Einst eroberte der legendäre Kommissar Horst Schimanski die Kinoleinwand und sorgte für volle Lichtspielhäuser. Das war in den 1980er-Jahren und die Filme hießen „Zahn um Zahn“ und „Zabou“. Til Schweiger wollte mit „Tschiller: Off Duty“ diese Tradition wiederbeleben, doch seine Action-Version des sonntäglichen Kult-Krimis stieß in Deutschland auf wenig Gegenliebe beim Publikum. Nun sorgt der Film für weiteren Ärger, doch die Gründe für dessen Verbot in der Ukraine sind gänzlich andere.

Gut 30 Jahre hat es gedauert, bis wir im Februar dieses Jahres wieder einen „Tatort“ auf der Kinoleinwand erleben durften. Doch die Resonanz des Publikums entsprach nicht den traditionell hohen Einschaltquoten des Formats am Sonntäglichen Abend, sodass die Verantwortlichen von Warner nach anderen Ländern Umschau hielten, um einen Absatzmarkt für ihr Produkt zu finden. Die Ukraine wird in Zukunft jedenfalls nicht zu den Ländern zählen, in denen „Tschiller: Off Duty“ als eigenständiger Actionthriller vermarktet werden kann, wie unter anderem die Kollegen des Rolling Stone berichten.

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Til Schweigers „Tatort“ ist in der Ukraine unerwünscht

Der Ukraine-Konflikt weitet sich nun auch auf die Unterhaltungsindustrie aus. Das Land ist tief gespalten zwischen der mehrheitlich pro-westlich eingestellten Bevölkerung im Westen und pro-russischen Kräften im Osten. Von der Regierung wurde nun ein Gesetz erlassen, dessen Folgen auch der „Tatort“ zu spüren bekommt. So ist es untersagt, Filme zu zeigen, in denen der russische Staat positiv dargestellt wird. Genau dies sei dank einer positiven Darstellung eines russischen Geheimdienstlers laut der Ukrainischen Zensoren bei „Tschiller: Off Duty“ der Fall. Entsprechend wandert Til Schweigers Kino-„Tatort“ nun in den Giftschrank.

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Man kann ja von Til Schweigers „Tatort“-Engagement halten, was man möchte und auch die Qualität von „Tschiller: Off Duty“ anzweifeln, ein Verbot aus politischer Motivation spricht aber generell nie für einen angemessenen Umgang mit Kunst und Kultur.

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