Die Mumie Poster

„Dark Universe“: Das Monster-Projekt von Universal verliert weitere Mitstreiter

Ronny Zimmermann  

2017 sollte das Auftaktjahr für Universals „Dark Universe“-Filmreihe werden, welche mit Stars wie Tom Cruise, Johnny Depp, Russell Crowe und Javier Bardem hochwertigen Monsterspaß in die Kinos bringen sollte. „Die Mumie“ mit Tom Cruise ging als erstes Abenteuer an den Start und wurde trotz eines einigermaßen soliden Einspielergebnisses vom Studio als Flop verbucht. Die damaligen Verantwortlichen für das „Dark Universe“ zogen daraus ihre Schlüsse und verließen das Mega-Projekt. Jetzt geht ein weiterer wichtiger Mitstreiter des Filmuniversums.

Wie The Hollywood Reporter vor einiger Zeit berichtet hat, haben Alex Kurtzman und Chris Morgan ihre Jobs als Verantwortliche für das „Dark Universe“ abgegeben. Die beiden Schreiber wurden von Universal als Architekten für das Monsterfilm-Universum engagiert, haben dieses Franchise aber verlassen, um sich anderen Projekten wie „Star Trek: Discovery“ oder dem nächsten „Fast & Furious“-Teil zu widmen. Nun berichtet DigitalSpy, dass der Schreiber Ed Solomon („Men in Black“) ebenfalls die Flinte ins Korn geworfen hat. Solomon wurde von Universal engagiert, um das Drehbuch für die Neuverfilmung des Monster-Klassiker „Der Unsichtbare“ zu schreiben. Als Grund für sein Ausscheiden nannte Solomon unüberbrückbare Differenzen. Für die Hauptrolle in „Der Unsichtbare“ ist nach wie vor Johnny Depp angedacht. Ob es noch zum Film kommt darf allerdings bezweifelt werden.

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Das „Dark Universe“ implodiert

Bereits Anfang Oktober hat Universal die Produktion von „Bride of Frankenstein“ abgebrochen, welche sich noch in der Planungsphase befand. Der Film sollte der zweite Eintrag ins „Dark Universe“ werden, aber nun stehen alle Räder still. Diese Entscheidung ist unmittelbar auf den Misserfolg von „Die Mumie“ zurückzuführen. Der Film spielte weltweit zwar knapp über 409 Millionen US-Dollar ein, kostete laut Insidern aber weit mehr als 125 Millionen US-Dollar. Rechnet man dann noch zirka 100 Millionen US-Dollar Marketingkosten dazu, war der Film ganz und gar kein Erfolg für Universal. Immerhin bleibt ein Großteil der Einnahmen ja bei den Kinobetreibern liegen.

Mit dem Weggang von Kurtzman und Morgan wollte Universal andere Optionen ausloten, um die Rechte an ihren Monsterfilmen doch noch gewinnbringend zu verwerten. Eine Idee, die dabei zur Sprache kam, war, die eigentlich als zusammenhängendes Universum geplanten Filme nun als unabhängige Projekte zu realisieren. Das Horror-Erfolgsstudio Blumhouse von Jason Blum könnte laut Universal bei diesen Plänen auch involviert werden. Das Produktionshaus verbuchte mit den „Conjuring“- und „Insidious“-Filmreihen große Erfolge und gilt derzeit als eines der profitabelsten Studios in Hollywood. Der Weggang von Solomon zeigt aktuell aber, dass das Studio anscheinend noch nicht so recht weiß, was es mit den Filmen erreichen möchte.

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