„Der Fall Collini“ im Kino

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Filmhandlung und Hintergrund

In der Verfilmung des Justizromans von Ferdinand von Schirach übernimmt M'Barek einen Mordfall, der einen Schatten auf die deutsche Nachkriegsgeschichte wirft.

Der unerfahrene Rechtsanwalt Caspar Leinen (Elyas M‘Barek) ist erst seit drei Monaten im Amt, als er zufällig einen Fall annimmt, der sich zum Justizskandal auswachsen wird. Leinen übernimmt die Verteidigung des pensionierten italienischen Gastarbeiters Fabrizio Collini (Franco Nero), der den Industriellen Hans Meyer (Manfred Zapatka) ermordet haben soll. Warum es zu der Tat gekommen ist? Collini schweigt beharrlich, seitdem er sich der Polizei gestellt hat.

Ohne es zu wissen, hat sich Leinen in einen brisanten Fall verwickelt, der seinen Schatten nicht nur auf einen der größten Justizskandale der Nachkriegsgeschichte wirft, sondern Leinen auch privat in Bedrängnis bringt. Das Opfer war der Großvater von Leinens Jugendliebe Johanna (Alexandra Maria Lara). Sie befürchtet, der Prozess könne den Ruf der Familie beschmutzen und beauftragt den Star-Anwalt Richard Mattinger (Heiner Lauterbach), um als Nebenklägerin einzusteigen. Dann macht Leinen eine skandalöse Entdeckung.

Endlich eine neue Schirach-Verfilmung! Der starbesetzte Justiz-Krimi startet im Frühjahr 2019 in den Kinos. Mehr Details zu Kinostart und Hintergründen von „Der Fall Collini“ findet ihr nach dem Trailer.

„Der Fall Collini“ — Kinostart und FSK

Nach den mehrteiligen ZDF-Serien „Verbrechen“, „Schuld“, „Schuld II“ sowie dem Kinofilm „Terror - Ihr Urteil“ folgt endlich eine neue Schirach-Verfilmung, die mit einer Starbesetzung aufwarten kann. Der Justiz-Roman und Bestseller „Der Fall Collini“ startet am 18. April 2019 in den Kinos und hat eine FSK-Altersfreigabe ab 12 Jahren.

„Der Fall Collini“ — Hintergründe

Regisseur und Drehbuchautor Marco Kreuzpaintner hat sich in der Vergangenheit einen Namen mit Literaturverfilmungen wie „Krabat“ und dem Skript zu „Die Wolke“ gemacht. Kreuzpaintner steckt als Regisseur außerdem hinter der Amazon-Thriller-Serie „Beat“. Mit „Der Fall Collini“ legt der Regisseur nun einen Justiz-Krimi vor, der mit Elyas M‘Barek („Fack Ju Göhte 3“), Alexandra Maria Lara („25 km/h“) und Heiner Lauterbach („Kalte Füße“) in den Hauptrollen gar nicht besser besetzt sein könnte.

Inhaltlich dreht sich die Verfilmung des Romans von Ferdinand von Schirach um einen der größten Justizskandale der Nachkriegsgeschichte: die Quasi-Amnestie von NS-Tätern durch eine Reform des Ordnungswidrigkeiten-Gesetzes. Durch die Änderung, die am 1. Oktober 1968 in Kraft trat, wurde die Verjährungsfrist für NS-Straftaten außer Mord auf 15 Jahre heruntergesetzt — damit waren viele Personen, die Beihilfe zu NS-Morden übten, vor einem Prozess geschützt. Denn im Jahr 1968 war die Tat bereits verjährt.

Eine Historikerkommission des Justizministeriums fand im Jahr 2016 Indizien dafür, dass Eduard Dreher, der damaligen Leiter der Strafrechtsabteilung, die Einführung der Gesetzesänderung manipuliert hatte, um über die wahre Tragweite der Änderung hinwegzutäuschen. In der Einsetzung der Kommission zur Aufarbeitung der „Justizpanne“ hat sich die damalige Justizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger unter anderem auf den Roman „Der Fall Collini“ von Ferdinand von Schirach bezogen.

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