Run All Night

  1. Ø 4.3
   2015
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Filmhandlung und Hintergrund

Run All Night: Atemloser Actionthriller um einen abgehalfterten Auftragskiller, der sich mit seinem ehemaligen Boss anlegt, um seinen Sohn und dessen Familie zu beschützen.

Jimmy Conlon, abgehalfterten Auftragskiller der irisch-amerikanischen Mafia, erschießt den Sohn seines Bosses Shawn Maguire, um seinen eigenen Sohn Mike zu beschützen. Die langjährige Freundschaft zwischen Conlon und Maguire ist somit gekündigt, und Conlon Senior und sein entfremdeter Sohn werden von Maguires Schergen durch ganz New York gehetzt. Conlon läuft zu alter Höchstform auf und versucht gleichzeitig die Beziehung zu seinem Sohn zu kitten.

Ein abgehalfterter Auftragskiller legt sich mit seinem ehemaligen Boss an, um seinen Sohn und dessen Familie zu beschützen. Atemloser Actionthriller, in dem Liam Neeson einmal mehr als Actionstar brilliert.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Solides Actiondrama, das sich nahtlos einfügt in die zuverlässig grimmige Spätkarriere von Liam Neeson.
  • Jimmy Conlon ist ein mit allen Wassern gewaschener Brooklyn-Gangster, der unter dem Namen „Totengräber“ einst als Profikiller Karriere machte. Das ist lange her. Jetzt holt ihn die Vergangenheit ein in Form eines verbissenen Detectives, der seit Jahren hinter ihm her ist. Seinen Frust ersäuft Jimmy meist im Whiskey. Als er jedoch erfährt, dass sein Sohn Mike, von dem er ewig nichts gehört hat, auf der Flucht vor den Mafia-Gangstern ist, die früher seine Auftraggeber waren, ist er augenblicklich stocknüchtern. Um Mike zu schützen, legt er sich mit Shawn an, dem gefährlichen Boss des Syndikats. Der schwört Rache und setzt jeden Mann auf Jimmy und Mike an. Eine tödliche Zwickmühle. Jimmy kann sich auf niemanden mehr verlassen. Ihm bleibt nur eine Nacht, um sich darüber klar zu werden, wo seine Verantwortung liegt. Liam Neeson bewegt sich in dem düsteren Actionthriller auf vertrautem Terrain. Unter der Regie von Jaume Collet-Serra, der ihn bereits in „Unknown Identity“ und „Non-Stop“ inszenierte, gibt der Schauspielstar wie in den „Taken“-Filmen den Familienvater im Kampfmodus. Zugespitzt wird die Handlung dadurch, dass es sich bei seinem Gegner (gespielt von Veteran Ed Harris) nicht nur um einen Gangsterboss handelt, sondern um seinen ehemaligen Auftraggeber und Freund.

    Fazit: Liam Neeson muss sich entscheiden, auf welcher Seite er steht: der der Gangsterfamilie oder seiner eigenen.
  • Regisseur Jaume Collet-Serra ist ein Verfechter der leisen Töne. Schon zweimal arbeitete er mit Action-Haudegen Liam Neeson zusammen und beide Male ergaben die Filme dieser Männer-Kollaboration Thriller der ruhigeren Klasse. Mit dem Flugzeug-Kammerspiel „Non-Stop“ gelang Collet-Serra sogar einer der stärksten Vertreter seines Genres, die es in den letzten Jahren auf der großen Leinwand zu sehen gab. Nach ebenjenem Flugzeuginferno und der Verschwörungsstory „Unknown Identity“ wird es mit "Run All Night" nun erstmals richtig laut. Die bleihaltige Familienfehde zwischen Neeson und Ed Harris ("Snowpiercer") ist ein nicht ganz so typischer Vertreter der vielen Actionstücke, in denen Neeson zuletzt mitwirkte. Collet-Serras Film krankt an einem unausgegorenen Drehbuch und Schwächen in der Optik, hat jedoch auch Stärken zu bieten, die in diesem Fall klar überwiegen.

    Liam Neeson als Ruheständler mit Hang zum Schießeisen: ja, das kennt der geneigte Genrekenner aus Filmen wie der "96 Hours"-Reihe, "Ruhet in Frieden" oder eben "Non-Stop", die dem ehemaligen Charakterdarsteller vor einigen Jahren einen Imagewechsel zum Bruce-Willis-Nachfolger ermöglichten. Auch in "Run All Night" ist alles beim Alten. Durch einen familiären Zwischenfall wird Neesons Jimmy gezwungen, seinen alten Berufsweg weiter zu verfolgen und darf dabei wieder viel ballern, sich Verfolgungsjagden hingeben und an Häuserwänden herunterklettern. Alles Stoff, den man so in der Art schon hundertfach – ob mit oder ohne Neeson – gesehen hat. Doch der Regisseur weiß der abgedroschenen Szenerie allerhand nette Ideen beizumengen. Das beginnt bei der visuellen Aufmachung: Während die an Echtzeitverfolgungsjagden erinnernden Actionszenen an der typischen Wackelkamerakrankheit leiden und viel zu hektisch und ungenau daherkommen, sind die ruhigeren Drama- sowie Stimmungssequenzen echte Augenweiden mit einem Hang zu visuellen Spielerei. Die Story selbst profitiert derweil vorzugsweise von der Männer-Dynamik zwischen Neeson und Harris, der Plot um den Rachegedanken Maguires ist derweil zu dünn, um in Sachen Innovation zu überzeugen.

    "Run All Night" erweckt den Eindruck, aus zwei verschiedenen Handlungsebenen zu bestehen, die sich in ihren Stärken ergänzen, jedoch nie zu einhundert Prozent zueinander finden. Die Actionszenarien sind trotz ihrer mangelhaften Optik äußerst dynamisch und entsprechen ganz dem Bild eines modernen Actionfilms. Auch die tiefergehenden Hintergründe rund um die Familie der Conlons sind gelungen und weist trotz ihres überraschungsarmen Verlaufs mitunter einfühlsame Tiefen auf. Zu einer Einheit werden beide Plots jedoch nie; dafür kann "Run All Night" mit einigen interessanten Twists aufwarten und bleibt bis zum Schluss schwer vorhersehbar, ehe der Film mit einem visuell spektakulären Schlussakt beendet wird.

    Fazit: "Run All Night" bietet dem Genre- und Filmkenner nichts Neues. Sehenswert ist der Film gerade für Liebhaber des Thrillers jedoch allemal. Dafür sorgen Liam Neeson und Ed Harris sowie ein ansehnliches Gespür für die Aufmachung derartiger Rachegeschichten.
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