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„Inception“: Darum erhielt das Meisterwerk von Christopher Nolan nie eine Fortsetzung

„Inception“: Darum erhielt das Meisterwerk von Christopher Nolan nie eine Fortsetzung
© Warner

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Im Jahr 2010 kam Christopher Nolans Blockbuster „Inception“ aus dem relativen Nichts und entwickelte sich innerhalb kurzer Zeit zu einem weltweiten Hit. Um die 825 Millionen US-Dollar spielte das Werk ein, erfreute sich genereller Beliebtheit und wird auch heute noch leidenschaftlich diskutiert. Warum kam also nie die Fortsetzung, die man bei solchen Vorzeichen in Hollywood eigentlich sicher erwarten konnte?

Die einfachste Antwort wäre, auf die mangelnde Bereitschaft von Christopher Nolan zu verweisen. Immerhin zeichnet sich der Brite unter anderem dadurch aus, abgeschlossene Filme zu erschaffen und nach getaner Arbeit weiterzuziehen. Der Regisseur und Drehbuchautor von „Inception“ betrachtete seine Schöpfung zwar tatsächlich als abgeschlossenes Projekt, allerdings zeigte er sich durchaus interessiert an einer Verlängerung.

2011 sagte er in einem Interview mit Deadline, dass ihn die Möglichkeiten der theoretisch unbegrenzten Welt faszinieren und er die Tür für eine Fortsetzung zu „Inception“ nicht unbedingt zuschlagen möchte – auch wenn die uns auf ungewohnte Art erreichen sollte. Entertainment Weekly teilte er noch im Jahr 2010 mit, dass ein Videospiel zu dem Film in einigen Jahren kommen werde, sechs Jahre später müssen wir auf Neuigkeiten dazu jedoch weiterhin warten.

Wie sollte „Inception 2“ aussehen?

Eine direkte Fortsetzung der Geschichte um Cobb (Leonardo DiCaprio) werden wir höchstwahrscheinlich nie zu Gesicht bekommen, auch wenn das Ende ein scheinbar offenes ist. Nicht nur, dass es auf diese Weise für viele wunderbar funktioniert, Nolan selbst hat erklärt, warum er die Handlung als abgeschlossen betrachtet. Möglich wäre, sich einer anderen Figur wie Ariadne (Ellen Page) oder Eames (Tom Hardy) genauer zu widmen, um dem Zuschauer einen Wiedererkennungswert zu liefern.

Dagegen spricht jedoch, dass „Inception“ für sich stehend funktioniert und eine Rückkehr zu genau diesen Charakteren mit enormen Erwartungshaltungen verbunden wäre. Die kann man zwar ohnehin nicht vermeiden, jedoch etwas dämpfen, indem man sich einer neuen Geschichte in diesem Setting zuwendet. Ohnehin eröffnet die Traum-Technologie noch weitere Möglichkeiten und genau daran ist ja Nolan laut seiner eigenen Aussage interessiert. Am passendsten wäre deswegen neben einem Videospiel wohl eine Science-Fiction-Serie im Stile von „Black Mirror“, wo sich jede Folge einem anderen Aspekt und einer neuen Frage zuwendet.

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Momentan hat Christopher Nolan aber eh genug zu tun. Mit „Dünkirchen“ präsentiert er uns im nächsten Jahr einen Film über den Zweiten Weltkrieg. Ob es danach mit „Inception 2“ weitergeht, darf bezweifelt werden, denn anscheinend will sich der Filmemacher derzeit an unterschiedlichen Projekten ausprobieren und Erfahrungen sammeln. Ein „Inception“-Videospiel würde dazu durchaus passen, da Nolan mit diesem Medium noch nie gearbeitet hat, weswegen wir zumindest diese Hoffnung momentan nicht begraben wollen.