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Wunderschön

   Kinostart: 02.12.2021

Wunderschön: In ihrer dritten Regiearbeit holt Karoline Herfurth Nora Tschirner und Emilia Schüle vor die Kamera.

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Filmhandlung und Hintergrund

In ihrer dritten Regiearbeit holt Karoline Herfurth Nora Tschirner und Emilia Schüle vor die Kamera.

Egal ob Jung oder Alt, Mann oder Frau – einem bestimmten Schönheitsideal nachzueifern kennt wohl fast jeder von uns. Da geht es der jungen Mutter Sonja (Karoline Herfurth) nicht anders, nach zwei Schwangerschaften kämpft sie mit ihrem Körpergefühl und um die Beziehung zu ihrem Mann Milan (Friedrich Mücke). Auch Frauke (Martina Gedeck), kurz vor ihrem 60. Geburtstag, teilt dieses Schicksal und fühlt sich für ihren Mann nahezu unsichtbar. Tochter Julie (Emilia Schüle) feilt derweil an ihrer Modelkarriere, doch immer wieder wird ein Makel an ihrem Körper entdeckt…

Ganz anders geht Sonjas Freundin Vicky (Nora Tschirner) mit dem Thema um, die sich für „Body Positivity“ stark macht und versucht, ihrem Umfeld Mut zu machen. Und einem Partner muss man schließlich sowieso nicht gefallen, da sich Mann und Frau in Liebesdingen eh nie auf Augenhöhe begegnen werden. Ihr neuer Kollege Franz (Maximilian Brückner) würde sie aber gerne eines Besseren belehren…

Etwas leichtere Kost und gute Lacher bieten diese deutschen Filme:

„Wunderschön“ – Hintergründe und Kinostart

Nach „Sweethearts“, in der sie selbst eine Hauptrolle besetzte, nimmt Karoline Herfurth („Das perfekte Geheimnis“) bereits zum dritten Mal auf dem Regiestuhl Platz. Vor der Kamera versammelt Herfurth zahlreiche bekannte deutsche Film- und Fernsehgesichter wie Nora Tschirner („Gut gegen Nordwind“), Martina Gedeck,  Joachim Krol, Emilia Schüle („Traumfabrik“), Friedrich Mücke („Tatort“) und Maximilian Brückner („Oktoberfest 1900“).

Während der Dreharbeiten im Spätsommer 2019 sorgte vor allem Emilia Schüle für Aufsehen: Die Schauspielerin machte mit neuer Kurzhaarfrisur Schlagzeilen. Laut eigenen Aussagen sei ihr neuer Style Teil des Films, da sie sich in einer Szene selbst die Haare rasiere.

Wann Karoline Herfurths neue Regiearbeit „Wunderschön“ in den deutschen Kinos startet, ist aktuell ungewiss. Die Komödie erhielt die FSK 6.

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Darsteller und Crew

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Kritiken und Bewertungen

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33 Bewertungen
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Kritikerrezensionen

  • „Wertvoll”

      FBW-Pressetext:

      Beschwingt erzählter und liebevoll beobachteter Episodenfilm mit lebensbejahender Botschaft.

      Der neue Film von Karoline Herfurth erzählt von fünf Frauen, die jede für sich eine Antwort auf die Frage suchen, was Schönheit eigentlich ist. Und welche Bedeutung sie in unserem Leben einnimmt. Auf leichtfüßige Art gelingt Karoline Herfurth ein berührender und hoch unterhaltsamer Blick auf eine ewige Frage.

      In ihrer nunmehr schon dritten Regiearbeit blicken Karoline Herfurth und ihre Co-Autorinnen Lena Stahl und Monika Fäßler auf das ewige Thema Schönheit. Mit Augenzwinkern, einer genauen Beobachtungsgabe für die Realität und einer großen Portion Sensibilität zeigt der Film fünf Frauen, die in verschiedenen Abschnitten ihres Lebens stehen und sich nicht schön genug, nicht glücklich genug oder nicht erfolgreich genug fühlen. Mit großer Sensibilität blickt Herfurth auf ihre Protagonistinnen und zeigt die Unsicherheit und Verletzlichkeit, die hinter jeder einzelnen Figur steckt. Als Ensemblefilm bringt WUNDERSCHÖN alle Hauptdarsteller*innen in loser Verknüpfung zusammen und entwickelt dabei fünf einzelne starke Erzählungen, die allesamt überzeugen. Um für junge Generationen eine inspirierende und positive Botschaft zu setzen, etabliert der Film mit der großartigen Nora Tschirner eine unkonventionelle Lehrerin, die den jungen Menschen beibringt, dass ein Mensch soviel mehr ist als nur Äußerlichkeiten. Die Spielfreude des mit Martina Gedeck, Emilia Schüle, Joachim Król, Friedrich Mücke und Maximilian Brückner hochkarätig besetzten Ensembles sprüht förmlich Funken und man spürt in jeder Szene, wieviel Freude das Team am Set gehabt haben muss. Karoline Herfurths WUNDERSCHÖN hat alle Zutaten für einen überaus unterhaltsamen Kinoabend: Eine große Portion Humor und Romantik, ein genauer Blick auf das Leben, mit dem sich Zuschauer identifizieren können und einer positiven lebensbejahenden Botschaft, die man beschwingt aus dem Kino hinaus in die Welt tragen kann.

