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Filmhandlung und Hintergrund

Ein Club-Promoter der Berliner Technoszene gerät zwischen die Fronten von Geheimdienst und Organmafia.

Robert Schlag (Jannis Niewöhner) ist selbsterkorener Club-Promoter und wird von allen nur „Beat“ genannt. In der Berliner Techno-Szene ist er zu Hause, vor allem aber im Club von seinem Freund Paul (Hanno Koffler). Hier ist es ein leichtes, den Alltag mit kräftigen Beats, Drogen und Sex zu vergessen.

Eigentlich sind die Türsteher dafür zuständig, die Negativität der Großstadt fern zu halten, doch dann tauchen zwei Leichen auf und sorgen für Chaos. Kurz darauf nimmt der Europäische Geheimdienst ESI Kontakt mit Beat auf: Er soll versuchen, in den Dunstkreis des neuen Club-Teilhabers Philipp Vossberg (Alexander Fehling) vorzudringen, um die kriminellen Machenschaften des Geschäftsmannes offen zu legen.

Leichter gesagt als getan: Der egozentrische und überaus berechnende Vossberg hat eine eiskalte Auftragsmörderin in seinen Diensten und auch Paul ist keine Hilfe, da er voll und ganz hinter seinem neuen Geschäftsfreund zu stehen scheint. Dennoch gelingt es Beat, Vossbergs Vertrauen zu gewinnen, auch wenn ihn das immer weiter auf kriminelle Abwege führt. Außerdem geht er dem Treiben auf einer gut bewachten Farm in Brandenburg nach. Was geht auf dem Gelände genau vor und wie steht Vossberg damit in Verbindung?

Im Trailer bekommt ihr einen ersten Vorgeschmack auf „Beat“:

„Beat“ – Hintergründe und Besetzung

Nach „You Are Wanted“ ist „Beat“ die zweite deutsche Serie, die in Eigenproduktion des Amazon-Streamingdienstes Prime Video realisiert wurde. Die Serie basiert auf der Idee von Marco Kreuzpaintner, der gleichzeitig als Regisseur fungiert und sonst vor allem durch seine Kinofilme „Sommersturm“, „Krabat“ und zuletzt „Der Fall Collini“ bekannt ist.

In der titelgebenden Hauptrolle sehen wir den wandlungsfähigen Jannis Niewöhner, der in der jüngsten Vergangenheit mit Rollen in Komödien („High Society“) ebenso überzeugen konnte wie im Drama („Jugend ohne Gott“). Beats Freund Paul wird verkörpert von Hanno Koffler („Der Pass“), die Rolle des eiskalten Bösewichts übernimmt Alexander Fehling („Das Ende der Wahrheit“). In den Reihen des ESI sehen wir Christian Berkel („Der Untergang“) und Karoline Herfuhrth („Sweethearts“), die Beats Kontaktperson während seiner Tätigkeit ist, außerdem Kostja Ullmann („Mein Blind Date mit dem Leben“), der in der Rolle des irrsinnigen und ebenfalls für den Geheimdienst arbeitenden Jasper brilliert.

Die nervenaufreibende Thriller-Seite wurde vielfach gelobt und sogar mit dem Grimme-Preis in der Kategorie Serie ausgezeichnet. Trotz des Erfolgs und der Beliebtheit bei den Zuschauern wurde am 30. April 2019 offiziell bestätigt, dass es keine zweite Staffel der Serie geben wird.

Beat im Stream

Du willst Beat online schauen? Hier findest du in der Übersicht, auf welchen Video-Plattformen Beat derzeit legal im Stream oder zum Download verfügbar ist – von Netflix über Amazon Prime Video und Sky Ticket bis iTunes.

Beat bei Netflix
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Beat bei Amazon Instant Video
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Beat bei MaxdomeStore
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Beat bei Sky Ticket
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Beat bei iTunes
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Beat bei Google Play
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Darsteller und Crew

Videos und Bilder

Kritiken und Bewertungen

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9 Bewertungen
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Kritikerrezensionen

  • Beat: Ein Club-Promoter der Berliner Technoszene gerät zwischen die Fronten von Geheimdienst und Organmafia.

    Großartige deutsche Serie von Marco Kreuzpaintner, in der ein Berliner Nachtschwärmer mit der internationalen Organhandelmafia konfrontiert wird.

