden, empfiehlt es sich, eine Rechtsberatung aufzusuchen, bevor ihr einfach bezahlt.

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Was ist mit Streams auf YouTube?

An dieser Stelle schließt sich oft die Frage an, warum es dann unproblematisch ist, sich nicht-lizenzierte Inhalte auf YouTube anzuschauen. Das ist ganz einfach: YouTube ist ein legales Portal, das sich verpflichtet hat, die eigenen Inhalte auf Legalität zu prüfen. Da ihr mit YouTube also einen vertrauenswürdigen Anbieter aufsucht, müsst ihr euch bei den einzelnen Streams selber keine Gedanken machen, auch wenn euch eindeutig klar ist, dass diese Inhalte keine Lizenz haben – die Lösung dieses Problems liegt beim Anbieter YouTube selber.

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