      FBW-Jury-Begründung:

      Ein bisschen Sport, ein paar Gramm weniger essen und immer positiv denken: Glaubt man der Werbung, dann ist es ganz einfach, sich geliebt, erfolgreich und wunderschön zu fühlen.

      WUNDERSCHÖN erzählt von fünf Frauen, die auf individuelle Weise versuchen, mit der Vorstellung eines gesellschaftlichen Ideals mithalten zu können. Nach SMS FÜR DICH und SWEETHEARTS, in denen sie ebenfalls eine Hauptrolle gespielt hat, nimmt Karoline Herfurth zum dritten Mal auf dem Regiestuhl Platz. In WUNDERSCHÖN spielt sie Sonja, die nach ihrer Schwangerschaft wieder im Leben Fuß fassen will. An ihrer Seite sind Martina Gedeck, Nora Tschirner, Emilia Schüle, Dilara Aylin Ziem zu sehen, die alle mit den Tücken der Selbstoptimierung zu kämpfen haben.

      Ein Film, der ein gesellschaftlich derart kontrovers diskutiertes Thema mit Humor aufgreift, hat es nicht leicht. Und so zeigte auch in der Diskussion, dass die Jury dem Film mit gemischten Gefühlen begegnete. Die Jury schätzte die Leichtigkeit, mit der sich Karoline Herfurth an das Thema macht. Ihr dritter Spielfilm weiß virtuos auf der Klaviatur der Emotionen zu spielen und kann damit auch das Potential entwickeln, bei seiner Zielgruppe etwas zu bewirken. Trotz des brisanten Themas begeistert der Film immer wieder durch extrem liebevolle und auch komischen Elemente, so wie die wunderbar persiflierte Mütterszene zu Beginn oder die „Dirty-Dancing“-Einlage gegen Ende des Films. Darstellerisch haben vor allem Nora Tschirner als bissiger Kontrapart zu den normierten Charakteren sowie die kindlichen und jugendlichen Darsteller*innen überzeugt. Gerade sie spielen mit ihrer Natürlichkeit einige Stars der deutschen Filmlandschaft glatt an die Wand und haben sich beim Dreh offenbar ziemlich wohlgefühlt.

      WUNDERSCHÖN ist, so die Jury, kein Film mit großer, politischer Aussage. Er eifert US-amerikanischen Vorbildern nach und verbleibt kurzweilig an der Oberfläche. Kritisch sieht die Jury die Länge des Films, die ihr mit 131 Minuten für das Tragen der Geschichte als etwas zu lang erscheint. Dazu bewegt sich der Film innerhalb eines heteronormativen Rollenbilds und auch Ethnizität findet in WUNDERSCHÖN etwas zu wenig Einzug. Nicht alle Geschichten können in gleicher Weise vollständig überzeugen, vor allem in Bezug auf die Vorhersehbarkeit des Plots und die klischierten Charaktere. Ein klares Beispiel für die Jury ist hier die Geschichte rund um Martina Gedeck und Joachim Król, die ein Ehepaar spielen, das sich im Laufe der gemeinsamen Zeit entfremdet hat und nun einen neuen Weg aufeinander zu finden muss.

      Die Jury findet in Karoline Herfurths WUNDERSCHÖN ein Füllhorn vieler guter Ideen, tolle Kinobilder und vor allem eine spielerische und inszenierte Leichtigkeit, die sie noch immer in vielen anderen deutschen Produktionen vermisst. Und so verleiht sie der romantischen Tragikomödie, in Abwägung aller Argumente, gerne das Prädikat „besonders wertvoll“.

      Quelle: Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW)
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