    In der gleichen Konstellation entstanden wie zuvor schon „You Are Wanted“, ist „Beat“ die zweite Großserie von Warner Bros, die exklusiv bei Prime Video an den Start geht. Wie das Matthias-Schweighöfer-Vehikel, das es auf zwei Staffeln brachte, bietet auch dieser in zehn Folgen erzählte Thriller Kino für den Bildschirm - oder das, was Warner-Chef Willi Geike als „High-Class-Serie“ bezeichnet: Wenn deutsches Genre nicht im Kino funktioniert, muss man nicht die Flinte ins Korn werfen, man muss es nur anders konfektionieren. Wie Regisseur Marco Kreuzpaintner, von dem die Idee zu „Beat“ stammt und der mit diesem Stoff nach ein paar Jahren eher unentschlossener Kinofilme wie „Coming In“ oder „StadtLandLiebe“ jetzt endlich das mit seinen frühen Erfolgen „Sommersturm“ oder „Krabat“ gegebene Versprechen einlöst, einer der aufregendsten deutschen Filmemacher zu sein.

    Nach Büchern von Norbert Ebelein (viel „Großstadtrevier„, fast so viel „Neues aus Büttenwarder„) taucht die von Hellinger/Doll („Traumfrauen“, „SMS für dich“, in Kürze „Sweethearts“) mit Unterstützung der Pantaleon umgesetzte erste Staffel gleich ein in die Berliner Nachtszene und folgt dem von Jannis Niewöhner gespielten Titelheld durch einen Technoclub mit Drogen, Sex und zuckenden Stroboskopblitzen. Es ist nicht so, als hätte sich der einstige Kinderstar nicht schon längst freigeschwommen vom „Wilde Kerle“-Image, aber hier legt er das hin, was Amerikaner einen „starturn“ nennen: Man kann den Blick einfach nicht von ihm wenden, wie er voll zugedröhnt und zutiefst glücklich durch seine Welt treibt. Der Einstieg ist so überwältigend, dass man fast enttäuscht ist, als kurz darauf ein Krimiplot in den Mittelpunkt rückt, in dem es um die Machenschaften der Menschen- und Organhandelmafia geht. Der Plot braucht eine gewisse Zeit, bis er Fahrt aufnimmt. Man kann aber ziemlich genau sagen, ab wann er faszinierend wird: mit dem Auftritt von Alexander Fehling als Vosberg in der dritten Folge. Er ist das Trumpfass von „Beat“, die deutsche Serienantwort auf De Niros Louis B. Cypher in „Angel Heart“, oder einfach gesagt: der Teufel. Begleitet von einer von Anna Bederke gespielten, wortkargen Killerin, die nicht nur optisch an die Figur von Sofia Boutella in „Kingsman“ erinnert, ist Vosberg ein Strippenzieher ohne Gewissen, Moral oder erkennbare Emotion - und ein großartiger Gegenspieler des ihm in allen Belangen unterlegen scheinenden Beat, den eine internationale Geheimpolizei anheuern will, um den unfassbaren Vosberg zur Strecke zu bringen. Die Stars geben sich hier die Klinke in die Hand: Karoline Herfurth, Christian Berkel, Kostja Ullmann, Hanno Koffler, Claudia Michelsen. Nicht jeder ist hundertprozentig überzeugend, aber allen sieht man gerne zu bei diesem sich in alle Richtungen entfaltenden Verwirrspiel, das Kreuzpaintner mit großem Gespür für die gezeigte Welt und erkennbarer Lust am Sujet in einem Kraftakt inszeniert hat. Grelle Oberflächenreize findet man hier ebenso wie Tiefgang: Wie hier der Hedonismus des Westens mit Ausbeutung hilfloser Menschen aus weniger reichen Ecken der Welt konterkariert wird, sitzt wie ein Stachel in der sonst so gut geölten Storymaschine, in der auch noch die mysteriöse Figur von Kostja Ullmann gegen den Strich gebürstet wird: Bisweilen wirkt er, als wäre er dem Örtchen Winden durch eines der Portale in der Höhle von „Dark“ in Richtung Berlin entflohen. Der Horrorakzent schadet nicht: Eine Serie von diesem Format verlangt nach einem tonalen Mix, nach verschiedenen Kriegsschauplätzen, die sich clever überkreuzen. Staffel zwei kann kommen! ts.

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