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Netflix, Amazon & Co. müssen mehr zahlen: Das ändert sich nach dem Hollywood-Streik

Netflix, Amazon & Co. müssen mehr zahlen: Das ändert sich nach dem Hollywood-Streik
© IMAGO / ZUMA Wire / Gene Blevins

Nach Monaten des Streiks konnte die Gewerkschaft der Autor*innen in Hollywood endlich einen Deal mit den Studios abschließen. Darin geht es um die Rolle von KI und Beteiligung am Erfolg von Streamingdiensten.

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Nach 148 Tagen ist der Streik der Autor*innen in Hollywood für fairere Arbeitsbedingungen und Gehälter sowie für strengere Regelungen in Bezug auf die Verwendung von künstlicher Intelligenz beendet. Nachdem es im Sommer bereits Treffen zwischen der Writers Guild of America (WGA), der Gewerkschaft für die Autor*innen, und der Alliance of Motion Picture and Television Producers (AMPTP), die die Studios vertritt, gab, wurde endlich ein Deal zwischen den Parteien geschlossen.

Bereits am 24. September 2023 haben die WGA und die AMPTP in einem gemeinsamen Statement erklärt, dass sie zu einer vorläufigen Übereinstimmung gekommen sind, wie Deadline berichtete. Da die Mitglieder nun für den Deal gestimmt haben, hat die WGA eine Zusammenfassung der Abmachung veröffentlicht. Zu den wichtigsten Gewinnen für die Autor*innen in den USA zählen Richtlinien in Bezug auf Künstliche Intelligenz und Tantiemen für Streaming-Originale.

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Laut Vereinbarung darf KI weder Material schreiben noch bereits bestehendes Material überarbeiten, damit die Anerkennung der Autor*innen nicht untergraben wird. Zwar dürfen Autor*innen KIs in ihrer Arbeit verwenden, wenn alle Beteiligten zustimmen, aber Autor*innen darf die Nutzung nicht vorgeschrieben werden. Außerdem muss die Verwendung von KI klar gekennzeichnet sein und bestehendes Material von Autor*innen darf nicht dazu genutzt werden, eine KI zu trainieren.

Darüber hinaus müssen Streamingdienste wie Netflix, Disney+ und Amazon Prime die Autor*innen an dem Erfolg ihrer Werke stärker beteiligen. So erhalten Autor*innen erstmals Tantiemen basierend auf der Anzahl der Zuschauer*innen. Wenn Filme und Serien von 20 % oder mehr Zuschauer*innen in den ersten 90 Tagen geschaut werden, erhalten die Autor*innen einen Bonus, der zwischen rund 9.000 und 16.400 US-Dollar bei Serien und 40.500 US-Dollar bei Filmen mit einem Budget von über 30 Millionen US-Dollar liegt. Das bedeutet auch, dass die Streamingdienste mit ihren Daten sehr viel transparenter umgehen müssen als sie es bisher getan haben.

Die Autor*innen erhalten außerdem Gehaltserhöhungen, es gibt jetzt Regelungen für die Anzahl von Autor*innen in einem Writer’s Room und die Arbeitsbedingungen von Autor*innen-Duos oder -Gruppen wurden verbessert. Zuvor konnten sich Mitglieder in solchen Teams oft keine Krankenversicherung leisten, da sie die Einnahmen untereinander teilen mussten.

Welche bekannten Filmstars hinter diesen Namen stecken, erfahrt ihr im Video:

Hollywoodstars und ihre echten Namen

Was bedeutet das für Film- und Serienfans?

Aufgrund der Streiks wurden sowohl etliche Filme als auch Serien verschoben. Wie zum Beispiel „Dune Part Two“ (den ersten Film könnt ihr im Abo bei Amazon Prime kostenlos streamen) und „Stranger Things“ Staffel 5. Fans müssen sich aber trotz des Deals wohl noch länger gedulden bis die Produktionen weitergehen. Denn auf Frage der Studios, ob die Autor*innen schon bald wieder an ihre Arbeitsplätze zurückkehren werden, erklärte die WGA, dass sie die Streikenden dazu aufgefordert haben, sich weiterhin mit den Schauspieler*innen zu solidarisieren, die seit Juli streiken.

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Das bedeutet, dass die Autor*innen erst wieder arbeiten sollen, wenn die AMPTP eine Vereinbarung mit der Screen Actors Guild – American Federation of Television and Radio Artists (SAG-AFTRA), der Gewerkschaft der Schauspieler*innen, geschlossen hat. Gleichzeitig hat „The Last of Us“-Showrunner Craig Mazin in einem Post bei Threads versprochen, dass sie die Arbeiten an der zweiten Staffel direkt nach Ende des Streiks wieder aufnehmen werden. Die SAG-AFTRA hatte laut Deadline der WGA zu dem Deal gratuliert und gleichzeitig die AMPTP dazu aufgefordert, an den Verhandlungstisch zurückzukehren, um auch für die Schauspieler*innen eine faire Vereinbarung zu treffen.

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