Filmhandlung und Hintergrund

Richard Gere, Steve Coogan, Laura Linney und Rebecca Hall prallen in dem dramatischen Kammerspiel "The Dinner" bei einem unheilsamen Familienessen aufeinander.

Gutes Essen und düstere Geheimnisse – mit jedem Gang serviert „The Dinner“ eine neue unangenehme Überraschung. Der manisch depressive Paul (Steve Coogan) und seine Frau Claire (Laura Linney) sind mit Pauls verhasstem Bruder, dem Kongressabgeordneten Stan (Richard Gere) und dessen zweiter Ehefrau Katelyn (Rebecca Hall) verabredet. Keiner hat wirklich Lust auf das Treffen. Stan kandidiert für das Amt des Gouverneurs. Paul hasst seinen Bruder seit der Kindheit und hat aufgrund seiner psychischen Erkrankungen seinen Job als Lehrer verloren. Als Nachschlag wird dann auch noch ein grausames Verbrechen serviert.

Was Paul nicht weiß: Sein Sohn Michael (Charlie Plummer) und Pauls Sohn Rick (Seamus Davey-Fitzpatrick) haben gemeinsam eine obdachlose Frau angezündet und getötet. Im Internet kusiert bereits ein Video der Tat. Noch ist der Verdacht allerdings nicht auf die Jungen gefallen. Am Tisch beraten deshalb die Eltern, wie sie auf das Verbrechen reagieren sollen. Ist es ihre elterliche Pflicht die Kinder zu schützen und das Verbrechen zu vertuschen? Oder sollen sie ihre Söhne der Polizei ausliefern? Die Frage stellt die Grundwerte aller Beteiligten in Frage.

„The Dinner“ – Besetzung und Romanvorlage

Die Familie, ein Abbild der Gesellschaft – bereits in dem holländischen Bestseller „Het Diner“ von Herman Koch werden gesellschaftliche Probleme im Mikrokosmos der Familie durchgespielt. Das Szenario ist so stark, dass „The Dinner“ von Regisseur Oren Moverman („The Messenger„, „Junction 48„) nicht die erste Kinoadaption des Stoffes ist. Im Jahr 2013 wurde der Roman bereits von dem Holländer Menno Meyjes verfilmt, im Jahr 2014 folgte die italienische Interpretation „The Dinner – I nostri ragazzi“ von Ivano De Matteo. Trotzdem hat Oren Moverman eine eigene Herangehensweise gefunden. Mutig bricht er die zeitlichen und räumlichen Grenzen des Originals auf und arbeitet mit Flaschbacks, Soundcollagen und Monologen aus dem Off.

Dank seiner außergewöhnlichen Erzählweise taucht „The Dinner“ tief in die Gedankenwelt der Protagonisten hinab. Zumal mit Richard Gere, Steve Coogan, Laura Linney und Rebecca Hall ein hervorragendes Ensemble von Hollyoodgrößen versammelt ist. Immerhin wurde Richard Gere („Arbitrage„, „Chicago„) bereits mit dem Golden Globe ausgezeichnet, Laura Linney („Nocturnal Animals„, „Sully„) mehrfach für den Oscar nominiert, Steve Coogan („Minions„, „Nachts im Museum 2„) wiederum für den Golden Globe, während die aufstrebende Schauspielerin Rebecca Hall in Hollywoodproduktionen wie „Transcendence“ oder „Iron Man 3“ mitspielte.

„The Dinner“ – Hintergründe

Richard Gere hat bereits in Movermans Drama „Time Out of Mind“ eine Hauptrolle übernommen. In dem Film spielte Gere den obdachlosen George, der versucht, sich mit seiner entfremdeten Tochter zu versöhnen. Gere gab damals eine derart gute Darstellung, dass er von Passanten in New York nicht wiedererkannt wurde.

Als „The Dinner“ bei der Berlinale 2017 aufgeführt wird, ist das Drama nicht der einzige Film, der mit einem Dinner als Setting aufwartet. Auch die Komödie „The Party“ ist ein Kammerspiel, in dem die unterschiedlichen Lebensentwürfe der Protagonisten aufeinanderprallen – und ein schreckliches Durcheinander hinterlassen. Im Gegensatz zu geistigen Vorgängern wie „Der Gott des Gemetzels“ schlägt „The Dinner“ mit Richard Gere jedoch einen ernsthafteren Ton an und will ein exaktes Abbild der Gesellschaft zeichnen.

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