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„The Shallows“ – die Kritik

„The Shallows“ – die Kritik

Das bringt der Serienherbst auf Disney+

Blake Lively landet als Surferin verletzt auf einer winzigen Riff. Das weiß auch der riesige Hai, der ihr Refugium umkreist. Und Hilfe kommt keine - dafür die Flut. Spannung pur.

Die Gründe, warum die junge Nancy (Blake Lively) an dem wundervollen einsamen Strand an der mexikanischen Küste landet, spielen letztlich keine Rolle. Sie ist hier, sie ist jung, sie hat ein Surfboard – Wellen und Wetter rufen unwiderstehlich zum Ritt auf dem tiefblauen Ozean. „The Shallows“ – ein flaches Stück Meer – wie von Gott gemacht für Surfer, Schwimmer und Taucher. Doch der Schöpfer  hat auch andere Wesen in sein nasses  Paradies gesetzt. Etwa einen gewaltigen Hai.

Der erste Angriff schmettert Nancy lediglich vom Brett. Mit letzter Kraft rettet sie sich auf ein Riff, wenige hundert Meter vom Ufer entfernt. Blutend – aber am Leben. Doch zwischen ihr und dem sicheren Sandstrand zieht der schwimmende Killer seine Bahnen. Zwar schützt das winzige Riff die junge Frau vor seinen messerscharfen Zähnen. Doch der Lauf der Gezeiten könnte das sehr bald ändern. Und der Hai kann warten. Im Gegensatz zur blutenden Surferin.

Nach „Deep Blue Sea“ und natürlich dem Kult-Klassiker „Der Weiße Hai“ – beides Filme aus dem letzten Jahrhundert – hatte man fast vergessen, was für ein grandioses Monster, was für eine unerbittliche Bedrohung so ein Hai doch sein kann. Aber „The Shallows“ bringt genau das zurück auf die Leinwand. Und zwar mit Macht: Hier kreisen 300 Millionen Jahre tödliche Evolution um sein Opfer – gnadenlos, eiskalt, geduldig. Jede blitzschnelle Wendung, jeder Flossenschlag sagt: „Ich bin dein Tod.“ Und doch beginnt Nancy zu kämpfen. Gegen den Hai. Gegen die Zeit. Und vor allem gegen ihre Angst …

Für die paar Meter schwindenden Lebensraum findet die zerschunden Gestrandete erstaunlich viele Optionen, das Schicksal in ihre Richtung zu drängen. Und in dem Kammerspiel der marinen Art nimmt man Blake Lively sowohl Schmerz und Verzweiflung als auch jeden winzigen Hoffnungsschimmer problemlos ab. Nervenzerfetzend, ist dabei der Ausdruck, der sich aufdrängt – vor allem, da diese Spannung völlig ohne die Horror-üblichen Psychopathen, Dämonen oder sonstige Fantasy-Monster auskommt. Der Rest ist beim Publikum Mitfiebern, Nägelabkauen – und unzählige Versuche, nicht laut aufzuschreien. Denn die Bedrohung meistens kommen sehen, entlastet das Nervenkostüm nicht wirklich. Ganz im Gegenteil.

Die junge Frau und das Meer – weitere Zutaten braucht es letztlich nicht, um dem zeitgenössischen Publikum für immer die Freude am Badeurlaub zu rauben. Kein neues Meisterwerk animalischen Thrills, aber doch 86 Minuten Hochspannung mit ziemlich vielen Zähnen auf allerengstem Raum. Und für Fans gut gemachten Hai-Horrors ein neues filmisches Pläsierchen.

Der Trailer zu „The Shallows“

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